SV Titania Kruge e.V.
Stolz & Treu

14. Spieltag: SV Titania Kruge - SV Melchow/Grüntal 3:1 (1:0)



Spielbericht


Titanen als Sieger in der Schlammschlacht


Zum Rückrundenauftakt setzte sich die Kruger Männermannschaft mit 3:1 (1:0) gegen den SV Melchow/Grüntal durch. In einer hart umkämpften Partie, die aufgrund der Witterungsverhältnisse zur Schlammschlacht geriet, profitierten die Titanen letztendlich von ihrem Siegeswillen. Zudem scheint auch das Glück den Weg nach Kruge zurückgefunden zu haben.


Mit dem anstehenden Heimspiel gegen den SV Melchow/Grüntal fand die dreimonatige Winterpause für den SVT nun endlich ein jähes Ende. Dabei konnte Trainer Prüßing im Vorfeld der Begegnung personell nahezu aus dem Vollen schöpfen und auf einen 18 Spieler starken Kader zurückgreifen. Darunter auch Neuzugang Manuel Rau, der in der Vorbereitung bereits einen guten Eindruck hinterlassen und sich auch schon im Training für höhere Aufgaben empfohlen hat. Verzichten musste Titanias Coach mit Florian Neumann hingegen auf seinen torgefährlichsten Schützling. Neumann, der in der Hinrunde keine einzige Spielminute verpasst hatte und dabei 18 Scorerpunkte verbuchte, fehlte urlaubsbedingt und sorgte damit für große Fragezeichen im Hinblick auf die Besetzung des Kruger Angriffes. Diese beantwortete Kruges Übungsleiter Prüßing mit einer dennoch offensiv ausgerichteten Formation um das Sturmtrio Rau, Stegemann und Papenfuß. Dem gegenüber stand eine Mannschaft des SV Melchow/Grüntal, die ebenfalls mit großen Ambitionen in die Rückserie geht. Für diese Aufbruchstimmung sorgen insbesondere die personellen Verstärkungen um Felix Müller (SV Biesenthal) und Paul Jahn, welche sich auch prompt in der Startelf wiederfanden.


Wie engagiert und motiviert beide Mannschaften in die Partie gingen, wurde unmittelbar nach Anpfiff des Spiels deutlich. Ohne großes Abtasten suchten sowohl die Hausherren, als auch die Gäste den direkten Weg vor das gegnerische Gehäuse. Dabei erwiesen sich die Gastgeber zunächst als das zielstrebigere Team, wobei die Angriffsversuche der Prüßing-Elf bereits in der 5. Spielminute erstmals von Erfolg gekrönt waren. Nach einer Balleroberung in Höhe der Mittellinie schalteten die Titanen abermals schnell ins Offensivspiel um. Der abschließende Pass von Stegemann fand in J. Papenfuß einen Abnehmer. Dieser behielt im Laufduell mit Melchows Brandt die Oberhand und suchte im Eins-gegen-Eins mit Torhüter Römmert schließlich den finalen Torabschluss. Ging der Schlussmann aus diesem Duell zunächst als Sieger hervor, setzte Papenfuß umgehend nach und traf im zweiten Versuch zum 1:0. Der anschließende Jubel des SVT zeigte, hier war Zündstoff drin! Zudem hatte dieser Treffer offensichtlich seine Wirkung nicht verfehlt. Während die Heimelf nun deutlich an Oberwasser gewann, zeigten sich die Gäste im Nachgang zunehmend verunsichert. Symbolisch dafür stand Kruges nächste Chance kurz nach dem Führungstor. Nach einem Diagonalball von Peschke war es Rau, der die Passivität der gegnerischen Hintermannschaft nutzte und aus spitzem Winkel auf den nächsten Torerfolg drängte. Hierbei zeigte sich Keeper Römmert jedoch erneut auf dem Posten und klärte die Situation vorerst per Fußabwehr. Doch auch der nachfolgende Eckball brachte die Melchower Defensive in Bedrängnis. Der weit gezogene Eckstoß von Prüßing landete am langen Pfosten beim aufgerückten Petzold. Titanias Kapitän, der im Hinspiel für den viel umjubelten Siegtreffer gesorgt hatte, köpfte die Kugel direkt auf den Kasten der Gäste. Dort schien Torwart Römmert schon geschlagen zu sein, allerdings sprang Mitspieler Stieglitz für seinen Keeper in die Bresche und klärte Petzolds Kopfball in höchster Not auf der Torlinie. Mittlerweile war die Anfangsviertelstunde absolviert und mit zunehmender Spielzeit offenbarte sich ein großes Manko im Spiel der Hausherren. Verteidigte die Prüßing-Elf in den ersten Spielminuten stets dicht gestaffelt im Verbund, um im Anschluss ins eigene Angriffsspiel umzuschalten, wurden die Abstände aufgrund der nachlassenden Laufbereitschaft zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen fortan deutlich größer. Diese Räume wussten die Gäste durchaus zu nutzen. Dabei gewann das Team von Trainer Benjamin Jonas nicht nur an Stabilität, sondern vor allem an Ballsicherheit. Folgerichtig kontrollierten die Melchower nun das Spielgeschehen und gaben mit viel Entschlossenheit den Takt vor. In der 25. Spielminute schienen sich die Gäste schließlich mit dem fälligen Ausgleichstreffer für diese Leistungssteigerung zu belohnen. Ein mustergültiger Pass von Zuz setzte Scholz im gegnerischen Strafraum in Szene. Der Rechtsaußen spitzelte das Leder abschließend an Titanias Schlussmann Weinknecht vorbei, wobei die Kugel nun in Richtung Kruger Gehäuse rollte. Als der Melchower Anhang den Torschrei bereits auf den Lippen hatte, grätschte SVT-Libero Derwanz in den Ball, lenkte diesen mit einer wahren Rettungstat an den Pfosten und verhinderte somit das sicher geglaubte 1:1. Auf der Gegenseite agierten die Gastgeber jetzt fast ausschließlich mit langen Bällen. Diese erwiesen sich jedoch nicht als geeignetes Mittel, um die Melchower Abwehrreihe zu überwinden. Im Gegenteil, die Gäste profitierten vermehrt von den schnellen Kruger Ballverlusten und zogen weiterhin ihr Kombinationsspiel auf. Dabei mangelte es der Mannschaft um Spielführer Stieglitz jedoch oftmals an einem Abnehmer im Sturmzentrum, sodass ein zu ungenau getretener Freistoß von Dietloff, die letzte gefährliche Aktion des ersten Durchgangs bleiben sollte.


