SV Titania Kruge e.V.
Stolz & Treu


Die Hinrunde der Saison 2019/20 ist für unsere Männermannschaft Geschichte. Unser Angreifer Oliver Rau hat uns erzählt, wie er die aktuelle Spielzeit bis dato bewertet. Außerdem spricht der Stürmer über den ersten Rückschlag seiner jungen Fussballkarriere und welche persönlichen Ziele der Torjäger noch vor Augen hat.



Oli, die Hinrunde der Saison 2019/20 ist passé. Wie fällt dein Zwischenfazit für die aktuelle Saison aus?


Ich bin durchaus zufrieden mit der abgelaufenen Hinrunde! Ich hätte mir zwar gewünscht, dass wir als Team das positive Torverhältnis mit in die Rückrunde nehmen können, aber dazu fehlte uns hinten raus auch das Quäntchen Glück, sodass wir oftmals unnötige Gegentore bekommen haben. Mit den 19 Punkten bin ich trotzdem sehr zufrieden und darauf lässt sich aufbauen. Den einstelligen Tabellenplatz haben wir zudem erreicht und diesen gilt es bis zum Saisonende nicht mehr abzugeben.



Von den 19 erreichten Punkten wurden allerdings 13 in den ersten fünf Spielen eingefahren. Wie erklärst du dir den Leistungsabfall deiner Mannschaft zum Ende der Hinrunde?


Wir haben einen überraschend guten Saisonstart hingelegt und blieben in den ersten fünf Spielen ungeschlagen. Ich kann es mir nur so erklären, dass sich viele Akteure auf den bereits erreichten Erfolgen ausgeruht haben und anschließend die nötige Disziplin ablegten, die wir in den ersten Begegnungen an den Tag legten. Außerdem kommt noch dazu, dass wir in der Hinserie vom Verletzungspech verfolgt wurden, wodurch Trainer Prüßing oft rotieren musste. Ich persönlich habe mich verletzt und konnte dem Team in einer schweren Zeit nicht wirklich helfen. Wir konnten uns auch erst am letzten Spieltag wieder von dieser Phase befreien und haben so aufgespielt, wie wir es an den ersten fünf Spieltagen der Saison gemacht haben.



Du hast bereits den vor der Saison anvisierten einstelligen Tabellenplatz angesprochen. Wie lautet deiner Meinung nach die Zielstellung nach der absolvierten Hinrunde?


Wir sollten defintiv weiter nach vorn schauen und versuchen den 6. bis 7. Tabellenplatz in Angriff zu nehmen. Die Hinrunde hat uns auch gezeigt, dass in dieser Liga alles offen ist und bis auf die 2. Mannschaft aus Schönow gibt es auch keinen weiteren Überflieger. Es wird vermutlich die schwerste Saison für den SVT, da noch nicht genau feststeht wie viele Mannschaften am Ende der Saison absteigen. Deshalb sollten wir versuchen uns in der Rückrunde frühzeitig in der Mitte der Tabelle festzusetzen, um mit dem Abstiegskampf nichts mehr zu tun zu haben.



Für dich persönlich begann die Saison mit 7 Treffern in 5 Partien furios, bevor dich eine Verletzung zurückgeworfen hat. Wie bist du mit dieser ungewohnten Situation umgegangen?


Die Verletzung kam für mich in einem sehr unpassenden Moment. Ich war für mich persönlich sehr gut in die Saison gestartet und musste in der Begegnung gegen Ladeburg verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Es war eine sehr schwierige Situation für mich, da ich dem Team vorerst nicht weiterhelfen konnte und auch meine persönlichen Ziele dadurch auf der Strecke blieben. Für mich gilt es jetzt umso stärker in die Rückrunde zu starten und da anzuknüpfen, wo ich am 5. Spieltag aufgehört habe.



Seit deinem ersten Pflichtspiel für Titania Anfang 2017 hast du bereits über 40 Treffer markiert. Damit steigt natürlich auch die Erwartungshaltung an die eigene Person. Wie gehst du mit diesem Druck um?


Ich konnte dem Druck bis jetzt immer mit Toren und Torvorlagen entfliehen, da ich regelmäßig meine Torbeteiligungen liefere. Für mich persönlich gilt es in jeder Partie Tore zu machen und diese auch vorzubereiten, wenn das dann mal nicht klappt, muss ich damit leben. Sicher kommen dann auch die ein oder anderen Bemerkungen der etablierteren Spieler, mit denen ich dann natürlich klar kommen muss. So ist das im Fussball, es kann nicht jedes Spiel perfekt laufen.