Mit Beginn der zweiten Halbzeit setzte nun auch der Regen ein, wodurch der Rasen noch seifiger wurde und der schwer zu bespielende Untergrund endgültig zum Erliegen kam. Wer sich jetzt allerdings auf einen nasskalten und ereignisarmen Winterkick einstellte, sah sich bereits direkt nach Wiederanpfiff und einem missglückten Querpass von Kruges Peschke getäuscht. An der eigenen Strafraumgrenze landete Peschkes Zuspiel unmittelbar in den Füßen von Müller, der im Anschluss keine Sekunde zögerte und das Spielgerät trocken mit der Pieke auf das Tor der Hausherren hämmerte. Dort bewies Keeper Weinknecht allerdings einmal mehr, dass er ein Meister seines Fachs ist. Mit einer bärenstarken Parade lenkte der Schlussmann den Ball an den linken Pfosten und hielt zeitgleich die Führung für sein Team aufrecht. Im weiteren Verlauf geriet die Begegnung mehr und mehr zur Schlammschlacht. Der matschige Boden sorgte immer wieder für ungewollte Slapstickeinlagen und Stockfehler. Bereits in der Halbzeitpause hatten sich die Titanen daher nochmals bewusst gemacht, dass im zweiten Spielabschnitt insbesondere die Grundtugenden wie Einsatzwillen und Kampfgeist gefragt sein werden. Und daran mangelte es der Prüßing-Elf an diesem Tag weiß Gott nicht. Wenngleich sich die Gastgeber sichtlich schwer taten, fussballerische Reizpunkte zu setzen, den Willen konnte man der Mannschaft um Kapitän Petzold in keinem Fall absprechen. Diese Voraussetzung sorgte schließlich dafür, dass die Titanen in den wohlmöglich entscheidenden Zweikämpfen, wie im Vorfeld des Tores zum 2:0 in der 66. Spielminute, die Oberhand behielten. Nach einem Kopfballduell zeigte sich L. Wieland handlungsschnell. Der Flügelspieler behauptete das Leder zunächst im Zentrum des Mittelfeldes, um das Spielgerät im Anschluss auf Stürmer Rau durchzustecken. Der Angreifer lief nun zielstrebig auf das Tor der Gäste zu, wobei er allerdings von Melchows Mlynek im Zweikampf arg bedrängt wurde. Mit einem starken Tackling gelang es Mlynek den Schussversuch von Rau in höchster Not zu blocken. Dieser nahm den nachfolgenden Abpraller jedoch prompt wieder auf und überwand Torwart Römmert ebenfalls im zweiten Versuch zum 2:0. Welche Bedeutung dieses Spiel für den SVT hatte, wurde beim anschließenden Torjubel deutlich. Wahnsinn! Bemerkenswert erschien aber auch die Reaktion der Gäste. Trotz Zwei-Tore-Rückstand bewiesen die Melchower Moral und erhielten den Glauben an einen möglichen Punktgewinn. Dabei bewahrte der SV weiterhin die Ruhe im Spielaufbau und agierte keineswegs kopflos. Immer wieder trieb die Gästemannschaft den Ball in Richtung Kruger Tor, wobei vor allem Mittelfeldmotor Müller der Partie mehr und mehr seinen Stempel aufdrückte. Diesem steigenden Angriffsdruck konnte die Hintermannschaft der Titanen lediglich bis zur 78. Spielminute standhalten. In dieser Situation stellten die Melchower einmal mehr ihr mögliches Potential unter Beweis. Mit einem mustergültigen Angriff, welcher durch die Kruger Defensive nicht unterbunden werden konnte, über Stegmann und Zuz trieben die Gäste die Kugel bis in den gegnerischen Sechzehner. Dort vollendete Stegmann den Spielzug aus Nahdistanz zum 2:1 Anschlusstreffer. Somit wurde die spannende Schlussphase endgültig eingeläutet, wobei der Heimerfolg der Gastgeber fortan wieder in Gefahr geriet. In der 80. Spielminute war es dann erneut Stegmann, der vor dem Tor der Hausherren in Erscheinung trat. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld konnte der SVT den Ball nicht final klären, sodass Melchows Angreifer per Volleyschuss zum Torabschluss kam. Dieser wurde im letzten Moment entscheidend von Rau abgefälscht und klatschte im Nachgang an den Querbalken. Durchatmen auf Seiten der Titanen. Trainer Prüßing sah sich nun zum Handeln gezwungen und brachte in der 82. Spielminute mit der Einwechslung von Belack für Schwarz erstmals frische Kräfte in die Begegnung. Fortan entwickelte sich ein Duell auf Messers Schneide, welches in der 88. Spielminute seinen Höhepunkt fand und den gesamten Spielverlauf wiederspiegelte. Die Melchower in Person von Hitzel traten einen Eckball auf den kurzen Pfosten, wo Titanias Schlussmann Weinknecht die Gefahr per Faustabwehr bereinigen wollte. Diese missglückte ihm jedoch, wodurch das Leder unmittelbar vor dem Tor bei Mlynek landete. Dieser köpfte den Ball auf das verwaiste Gehäuse und schien damit den Ausgleich zu besiegeln. Allerdings gelang es Prüßing, den Fehler seines Keepers wettzumachen und Mlyneks Kopfball von der Torlinie zu kratzen. Im direkten Gegenzug setzte die Heimelf zum Konter an. Dabei drang J. Papenfuß bis in die gegnerische Spielhälfte vor, wo er das Spielgerät per Zuspiel auf Rau querlegen wollte. Jedoch versuchte Gästekapitän Stieglitz diesen Pass per Grätsche zu unterbinden. Dies gelang ihm zwar, allerdings auf Kosten eines Eigentores, wobei Stieglitz seinen Torwart Römmert auf dem falschen Fuß erwischte und den Ball zum entscheidenden 3:1 in den eigenen Kasten beförderte. Schließlich nahmen die Titanen mit der Einwechslung von Franke noch etwas Zeit von der Uhr, um wenig später den ersten Sieg im Fussballjahr 2020 feiern zu dürfen.




Aufstellung



Durchschnittsalter: 27,4 Jahre


Auswechslungen: 82. Spielminute Stephan Schwarz <-> Andy Belack, 90. Spielminute Marcel Stegemann <-> Justin Franke

im Kader: Waldemar Wirt, Oliver Bobermin, Michael Garreis, Erik Papenfuß, Manuel Rau




Tore

1:0 Jonas Papenfuß (5. Min.), 2:0 Oliver Rau (66. Min.), 2:1 Richard Stegmann (78. Min.), 3:1 Tom Stieglitz (Eigentor, 88. Min.)




Schiedsrichter

Jürgen Grams



Zuschauer

40



Gelbe Karten

Titania: Lukas Wieland (Foulspiel, 5. Gelbe Karte)

Melchow/Grüntal: Adrian Hitzel (Foulspiel)



Besondere Vorkommnisse

/








Hinrunden-Rückblick



Eine Hinrunde der Gegensätze liegt, in der bereits vierten Saison nach dem Aufstieg, hinter der Kruger Männermannschaft. Nach anfänglichem Hurra-Fussball und einer ungeschlagenen Serie von 5 Partien kehrten die Titanen schnell auf den Boden der Tatsachen zurück. Was bleibt ist eine ungewisse Standortbestimmung. Wir schauen zurück auf die Hinrunde der Saison 2019/20.



Kreisligen-Reform erhöht den Druck


Die neue Spielzeit befand sich noch in den Startlöchern, da erhielt die Kruger Euphorie der Vorsaison einen ersten Dämpfer. Der Fussballkreis überraschte mit einer Reform und zukünftigen Verkleinerung der Kreisligen, welche weiterhin den Erhalt der 2. Kreisklassen sichern soll. Wenngleich die genaue Anzahl noch ungewiss ist, erhöht sich in der aktuellen Saison auch die Zahl der Absteiger in den 1. Kreisklassen. Ein Umstand, der den Druck auf die Prüßing-Elf wachsen ließ, wenn man nicht den Gang in die unterste Spielklasse antreten will.



Kader punktuell verändert


Mit 22 Akteuren nahmen die Titanen schließlich die Vorbereitung zur neuen Saison auf. Darunter befand sich mit Marc Kindermann zumindest ein Neuzugang, welcher zuletzt vereinslos war und aufgrund persönlicher Belange und fehlender Spielpraxis in der Hinrunde leider lediglich zu einem Einsatz kam. Zudem musste das Team mit Alexander Kurz und Paul Franke vor Saisonbeginn abermals zwei Abgänge verkraften. Speziell der Verlust von Ikone Kurz, der als zuverlässiger Defensivallrounder galt jedoch zukünftig kürzer treten wollte, fiel dabei ins Gewicht. Überschattet wurde die Vorbereitungsphase zusätzlich von teilweise langfristigen Verletzungen. Diese sollten die Prüßing-Elf während der kompletten Hinrunde begleiten.


Später Siegtreffer als Brustlöser


Dementsprechend gespannt und ungewiss ging der SVT in die Auftaktpartie beim SV Melchow/Grüntal. Eine ausgeglichene Begegnung, welche den Krugern nicht nur aufgrund der tropischen Temperaturen noch lange in Erinnerung bleiben wird. Mit seinem Kopfballtreffer in der Schlussminute erlöste Kapitän Petzold seine Elf und sorgte beim Saisonstart für den viel umjubelten Siegtreffer, der gleichzeitig eine grandiose Serie einläutete.



Verlieren verlernt


Auch in den folgenden Spielen sammelten die Titanen nicht nur weiter fleißig Punkte, sondern stellten insbesondere ihre enorme Willensstärke unter Beweis. So wendete die Prüßing-Elf gegen den SV Waldhof Spechthausen in der Schlussphase eine drohende Niederlage ab und drehte gegen den SV Blau-Weiß Ladeburg eine scheinbar aussichtslose Partie in einen ganz besonderen Heimsieg. Zudem setzte man sich auch gegen die Abstiegskonkurrenz von der Spielgemeinschaft Groß/Schönebeck/Zerpenschleuse und vom SV Tornow durch. Folglich fand sich das Team urplötzlich auf dem 2. Platz wieder und traute beim Blick auf die Tabelle den eigenen Augen kaum.


Alles hat ein Ende, nur die ...


Doch noch bevor man in Träumerei verfallen konnte, fand die Kruger Erfolgsserie ein jähes Ende. Alles was vorher funktionierte, gelang im Auswärtsspiel beim SV Grün-Weiß Ahrensfelde III nicht. Folgerichtig unterlag man mit 2:1 und musste den ersten Rückschlag der Saison hinnehmen. Dieser sollte seine Wirkung nicht verfehlen. Wenngleich die Kruger im Anschluss mit dem SV Freya Marienwerder und dem BSV Rot-Weiß Schönow II auf die beiden Spitzenmannschaften der Liga trafen, durchlebten die Titanen nun eine erste Schwächephase, woraus zwei weitere Niederlagen resultierten und die den SVT zurück ins Tabellenmittelfeld katapultierten.


Lebensversicherungen


In dieser schweren Phase offenbarte sich einmal mehr, wie wertvoll auch die Spieler der vermeintlich "zweiten" Garde sind. Spieler wie Gallert und Garreis ebneten mit ihren Torerfolgen und Leistungen in den Begegnungen gegen den FSV Lok Eberswalde II und den SV Blau-Weiß Hirschfelde den Weg für wichtige Siege. Hinzu kam ein erneut überragender Neumann, der den Titanen in der Hinrunde gleich mehrmals als Lebensversicherung diente. Dennoch konnten auch diese Erfolge nicht darüber hinwegtäuschen, dass bei den Titanen mittlerweile einiges im Argen lag.



Satte Titanen


Dieser Verdacht sollte sich in den verbleibenden drei Hinrundenpartien bestätigen, wobei die Prüßing-Elf in den Aufeinandertreffen mit dem OSV Eberswalde, dem BSV Blumberg und der SG Schwanebeck keinen weiteren Punktgewinn verzeichnen konnte. Offensichtlich fehlte dem SVT nach den 19 erreichten Punkten die Gier, weitere Erfolge einzufahren. Folgerichtig zeigte man sich insbesondere nach Rückständen blutleer. Die zum Saisonbeginn gezeigten Tugenden ließ die Mannschaft um Spielführer Petzold nun zumeist vermissen, wodurch man sich zur Winterpause mit einem 8. Tabellenplatz begnügen muss und die Gefahr des möglichen Abstieges noch lange nicht gebannt ist.


Fazit


Um das gesteckte Saisonziel (einstelliger Tabellenplatz) zu erreichen, werden die Titanen zwingend wieder in einen anderen Modus zurückkehren müssen. Die zuletzt gezeigten Leistungen genügen nicht, um den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden. Welches Potential im Team steckt, wurde in der Anfangsphase der Spielzeit deutlich. Dieses gilt es 2020 schnellstmöglich abzurufen, um dem Abstiegskampf frühzeitig aus dem Weg zu gehen.


Statistik-Kram


Die Fieberkurve zeigt sowohl den starken Saisonstart unserer Elf, als auch den Leistungsabfall zum Ende der Hinrunde.



Die 14 Mannschaften der 1. Kreisklasse haben insgesamt 544 Spieler für den Spielbetrieb gemeldet. Davon kamen 389 Spieler auf mindestens einen Saisoneinsatz. Lediglich 7 Spieler gelang das Kunststück, in 13 Partien die volle Spielzeit auf dem Platz zu stehen. Darunter auch unser Topscorer Florian Neumann. Auch Patrick Peschke und Stephan Schwarz absolvierten alle 13 Begegnungen, kamen aufgrund von Ein- bzw. Auswechslungen jedoch nicht auf die volle Spielzeit.



Auch beim Zuschauerschnitt nimmt unser Verein einen Platz im Tabellenmittelfeld ein.








13. Spieltag: SV Titania Kruge - SG Schwanebeck 2:3 (2:2)



Spielbericht


Spielbericht entfällt !




Aufstellung



Durchschnittsalter:  29,2 Jahre


Auswechslungen:  35. Spielminute Patrick Derwanz <-> Thomas Groh, 46. Spielminute Stephan Schwarz <-> Oliver Rau, 64. Spielminute Michael Garreis <-> Marco Gallert

im Kader:  Waldemar Wirt, Marcel Stegemann, Justin Franke, Marc Kindermann




Tore

0:1 Sebastian Hinze (5. Min.), 1:1 Michael Garreis (9. Min.), 1:2 Maximilian Anter (Foulelfmeter, 29. Min.), 2:2 Mark Prüßing (Foulelfmeter, 39. Min.), 2:3 Sebastian Hinze (70. Min.)




Schiedsrichter

Jonas Marx



Zuschauer

30



Gelbe Karten

Titania:  Patrick Derwanz (Foulspiel), Oliver Rau (Foulspiel), Oliver Bobermin (Foulspiel)

Schwanebeck:  /



Besondere Vorkommnisse

/







12. Spieltag: BSV Blumberg - SV Titania Kruge 4:1 (2:0)



Spielbericht


Spielbericht entfällt !




Aufstellung



Durchschnittsalter:  28,7 Jahre


Auswechslungen:  54. Spielminute Michael Garreis <-> Thomas Groh, 64. Spielminute Oliver Bobermin <-> Stephan Schwarz, 75. Spielminute Mark Prüßing <-> Marco Gallert

im Kader:  Waldemar Wirt, Justin Franke




Tore

1:0 Felix Latendorf (27. Min.), 2:0 Steffen Zeidler (43. Min.), 3:0 Felix Latendorf (71. Min.), 4:0 Stefan Schneider (80. Min.), 4:1 Florian Neumann (89. Min.)




Schiedsrichter

Tommy Jäkel



Zuschauer

35



Gelbe Karten

Titania:  Michael Garreis (Foulspiel), Thomas Groh (Unsportliches Verhalten)

Blumberg:  /



Besondere Vorkommnisse

75. Spielminute Gelb-Rote Karte Steffen Kita (BSV Blumberg) wegen unsportlichem Verhalten







11. Spieltag: SV Titania Kruge - OSV Eberswalde 0:3 (0:3)



Spielbericht


Ostender lehren Titania erneut das Fürchten


Am 11. Spieltag kassierte die Kruger Männermannschaft beim 0:3 gegen den OSV Eberswalde eine herbe Heimklatsche. Nach einem desolaten Auftritt im ersten Durchgang fand sich die Prüßing-Elf gegen den eigenen Angstgegner frühzeitig auf der Verliererstraße wieder.