Wie viele andere Titanen hast auch du die Kruger Jugendabteilung durchlaufen und bist weiterhin im Verein aktiv. Das trotz Anfragen anderer Vereine. Gab es jemals Wechselabsichten?


Nein, ich habe noch nie einen Gedanken daran verschwendet, den SVT zu verlassen. Für mich gibt es nur einen Verein, in dem ich Fussball spielen will und das ist und wird immer Titania Kruge bleiben. Die Atmosphäre und der Umgang miteinander sind besonders.



Welche Ziele hast du dir persönlich für deine fussballerische Zukunft gesteckt?


Ich persönlich möchte irgendwann mal Torschützenkönig in der Liga werden, um da hin zu kommen liegt jedoch noch ein weiter Weg vor mir! Ansonsten wäre es sehr schön nochmal mit dem SVT aufzusteigen (lacht), da ich den letzten Aufstieg nur als stilles Mitglied gefeiert habe und nicht als aktiver Spieler (Anm. d. Red.: Oliver Rau hat den damaligen Aufstieg sehr ausgiebig gefeiert). Es ist bestimmt nochmal ein geileres Gefühl, den Aufstieg zu feiern, wenn man auch auf dem Platz etwas dazu beigetragen hat.



Vervollständige den Satz "Titania bedeutet für mich ..."


Titania bedeutet für mich Familie!



Oli, wir danken dir für deine ehrlichen und ausführlichen Antworten und wünschen dir und dem Team eine erfolgreiche und vor allem verletzungsfreie Rückrunde!








Die ersten sieben Saisonspiele unserer Männermannschaft sind absolviert. Wir haben unseren Mittelfeldakteur Lukas Wieland um ein kurzes Zwischenfazit gebeten. Außerdem hat uns der Flügelspieler erklärt, welche Vorteile ihm der jahrelange Volleyballsport bringt und warum sein Bruder einen entscheidenden Anteil daran hat, dass er heute überhaupt für Titania kickt.



Lukas, du bist mittlerweile bereits das dritte Jahr bei Titania, hast mit dem Falkenberger SV und der SG Liepe allerdings die Jugendmannschaften anderer Vereine durchlaufen. Wie kam dein Wechsel nach Kruge zustande?


Mein Wechsel nach Kruge wurde beim Höhenpokal in der Saison 2016/17 entschieden und unter Dach und Fach gebracht. Nach dem wir für das alljährlich stattfindende Hallenturnier eine Falkenberger Mannschaft stellten und uns gut verkauften, war für mich klar, nach längerer Pause wieder mit dem Fussball anzufangen. Viele Alternativen kamen im Hinblick auf den Verein für mich nicht in Frage und da ich mit vielen Spielern aus der Mannschaft befreundet bin, fiel mir die Entscheidung für Kruge leicht.



Auch dein Bruder kickt für Titania. Welche Rolle spielt der Fussball in eurer Familie?


Meine Familie ist generell sehr sportinteressiert und verfolgt viele Sportarten. Der Fussball spielt aber für meinen Bruder und mich eine besondere Rolle. Ich denke nicht, dass ich als junger Bursche mit dem Fussball angefangen hätte, wenn ich nicht gesehen hätte, wie mein Bruder Woche für Woche auf dem Fussballplatz kickt.



Innerhalb der Mannschaft bist du vor allem für deinen Einsatz und deine Willensstärke bekannt. Was zeichnet dich deiner Meinung nach als Fussballer aus?


Ich versuche jede Woche auf's neue 100 % zu geben und der Mannschaft zu helfen. Ich denke es zählt zu meinen Stärken, dass ich zu keinem Zeitpunkt aufgebe und in jeder Situation die cleverste Entscheidung treffen will. Sicherlich gelingt mir das nicht immer, aber ich glaube durch meinen Einsatz und meine Willensstärke gelingt es mir häufiger, als jemandem der schon vorher abschaltet und den Ball oder das Spiel verloren gibt. Meine Vergangenheit als Volleyballer verschafft mir zudem einen Vorteil beim Kopfballspiel, da ich ein gutes Timing bei Standardsituationen besitze und gelegentlich auch den ein oder anderen Ball verwerte.



Wo siehst du noch persönliches Steigerungspotential?


Ich muss definitiv an den vorhandenen Aufgaben weiter wachsen und noch mehr Verantwortung übernehmen. Zu häufig hardere ich noch mit eigenen Fehlern und Fehlentscheidungen. Dadurch verschlechtert sich mein Spiel und es wirkt sich negativ auf die Mannschaft aus.