Siege in Freundschaftsspielen werden in der Regel selten ausgiebig gefeiert. Das galt am 25. Juli 2015 auch für die Männermannschaft des SV Titania Kruge. Wenngleich der deutliche 5:1 Erfolg gegen den klassenhöheren OSV Eberswalde durchaus allen Grund dazu gegeben hätte, nahm man den Triumph aufgrund seiner geringen Bedeutung eher wohlwollend zur Kenntnis. Wäre den Titanen an diesem Tag bewusst gewesen, wie lange man auf den nächsten Sieg gegen die Ostender warten muss, hätten sie wohl einen ausgiebigen Umtrunk gestartet. Schließlich ist der SVT seit nunmehr sechs Partien gegen den OSV sieglos, wobei man fünf Niederlagen kassierte und lediglich einmal die Punkte teilte. Dennoch war die Prüßing-Elf vor dem folgenden Aufeinandertreffen bestrebt, diese scheinbar endlose Serie gegen den eigenen Angstgegner endlich reißen zu lassen.


Die Anfangsminuten der Begegnung ließen im Kruger Lager zusätzliche Hoffnung aufkeimen. Die Hausherren traten zunächst sehr engagiert auf, wobei man in gewohnter Manier nach der Balleroberung schnell ins eigene Angriffsspiel umschaltete und auf Kontersituationen lauerte. Diese Phase sollte jedoch nur von kurzer Dauer sein. Der Ambitionismus der Gastgeber ebbte frühzeitig ab, sodass sich schon nach wenigen Spielminuten abermals das berühmte Bild des Kaninchens vor der Schlange abzeichnete. Während die Gäste zunehmend besser ins Spiel fanden, wirkte die Heimelf bereits zu diesem Zeitpunkt völlig blutleer. Dabei ließ die Mannschaft um Spielführer Petzold nicht nur jegliche Ordnung in der Defensive vermissen, sondern trat auch in der Vorwärtsbewegung nahezu kopflos auf. Das Ergebnis dieses Umstandes war das 0:1 in der 12. Spielminute. Nach dem die Kruger Hintermannschaft den OSV erneut nach Belieben schalten und walten ließ, setzten die Gäste abschließend Angreifer Vorpahl in Szene. Auch dessen Dribbling konnte der SVT nicht unterbinden, sodass Keeper Weinknecht im eigenen Strafraum Kopf und Kragen riskieren musste, wobei der Torhüter den gegnerischen Offensivakteur unsanft per Grätsche zu Fall brachte. Den fälligen Strafstoß brachte Mittelfeldspieler Gums platziert im rechten unteren Toreck unter. Mit diesem Treffer begann für die Titanen eine Odyssee. Die Prüßing-Elf schien die eigene Gegenwehr fortan vollständig einzustellen. Zwar kam man in der Folge durch Neumann und Prüßing noch vereinzelt zu eigenen Torabschlüssen, welche der gegnerische Schlussmann Falz teilweise glänzend parierte, jedoch konnten diese durchaus gelungenen Angriffssituationen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Hausherren im ersten Spielabschnitt komplett neben sich standen. Das wussten die Eberswalder in der 25. Spielminute ein weiteres Mal zu nutzen. Erneut war es Gums, der Torhüter Weinknecht mit einem platzierten Schuss von der Strafraumgrenze überwand und gleichzeitig das 0:2 markierte. Wer auf Kruger Seite nun auf einen Hallo-Wach-Effekt wartete, wurde bitterlich enttäuscht. Es spielte weiterhin nur ein Team und das war der OSV. Speziell Mittelfeldmotor Engel drückte der Begegnung nun mehr und mehr seinen Stempel auf und bildete gemeinsam mit Stürmer Vorpahl eine starke Achse. Diese schlug unmittelbar vor der Halbzeitpause abermals zu. Dabei genügte wiederum ein einfacher langer Abschlag von Keeper Falz auf Angreifer Vorpahl, um die Titania Abwehr auszuschalten. Vorpahl legte das Leder im Anschluss auf den nachrückenden Engel ab, der nur wenig Mühe hatte, aus Nahdistanz das 0:3 zu erzielen.


Man musste nicht Matthäus, Effenberg oder den Namen eines anderen Experten tragen, um zu erkennen, dass die Gastgeber sich an diesem Tag nur schwer aus ihrem Tief befreien können. Dennoch appellierte man beim SVT während der Halbzeitpause nochmals an die eigene Ehre. Zudem war Trainer Prüßing zum Handeln gezwungen. Mit der Einwechslung von D. Wieland und Stiffel für Schwarz und Belack vollzog der Coach einen Doppelwechsel, in der Hoffnung, seine Mannschaft würde fortan deutlich willensstärker und zielstrebiger auftreten. Wenngleich den Titanen auch nach dem Seitenwechsel bei weitem nicht alles gelang, nahmen die Gastgeber jetzt zumindest den Kampf an und boten den Ostendern ab sofort Paroli. Dabei setzte sich die Prüßing-Elf fortan auch offensiv vermehrt in Szene. Allerdings fremdelte Glücksgöttin Fortuna ebenfalls mit den Krugern, sodass den Hausherren auch der mögliche Ehrentreffer verwehrt blieb. Auf der Gegenseite erwies sich Schlussmann Weinknecht ein weiteres mal als sicherer Rückhalt. Der Torwart verhinderte mit mehreren guten Reaktionen einen höheren Rückstand und ließ den SVT auch die 10-minütige Schlussphase in Unterzahl, nach der Verletzung von L. Wieland, schadlos überstehen. Folgerichtig blieb es beim verdienten 0:3 Auswärtserfolg für den OSV Eberswalde, der den Krugern im direkten Vergleich somit die sechste Niederlage beibringt.




Aufstellung



Durchschnittsalter:  26,8 Jahre


Auswechslungen:  46. Spielminute Andy Belack <-> Michél Stiffel, 46. Spielminute Stephan Schwarz <-> Daniel Wieland, 69. Spielminute Jonas Papenfuß <-> Marco Gallert

im Kader:  Waldemar Wirt, Justin Franke, Marcel Stegemann




Tore

0:1 Johannes Gums (Foulelfmeter, 12. Min.), 0:2 Johannes Gums (25. Min.), 0:3 Sven Engel (45. Min.)




Schiedsrichter

Tobias Behm



Zuschauer

30



Gelbe Karten

Titania:  Miguel Weinknecht (Foulspiel), Lukas Wieland (Foulspiel)

OSV:  Michael Vorpahl (Unsportliches Verhalten)



Besondere Vorkommnisse

SV Titania Kruge nach Verletzung von Lukas Wieland ab der 80. Spielminute in Unterzahl







10. Spieltag: SV Blau-Weiß Hirschfelde - SV Titania Kruge 2:3 (0:2)



Spielbericht


Überzahl wird Titania fast zum Verhängnis


Am 10. Spieltag gewann die Kruger Männermannschaft die "Schlacht" beim SV Blau-Weiß Hirschfelde mit 3:2 (2:0). In einer intensiv geführten Begegnung verspielten die Titanen trotz Überzahl zunächst eine Zwei-Tore-Führung, um in der Schlussphase doch noch den viel umjubelten Lucky-Punch zu landen.


Nach dem der SVT in der Vorwoche die eigene Talfahrt durch einen 3:1-Heimerfolg gegen den FSV Lok Eberswalde II vorerst stoppen konnte, war die Erleichterung im Lager der Kruger deutlich sichtbar. Die Sieglos-Serie von drei Partien hatte bei den Titanen ihre Spuren hinterlassen und brachte die Prüßing-Elf erstmals in dieser Spielzeit in schweres Fahrwasser. Mit der folgenden Begegnung gegen den SV Blau-Weiß Hirschfelde wurde nun die Schlussphase der Hinrunde eingeläutet. Dabei traf die Mannschaft um Spielführer Petzold mit den Blau-Weißen auf einen Gegner, der genauso stark in die Saison gestartet war, um dann ebenfalls ins Straucheln zu geraten. So blieben die Hirsche zuletzt gleich in fünf Duellen ohne volle Punkteausbeute, was zur Folge hatte, dass die heutigen Gastgeber bis ins Tabellenmittelfeld durchgereicht wurden und das ausgegebene Saisonziel vorerst in weite Ferne rückte. Dennoch waren sich die Titanen der Gefahr des sprichwörtlich angeschlagenen Boxers bewusst, sodass man bereits im Vorfeld des Aufeinandertreffens mit einer hart umkämpften Partie rechnen konnte.


Diese Vorahnung sollte sich bereits früh im Spielverlauf bestätigen. Ohne großes Abtasten suchten beide Mannschaften in der Anfangsphase ihr Heil in der Flucht nach vorne. Nach dem zunächst die Hausherren die ersten Torabschlüsse verzeichnen konnten, wobei Titanias Schlussmann Weinknecht jedoch stets auf dem Posten war, übernahm in der Folgezeit der SVT vermehrt die Spielkontrolle. Dabei zeigten sich die Gäste in ihrem Angriffsverhalten sehr energisch. Die Titanen setzten die gegnerische Defensivreihe insbesondere nach eigenen Ballverlusten prompt unter Druck. Diese Spielweise stellte die Heimelf offensichtlich vor Probleme. Wenngleich die Gastgeber um einen kontrollierten Spielaufbau bemüht waren, scheiterte man immer wieder daran, den Ball an den Mitspieler zu bringen und Mittelfeldmotor Fieting, der von Prüßing an diesem Tag vollständigen Geleitschutz bekam, in Szene zu setzen. In der 11. Spielminute konnten die Titanen ihre Drangphase schließlich erstmals in einen Torerfolg ummünzen. Erneut war es Stegemann, der die Hirschfelder Hintermannschaft bereits an der Strafraumgrenze attackierte und das Leder im Zweikampf eroberte. Anschließend tankte sich der Kruger Routinier bis in den Sechzehner durch, wo er von Gegenspieler Dreews nur regelwidrig gestoppt werden konnte. Ein klares Foulspiel, welches vom Unparteiischen Reichert auch sofort mit der Gelben Karte und der Entscheidung auf Strafstoß geahndet wurde. Kruges Garreis trat an den Punkt und überwand Torhüter Stein mit einem satten Schuss zum 1:0. Der Führungstreffer sollte der Prüßing-Elf zusätzlichen Auftrieb geben. Bereits in der 13. Spielminute waren die Kruger erneut zur Stelle und markierten das 2:0. Dabei machten sich die Gäste einen Stellungsfehler der Hirschfelder Abwehrreihe zu Nutze. Per Diagonalball hebelte Prüßing die gegnerische Verteidigung aus und bediente Neumann, der im Anschluss abermals von seinen Tempovorteilen profitierte und dem Gegner enteilte. Auch vor dem Tor zeigte sich Neumann eiskalt und schraubte das Ergebnis durch einen platzierten Schuss ins lange Eck in die Höhe. Die Blau-Weißen wirkten jetzt wie paralysiert, während der SVT weiterhin durch Umschaltsituationen den Weg vor das Gehäuse der Hausherren fand. In der 15. Spielminute besaß Rau die Möglichkeit, den Spielstand noch komfortabler zu gestalten. Dabei wurde der Stürmer auf der linken Außenbahn mustergültig von Bobermin in Szene gesetzt und brach im Nachgang bis zur Grundlinie durch. Dort suchte Rau aus spitzem Winkel den Torabschluss, wobei er allerdings mit Keeper Stein zusammenprallte und sich wiederum am Knöchel verletzte. Während Rau außerhalb des Spielfeldes behandelt wurde, tat Hirschfeldes Jonas, der das Duell als Foulspiel seitens des Kruger Angreifers bewertete, bei Schiedsrichter Reichert seinen Unmut kund. Hierbei redete sich der Verteidiger nach einer ersten Verwarnung weiter in Rage, sodass der Referee Libero Jonas schließlich mit der Gelb-Roten Karte vorzeitig unter die Dusche schickte. Trotz Überzahl stellten die Titanen die eigenen Angriffsbemühungen in der Folge vorerst ein. Einzig und allein Neumann, der per Heber in der 20. Spielminute lediglich den Querbalken traf, rieb sich in der Offensive weiterhin auf und sorgte für Entlastung. Nach dem Rau den Platz in der 23. Spielminute verletzungsbedingt verlassen musste und durch Gallert ersetzt wurde, zogen sich die Gäste noch weiter in die eigene Spielhälfte zurück und gaben das Zepter wissentlich aus der Hand. Auf der Gegenseite warfen die Gastgeber fortan alles in die Waagschale und kämpften mit dem Mute der Verzweiflung. Folgerichtig entwickelte sich eine Begegnung, die nun insbesondere von zahlreichen kleineren Foulspielen und Nickligkeiten geprägt war. Darunter litt vor allem der Spielfluss und die Torabschlussquote, die in dieser Phase nahezu zum Erliegen kam, wenngleich die Hirschfelder jetzt deutlich mehr Feldvorteile inne hatten. In der 35. Spielminute war es dann P. Rohland, welcher die Leistungssteigerung seiner Elf unterstrich und die große Gelegenheit zum Anschlusstor besaß. Jedoch konnte der Lockenkopf die Hereingabe von Heinick nicht entscheidend verwerten, sodass SVT-Spieler Petzold nochmals in höchster Not zur Stelle war und den Schussversuch von Rohland vor der Torlinie blockte. Als dann alle Beteiligten bereits auf den Pausenpfiff von Schiedsrichter Reichert warteten, bot sich den Titanen urplötzlich nochmals die Chance auf einen weiteren Treffer. Nach dem die Hirsche einen Eckball der Gäste nicht abschließend aus der Gefahrenzone befördern konnten, behielt Derwanz im Kopfballduell die Oberhand und legte die Kugel am 5-Meter-Raum auf Stegemann ab. Dem folgenden Volleyschuss von Stegemann mangelte es jedoch an Präzision, sodass Torwart Stein im letzten Moment die Arme hochriss und Stegemanns Schussversuch dadurch abwehren konnte. Somit wechselten beide Mannschaften beim Spielstand von 2:0 für den SVT die Seiten.