Du betonst stets, dass du dich als Rechtsfuß besonders auf der linken Außenbahn gut aufgehoben fühlst. Warum gibt diese untypische Position so viel für dich her?


Über die vergangenen Spielzeiten gesehen habe ich tatsächlich zumeist auf der linken Außenbahn gespielt, jedoch auch hin und wieder auf dem rechten Flügel. Die linke Seite bietet mir speziell als Rechtsfuß die Möglichkeit auch mal nach innen zu ziehen und den Torabschluss zu suchen. Das interessante an der Außenbahn ist allerdings die Vielseitigkeit. Man ist sowohl defensiv, als auch offensiv gefordert und darf keine der beiden Aufgaben vernachlässigen.



Nach einem guten Saisonstart musstet ihr zuletzt zwei Niederlagen hinnehmen. Welche der beiden Phasen spiegelt denn euer wahres Gesicht wieder und wie erklärst du dir den Ergebniswandel?


Durch den guten Saisonstart war die Stimmung bei Betreuer und Mannschaft auf einem sehr guten Level. Wir hatten speziell in diesen Spielen einen enormen Zusammenhalt im Team und auch das nötige Glück auf dem Platz. Viele Begegnungen haben wir erst in letzter Minute gewonnen oder entschieden. Darauf sollten wir aufbauen. Nach zuletzt zwei Niederlagen sollten wir jetzt auch nicht den Kopf in den Sand stecken und uns folgerichtig wieder schlichtweg auf unser Spiel konzentrieren. In meinen Augen waren es eher Kleinigkeiten wie Diskussionen mit dem Schiedsrichter oder Abstimmungsfehler auf dem Platz, die für die Punktverluste sorgten. Das gilt es abzustellen und dann kehrt auch unser wahres Gesicht aus den ersten fünf Spielen wieder zurück.



Prinzipiell scheint die Liga hart umkämpft zu sein. Welche Zielstellung hältst du für die Mannschaft als realistisch?


Das stimmt! Das ist dieses Jahr das schöne und auch das spannende. Gegen viele Mannschaften spiele ich dieses Jahr zum ersten Mal und kann mir daher noch kein Urteil über die "Neuen" erlauben. Aber auch bekannte Mannschaften haben sich verändert und teilweise personell umgestellt. Letzte Saison lautete die finale Zielstellung einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen, was uns auch gelungen ist. Wenn ich die Entwicklung und auch die gezeigten Leistungen des Teams sehe, halte ich ein Ergebnis zwischen Platz 4 und Platz 7 als realistisch. Auf jeden Fall einen besseren Tabellenplatz als letztes Jahr und träumen darf man ja schließlich auch (grinst).



Wie bereits erwähnt, kickst du bereits drei Jahre für Titania. Ein Bündnis mit Zukunft oder wie sehen deine fussballerischen Pläne aus?


Solange ich meinen Beruf in der Nähe, also im Raum Brandenburg, ausüben kann, werde ich auch für Titania Fussball spielen. Ob es durchgehend oder mit Unterbrechungen sein wird, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. Wenn ich jedoch keinen Spaß mehr am Fussballspielen verspüre, höre ich definitiv auf. Da muss allerdings schon einiges passieren ...



Vervollständige den Satz "Titania bedeutet für mich ..."


Titania bedeutet für mich Leidenschaft!



Lukas, danke für deine Zeit und die sehr interessanten Antworten. Wir wünschen dir und dem Team für die verbleibende Hinrunde weiterhin viel Erfolg und eine starke Punkteausbeute.







Bevor unsere Männermannschaft in Kürze in die Vorbereitung auf die neue Spielzeit startet, haben wir uns noch mit Kapitän Alexander Petzold unterhalten. Dabei ging es unter anderem um die neu gesteckten Ziele der Titanen, seine ungewöhnliche Torquote als Rechtsverteidiger und seine Verbundenheit zum SVT.



Alex, die Sommerpause neigt sich allmählich dem Ende entgegen. Wie schätzt du die abgelaufene Saison rückblickend ein?


Meiner Meinung nach haben wir in der letzten Spielzeit einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht und das nicht nur fussballerisch. Wir konnten uns im Vergleich zur Vorsaison im Tabellenplatz, im Torverhältnis und auch in der Punkteausbeute steigern. Jetzt heißt es aber auch dran bleiben!



Wo siehst du aktuell noch die größte Baustelle in eurem Spiel?