Trainer Prüßing nutzte die Unterbrechung, um die nächste Auswechslung zu vollziehen. Torschütze Garreis wurde zur zweiten Halbzeit durch Peschke ersetzt, der fortan auf die Linksverteidigerposition rückte und Kapitän Petzold die Rolle des defensiven Mittelfeldspielers übergab. Unmittelbar nach Wiederanpfiff schienen die Kruger die Partie vollständig im Griff zu haben. In den entscheidenden Zweikämpfen besaß man weiterhin die nötige Aggressivität und auch im Angriff war der Gast jederzeit präsent. Zu diesem Zeitpunkt verpassten es die Titanen allerdings, mit dem möglichen 3:0 für die endgültige Vorentscheidung in dieser Begegnung zu sorgen. Dabei verzeichnete das Team durchaus beste Chancen. Die größte Möglichkeit vergab Stegemann in der 50. Spielminute. Nach Zuspiel von Peschke befand sich der Stürmer allein auf weiter Flur, wobei ihm vor dem gegnerischen Tor jedoch die Nerven versagten und er kläglich an Schlussmann Stein scheiterte, der Stegemanns Torabschluss per Fußabwehr parierte und sein Team somit vor dem Knockout bewahrte. Gegenüber brachten die Gastgeber in der 53. Spielminute mit der Einwechslung von Seidel deutlich mehr Stabilität in die eigene Defensive. Und Seidel sollte nicht nur in der Verteidigung in Erscheinung treten, sondern auch seine offensiven Qualitäten unter Beweis stellen. In der 63. Spielminute klärte der SVT einen Eckball der Hirsche nur ungenügend, sodass die Hausherren auch im Nachgang weiterhin in Ballbesitz blieben. Die finale Flanke von Heinick fand den aufgerückten Seidel am langen Pfosten, der dort nur wenig Mühe hatte, per Kopf den Anschlusstreffer zum 1:2 zu erzielen. Kruge wirkte jetzt sichtlich nervös. Von dieser fehlenden Besonnenheit sollten nun die Blau-Weißen in Person von Schmidt profitieren. Der Hirschfelder Angreifer kam in der 68. Spielminute nach einem Querschläger von Gallert an der Strafraumgrenze an den Ball und nagelte das Leder per Direktabnahme mit einem einzigartigen Volleyschuss unter die Torlatte, wobei Torhüter Weinknecht keinerlei Abwehrchance besaß. Mit dem Tor zum 2:2 drohte das Spiel endgültig zu kippen. Trotz Unterzahl erhöhten die Gastgeber in den folgenden Spielminuten die Schlagzahl. Der Druck auf das Kruger Tor stieg inzwischen stetig an und gipfelte in der 75. Spielminute mit dem Torabschluss von Fieting. Hirschfeldes Kapitän hämmerte das Spielgerät nach einem temporeichen Dribbling aus 20 Metern an die Latte. Ein Schussversuch, der wohl im Gehäuse der Titanen eingeschlagen wäre, hätte Keeper Weinknecht nicht im letzten Moment noch die Hand an den Ball bekommen und somit schlimmeres verhindert. Mitten in diese Drangphase markierten die Gäste mit dem Torerfolg zum 2:3 die abermalige Führung. Dabei war es wiederum Neumann, der durch einen Direktpass von Gallert in Szene gesetzt wurde und seinen Gegenspieler abschüttelte. Auch Torwart Stein konnte Neumanns Sololauf nicht abschließend stoppen, sodass der Kruger Stürmer den Angriff mit seinem zweiten Treffer des Tages vollendete und seine Elf wieder auf die Siegerstraße brachte. Zeitgleich war es für Neumann, der seit 2013 für den SVT kickt, der 100. Scorerpunkt im Dress der Titanen (149 Pflichtspiele / 64 Tore / 36 Vorlagen). Die Prüßing-Elf erlangte nun die nötige Sicherheit zurück und trat in den Schlussminuten wieder wesentlich präsenter auf. Geschlossen stemmte man sich in der verbleibenden Spielzeit gegen den erneuten Ausgleich. Wenngleich die Hirsche unter Mithilfe der berühmten Brechstange nochmals alles versuchten, durften die Titanen schlussendlich einen hart erarbeiteten Auswärtssieg gebührend feiern.




Aufstellung



Durchschnittsalter:  29,6 Jahre


Auswechslungen:  23. Spielminute Oliver Rau <-> Marco Gallert, 46. Spielminute Michael Garreis <-> Patrick Peschke, 84. Spielminute Marco Gallert <-> Stephan Schwarz

im Kader:  Waldemar Wirt, Marc Kindermann, Andy Belack, Justin Franke




Tore

0:1 Michael Garreis (Foulelfmeter, 11. Min.), 0:2 Florian Neumann (13. Min.), 1:2 Michael Seidel (63. Min.), 2:2 Tobias Schmidt (68. Min.), 2:3 Florian Neumann (78. Min.)




Schiedsrichter

Michael Reichert



Zuschauer

50



Gelbe Karten

Titania:  Florian Neumann (Foulspiel), Alexander Petzold (Unsportliches Verhalten), Patrick Derwanz (5. Gelbe Karte, Foulspiel), Marco Gallert (Unsportliches Verhalten)

Hirschfelde:  Lukas Dreews (Foulspiel), Philip Rohland (Foulspiel), Michael Seidel (Foulspiel)



Besondere Vorkommnisse

15. Spielminute Gelb-Rote Karte Patrick Jonas (SV Blau-Weiß Hirschfelde) wegen Unsportlichem Verhalten







9. Spieltag: SV Titania Kruge - FSV Lok Eberswalde II 3:1 (1:1)



Spielbericht


Ersatzgeschwächte Titanen mühen sich zum Heimsieg


Am 9. Spieltag bezwang die Kruger Männermannschaft, welche mit argen Personalproblemen in die Partie ging, den FSV Lok Eberswalde II mit 3:1 (1:1). Dabei brachte die Prüßing-Elf erst eine Leistungssteigerung im zweiten Spielabschnitt auf die Siegerstraße.


In den vergangenen Wochen ist im Hause der Titanen die Realität heimgekehrt. Nach einem unerwartet starken Saisonstart, mit teilweise fulminanten Erfolgen, verbuchte die Prüßing-Elf drei Niederlagen in Serie und fand sich prompt im Mittelfeld der Liga wieder. Doch nicht nur die schwache Punkteausbeute musste dem SVT zuletzt zu denken geben, insbesondere das eigene Auftreten ließ viele Fragen hinsichtlich der Einstellung einiger Spieler offen. Auch vor dem Heimauftritt gegen den FSV Lok Eberswalde II standen die Vorzeichen alles andere als gut. Schließlich musste Trainer Prüßing erneut auf zahlreiche Stammkräfte verzichten, sodass sich die Kruger Elf nahezu von allein aufstellte. Jedoch konnte auch der Gast aus Eberswalde personell bei weitem nicht aus dem Vollen schöpfen. Somit drohte eine Begegnung zwischen Not und Elend, in der es für beide Mannschaften dennoch um überlebenswichtige Zähler ging.


Das man um die Bedeutung dieser Partie weiß, bewies Lok bereits in der Anfangsphase. Dementsprechend engagiert gingen die Eisenbahner zu Werke. Während die Heimelf um einen kontrollierten Spielaufbau bemüht war, liefen die Eberswalder Angreifer Meerwald und Mohammad die gegnerische Defensive frühzeitig an und versuchten die Hintermannschaft somit zu Fehlern zu zwingen. Diese mutige taktische Marschroute sollte schon in der 3. Spielminute mit dem Führungstreffer belohnt werden. Dabei zeigte sich Kruges Derwanz zunächst nicht handlungsschnell genug, als der Libero das Leder in der Vorwärtsbewegung leichtfertig herschenkte. Diese Nachlässigkeit machte sich Lok-Stürmer Meerwald im Zweikampf zu Nutze, wobei der Blondschopf die Kugel zunächst behauptete und anschließend das Foulspiel an der gegnerischen Strafraumgrenze zog. Den fälligen Freistoß trat Spielertrainer Moritz mit einem satten Schuss auf das Kruger Gehäuse, wo der Ball von Bobermin leicht abgefälscht wurde und schließlich zum 0:1 im rechten unteren Toreck einschlug. Ein weiterer Rückschlag für die Hausherren, die wiederum frühzeitig ins Hintertreffen gerieten. Doch auch im Nachgang war es der FSV, der sich deutlich willensstärker zeigte und die Offensivreihe der Gastgeber kaum zur Entfaltung kommen ließ. Der Mannschaft um Spielführer Groh, der den fehlenden Kapitän Petzold in seiner Rolle ersetzte, gelang es nur vereinzelt in das letzte Angriffsdrittel vorzurücken. Dort strahlte man allerdings in den jeweiligen Situationen auch keinerlei Torgefahr aus, sodass Lok die Begegnung bis dato vollständig unter Kontrolle hatte. Dabei besaßen die Gäste sogar die Möglichkeit, die eigene Führung weitaus komfortabler zu gestalten. Erneut war es ein ruhender Ball von Moritz, der für große Unruhe im Kruger Sechzehner sorgte. In dieser Szene klatschte das Spielgerät jedoch lediglich an den Querbalken und fand dieses Mal nicht den erhofften Weg ins Tor. Nach 20 Spielminuten gelang den Titanen dann urplötzlich der zwischenzeitliche Ausgleich. Auch hierbei war es eine Standardsituation, die für den entscheidenden Treffer sorgte. Nach einem Freistoß von Prüßing, der den Ball aus dem Halbfeld hoch auf den langen Pfosten trat, segelte Lok-Spieler Geisler an der Hereingabe vorbei, wodurch die Kugel völlig unerwartet bei Derwanz landete. Der aufgerückte Defensivakteur ließ den Ball auf Gallert abklatschen. Gallert, der eigentlich zwischen den Pfosten zu Hause ist, fackelte nicht lange und hämmerte das Leder mit einem starken Volleyschuss zum 1:1 in die Maschen. Ein wichtiger Torerfolg, welcher jedoch nicht zu einer Neuverteilung der Spielverhältnisse führte. Im Gegenteil, die Gäste blieben spielbestimmend, wobei man insbesondere bei Kontersituationen seine Stärken ausspielte. Dabei sollte Angreifer Mohammad jetzt vermehrt in den Blickpunkt des Geschehens rücken. Mit seinen Tempodribblings brachte der Stürmer die gegnerische Hintermannschaft gleich mehrfach in Bedrängnis. Doch seine nahenden Torerfolge konnten stets in höchster Not verhindert werden. Zunächst war es Titanias Verteidiger Stiffel, der einen Schussversuch von Mohammad per Grätsche im letzten Moment zur Ecke klärte. Wenig später war dann Keeper Weinknecht in einer Eins-gegen-Eins Situation mit einem klasse Reflex zur Stelle und hielt somit das Unentschieden weiter aufrecht. Mittlerweile lief bereits die Schlussphase des ersten Durchgangs und zumindest das Bemühen konnte man den Hausherren zu diesem Zeitpunkt nicht absprechen. Allerdings lebte das Kruger Offensivspiel nun oftmals von individuellen Einzelaktionen, wobei insbesondere die Kruger Akteure Neumann und Prüßing in Erscheinung traten. Ihren Vorstößen mangelte es jedoch zumeist an der nötigen Durchschlagskraft, sodass den Titanen ein weiterer Treffer vorerst verwehrt blieb und man beim durchaus schmeichelhaften Spielstand von 1:1 den Gang in die Halbzeitpause antrat.


Während der Pause machten sich die Titanen nochmals untereinander bewusst, dass in diesem Spiel nur die richtige Einstellung zum Erfolg führen kann. Diesen Leitsatz schienen die Gastgeber in jedem Fall verinnerlicht zu haben, denn nach dem Seitenwechsel zeigte der SVT ein komplett anderes Gesicht. Geprägt von Einsatzwillen und Leidenschaft warf man sich fortan in die Zweikämpfe und offenbarte zumindest stellenweise das Potential des eigenen Teams. In der 51. Spielminute wurde die Kruger Leistungssteigerung mit dem Treffer zum 2:1 gekrönt. Wieder war es Youngster Prüßing, der den Ball an der gegnerischen Strafraumgrenze festmachte und im Anschluss gleich vier Gegenspieler stehen ließ. Unter vollem Körpereinsatz tankte sich Prüßing bis in den Strafraum der Eberswalder durch und überwand schließlich auch Schlussmann Golombeck. Großer Jubel bei den Titanen, die nun eindeutig das Momentum auf ihrer Seite hatten. Wenngleich die Elf von Trainer Prüßing weiterhin keinen Hurra-Fussball spielte, gestaltete sich der eigene Spielaufbau fortan wesentlich ideenreicher. Dabei nutzte man im weiteren Verlauf vor allem die Tempovorteile auf den Außenbahnen und brach auf diesem Weg vermehrt bis zur Grundlinie durch. Allerdings fehlte den Gastgebern im Sturmzentrum zumeist ein Abnehmer, welcher die Hereingaben verwertete, sodass der SVT eine höhere Führung gleich mehrfach verpasste. Auf der Gegenseite ließ Lok jetzt die Zielstrebigkeit des ersten Spielabschnitts vermissen und setzte nur noch selten offensive Nadelstiche. Dabei wurden, aufgrund der fehlenden Wechselspieler, auch Konditionsschwächen deutlich, die sich kaum kompensieren ließen. Auf Kruger Seite vollzog man in der 65. Spielminute die erste Auswechslung. Dabei wurde Franke für die verbleibende Spielzeit durch Belack ersetzt, der erstmals wieder im Kader der Titanen stand. Während der FSV nun sichtliche Probleme hatte, die Angriffsversuche der Heimelf zu unterbinden, drückte die Mannschaft um Kapitän Groh auf die Vorentscheidung. Diese sollte schließlich in der 77. Spielminute durch Neumann herbeigeführt werden. Nach dem die Hintermannschaft der Gäste einen Diagonalball von Gallert nur ungenügend klären konnte, setzten die Titanen unvermindert nach. Per Direktpass legte Schwarz den Ball quer auf Neumann, der im Anschluss abermals den Turbo zündete und seinem Gegenspieler Schwella enteilte. In dieser Szene suchte Neumann jedoch nicht das Zuspiel ins Sturmzentrum, sondern nagelte die Kugel aus spitzem Winkel ins lange Eck und ließ Torhüter Golombeck dabei keinerlei Abwehrchance. Pure Freude und Erleichterung bei den Gastgebern. Das 3:1 nahm endgültig die Spannung aus der Partie, die von beiden Mannschaften fair geführt wurde und in keinster Weise die hohe Anzahl an Gelben Karten rechtfertigte. Hierbei ließ der Unparteiische Jonas das nötige Fingerspitzengefühl vermissen und zeigte sich stellenweise etwas voreilig beim Vergeben der Verwarnungen. In der 82. Spielminute kam dann Kindermann zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz für die Titanen. Kindermann rückte für Peschke, der mit einer Mittelfuß Verletzung angeschlagen in die Begegnung ging und sich abermals in den Dienst der Mannschaft stellte, auf den linken Flügel und durfte sich kurze Zeit später mit seinem Team über einen hart erarbeiteten Heimerfolg freuen, der die eigene Talfahrt vorerst stoppen lässt.




Aufstellung



Durchschnittsalter:  28,6 Jahre


Auswechslungen:  65. Spielminute Justin Franke <-> Andy Belack, 82. Spielminute Patrick Peschke <-> Marc Kindermann

im Kader:  Waldemar Wirt




Tore

0:1 Stefan Moritz (3. Min.), 1:1 Marco Gallert (20. Min.), 2:1 Mark Prüßing (51. Min.), 3:1 Florian Neumann (77. Min.)




Schiedsrichter

Lars Jonas



Zuschauer

30



Gelbe Karten

Titania:  Patrick Derwanz (Foulspiel), Marco Gallert (Foulspiel), Thomas Groh (Foulspiel), Florian Neumann (Foulspiel), Oliver Bobermin (Unsportliches Verhalten), Mike Prüßing (Unsportliches Verhalten)

Lok:  Thomas Schwella (Foulspiel), Jan Slotta (Foulspiel), Stephan Geisler (Foulspiel)



Besondere Vorkommnisse

/







8. Spieltag: BSV Rot-Weiß Schönow II - SV Titania Kruge 6:0 (4:0)



Spielbericht


Deutliche Auswärtsschlappe beim Ligaprimus


Das Endergebnis spiegelt den Spielverlauf gut wieder. Wenngleich die Titanen, von der Grippewelle geplagt, den Ausfall von mehreren Stammspielern kompensieren mussten, blieb die Prüßing-Elf deutlich unter ihren Möglichkeiten. Insbesondere im ersten Spielabschnitt präsentierten sich die Gäste blutleer. Gegen spiel- und laufstarke Hausherren ergab man sich frühzeitig, wobei es dem Kruger Spiel vor allem an Grundtugenden wie Kommunikation, Laufbereitschaft und Einsatzwillen mangelte. Erst mit Beginn der zweiten Halbzeit und nach weiteren zwei Gegentoren bäumte sich der SVT auf und ging mit der nötigen Aggressivität zu Werke. Dadurch gelang es, zusätzliche Tore der Heimelf zu vermeiden und ebenfalls gefährlich ins letzte Angriffsdrittel vorzudringen. Der Ehrentreffer blieb den Titanen bei den Torabschlüssen von Wieland und Prüßing jedoch verwehrt. Letztendlich eine, auch in der Höhe, verdiente Niederlage beim Ligaprimus, der mittlerweile klarer Topfavorit auf den Staffelsieg ist. Auf Kruger Seite wächst nach dem nächsten Rückschlag und den erneuten verletzungsbedingten Ausfällen von Rau und Peschke nicht nur das Lazarett, sondern auch die Sorgenfalten. Die Leistungen der vergangenen Partien sprechen Bände und lassen den Blick endgültig wieder in die untere Tabellenregion wandern. Will man dort keinen Stammplatz einnehmen, ist zwingend ein Umdenken in allen Mannschaftsteilen erforderlich.