Das ist eine schwierige Frage. Ich denke wir sind vielleicht in manchen Situationen nicht clever und kühl genug im Kopf, wodurch wir uns im Umkehrschluss teilweise selbst unnötig in Bedrängnis bringen. Aber das gilt nicht nur für einzelne Spieler, daran müssen wir alle zusammen arbeiten und ich bin mir absolut sicher, dass wir das auch zukünftig besser in den Griff bekommen!



Die vergangene Spielzeit war für dich persönlich in vielerlei Hinsicht eine besondere. Unter anderem war es deine erste Saison als Kapitän der Männermannschaft. Wie erging es dir mit der neuen Rolle und was hast du dir diesbezüglich für das nächste Jahr vorgenommen?


Ich muss zugeben, vor dem ersten Spiel war es natürlich ziemlich ungewohnt. Allerdings habe ich auch schnell gemerkt, dass ich mich sehr auf die neue Rolle freue. Ich hatte bereits seit längerer Zeit das Ziel, auf und neben dem Platz mehr Verantwortung zu übernehmen und so wird es auch künftig sein, denn ich habe nach meiner ersten Saison als Kapitän eindeutig gemerkt, dass ich in der Rolle noch einiges zu lernen habe.



Auch in Punkto Torausbeute hast du auf dich aufmerksam gemacht. Wie erklärst du dir deine Torgefährlichkeit als Verteidiger?


Sehr gute Frage, wenn ich darauf nur eine Antwort wüsste. Im Training treffe ich meist nicht mal das berühmte Scheunentor.



10 Tore als Verteidiger sind dennoch ungewöhnlich. Würdest du dich in der Offensive eventuell sogar besser aufgehoben sehen?


In der letzten Saison lief es für mich wirklich sehr gut vor dem gegnerischen Tor. Ich habe dabei immer auch als Verteidiger einen ziemlichen Vorwärtsdrang und klar wie die meisten Spieler, würde auch ich mich nicht beklagen, wenn ich weiter vorne spielen dürfte. Bei diesem Thema liegt das letzte Wort aber auch bei uns immer noch beim Trainer und er entscheidet letztendlich, wo er welchen Spieler am stärksten sieht.



Werfen wir einen Blick auf die kommende Saison. Eure Staffel ist mit den Auf- und Absteigern erneut stark besetzt. Welches realistische Saisonziel sollte sich die Mannschaft stecken?


Ich denke für uns als Mannschaft und den Verein muss es das Ziel sein, so schnell wie möglich einen Vorsprung auf die unteren Tabellenplätze aufzubauen, um zunächst einmal den Klassenerhalt zu sichern. Sollte das gelingen, bin ich der Meinung, dass ein einstelliger Tabellenplatz und eine Steigerung unserer Punkteausbeute ein realistisches und akzeptables Saisonziel für uns sind.



Welchen Beitrag willst du persönlich leisten?


Für mich geht es nicht nur darum, die Rolle des Kapitäns auszufüllen. Ich will vor allem meine Leistungen der letzten Saison nochmals bestätigen und den Jungs jederzeit helfen, unser gemeinsames Ziel zu erreichen.



Viele Spieler eurer Mannschaft sind bereits seit etlichen Jahren im Verein verwurzelt. Auch du hast bereits den Jugendbereich bei Titania durchlaufen und bist mittlerweile sogar schon 5 Jahre in der Männermannschaft aktiv. Warum kam bisher kein anderer Verein für dich in Frage und was macht Titania für dich aus?


Sicher spielt es eine entscheidende Rolle, dass ich in Kruge aufgewachsen bin. Dennoch waren andere Vereine für mich nie ein Thema, denn bei Titania passt für mich alles zusammen. Im Verein selbst herrscht eine absolut familiäre Atmosphäre und das ist nicht einfach nur so dahin gesagt. Jeder hilft dem anderen wo er kann. Wenn man so mitbekommt, was teilweise in anderen Vereinen um uns herum passiert, wird klar, dass das mittlerweile eine echte Besonderheit ist und man sowas nicht mehr oft vorfindet. Der SV Titania Kruge wird für mich immer besonders bleiben.



Alex, vielen dank für deine Antworten. Wir wünschen dir und euch als Team für die kommende Saison alles Gute und maximale sportliche Erfolge!




Mehr Interviews?

Auch in der neuen Saison wollen wir unsere Homepage möglichst interessant gestalten. Dafür wollen wir künftig auch immer wieder solche Interviews führen. Was haltet ihr von diesen Interviews?

  Klasse Idee, bitte mehr davon   Weg damit, die braucht kein Mensch