Aufstellung



Durchschnittsalter:  28,6 Jahre


Auswechslungen:  57. Spielminute Oliver Rau <-> Stephan Schwarz

im Kader:  Waldemar Wirt




Tore

1:0 Marcel Richter (16. Min.), 2:0 Pascal Bettge (19. Min.), 3:0 Marcel Richter (Foulelfmeter, 36. Min.), 4:0 Lukas Grybowski (39. Min.), 5:0 Marcel Richter (47. Min.), 6:0 Marcel Richter (50. Min.)




Schiedsrichter

Steffen Gloge



Zuschauer

78



Gelbe Karten

Titania:  /

Schönow:  Pascal Bettge (Foulspiel)



Besondere Vorkommnisse

/






7. Spieltag: SV Titania Kruge - SV Freya Marienwerder 1:3 (1:2)



Spielbericht


Strafstoß-Festival in Kruge


Am 7. Spieltag musste die Kruger Männermannschaft gegen den SV Freya Marienwerder eine 1:3 (1:2) Heimniederlage einstecken. In einer ereignisarmen Partie sorgten zahlreiche Strafstöße für die Entscheidung.


Bereits in den Anfangsminuten schien es, als würde sich die Glücklos Serie der Titanen im Torabschluss auch in der Partie gegen den SV Freya Marienwerder fortsetzen, Zunächst wurde der, von Prüßing erarbeitete, Strafstoß von Libero Derwanz humorlos über das gegnerische Tor gesetzt. Fast im Gegenzug war es dann Marienwerders Stürmer Grabow, der einen Diagonalpass von Otto am langen Pfosten verwertete und die Führung für sein Team erzielte. Dennoch wirkten die Titanen auch in der Folgezeit bemüht. Insbesondere Spielmacher Groh avancierte mehr und mehr zum Regisseur. In der 33. Spielminute fand einer seiner mustergültigen Pässe in Neumann einen Abnehmer. Der Kruger Angreifer vollendete die Kombination mit einem platzierten Schuss ins entlegene Eck zum 1:1. Doch trotz Willensstärke agierten die Hausherren in vielen Situationen glücklos. Ein Befreiungsschlag von Prüßing wertete Schiedsrichter Kosak in der 45. Spielminute als Foulspiel, was einen weiteren Foulelfmeter nach sich zog. Kilian verwandelte den ruhenden Ball unmittelbar mit dem Halbzeitpfiff zum 1:2.


Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine hart umkämpfte Begegnung, die von vielen Spielunterbrechungen und kleineren Nickligkeiten geprägt war. Ein wirklicher Spielfluss sollte dadurch im zweiten Spielabschnitt nicht mehr zustande kommen. Die Titanen verpassten es in dieser Phase zudem ihre Kräfte geschlossen zu bündeln und einen weiteren möglichen Torerfolg im Blick zu behalten. Stattdessen schoss man sich im weiteren Verlauf zunehmend auf den Unparteiischen ein. Dieser ahndete zwar ein rotwürdiges Nachtreten von Freya-Keeper Bergemann gegen L. Wieland nicht, dennoch hatte er keinen entscheidenden Anteil an der Kruger Heimniederlage. Diese wurde schließlich in der 77. Spielminute durch einen weiteren Strafstoßtreffer besiegelt. Nach einem unnötigen Foulspiel von Stiffel an Tegge markierte Mittelfeldakteur Otto das vorentscheidende 1:3. Trotz aller Angriffsbemühungen trafen die Gastgeber lediglich noch zwei Mal das Aluminiumgehäuse, sodass ihnen eine Ergebniskorrektur verwehrt blieb und der Erfolg der Gäste durchaus seine Berechtigung fand.




Aufstellung



Durchschnittsalter:  28,8 Jahre


Auswechslungen:  44. Spielminute Oliver Bobermin <-> Stephan Schwarz, 89. Spielminute Marcel Stegemann <-> Justin Franke

im Kader:  Waldemar Wirt, Mark Kindermann, Michael Garreis




Tore

0:1 Kai Grabow (8. Min.), 1:1 Florian Neumann (33. Min.), 1:2 Sören Kilian (Foulelfmeter, 45. Min.), 1:3 Michael Otto (Foulelfmeter, 77. Min.)




Schiedsrichter

Kay Koska



Zuschauer

40



Gelbe Karten

Titania:  Michél Stiffel (Foulspiel)

Freya:  /



Besondere Vorkommnisse

5. Spielminute Patrick Derwanz (SV Titania Kruge) schießt Foulelfmeter über das Tor







6. Spieltag: SV Grün-Weiß Ahrensfelde III - SV Titania Kruge 2:1 (1:0)



Spielbericht


Titanen lassen offensive Durchschlagskraft vermisssen


Am 6. Spieltag kassierte die Kruger Männermannschaft durch ein 2:1 (1:0) beim SV Grün-Weiß Ahrensfelde III die erste Punktspielniederlage der laufenden Saison. In einer hitzig geführten Partie erwiesen sich die Hausherren letztendlich als das effizientere Team.


Das musste man zunächst einige Tage sacken lassen! Der nicht mehr für möglich gehaltene Heimsieg gegen den SV Blau-Weiß Ladeburg, der erst durch zwei Treffer in den Schlussminuten unter Dach und Fach gebracht wurde und den zwischenzeitlichen Rückstand egalisierte, ließ die Freude bei den Krugern und ihren Anhängern ins Unermessliche steigen. Dennoch musste man beim SVT nach der Begegnung und dem Spielverlauf auch kritisch feststellen, dass man fussballerisch noch nicht die Stabilität besitzt, die für ungefährdete Erfolge gegen die Spitzenteams der Liga von Nöten ist. Zudem wurden die drei Punkte mit der Verletzung von Toptorjäger Oliver Rau teuer bezahlt, sodass die kommenden Aufgaben keineswegs leichter zu bewältigen sein werden.

Beim Gegner aus Ahrensfelde stellte sich die Gemütslage jedoch noch deutlich angespannter dar. Mit lediglich einem Punkt aus den ersten fünf Spielen liegt die Mannschaft von Trainer Maiwald hinter den eigenen Erwartungen zurück und war vor der Partie zwingend auf ein positives Resultat angewiesen. Hierfür schöpften die Randberliner personell alle Möglichkeiten aus. Mit Torhüter Schultz und den Feldspielern, Ston, Gliese und Neumann griffen die Grün-Weißen auf etablierte Kräfte der zweiten Mannschaft zurück. Unter Berücksichtigung der Spielordnung regelkonform und legitim, insbesondere wenn man die aktuelle Tabellensituation im Blick hat. Ein Umstand, der allerdings einmal mehr aufzeigt welche Welten zwischen den jeweiligen Vereinen und Regionen liegen und welchen Vorteil es bietet, mehrere Mannschaften im Herrenbereich vorweisen zu können.


Auf dem kleinen Kunstrasenplatz entwickelte sich von Beginn an eine temporeiche Begegnung, in der die Gastgeber unmittelbar das Zepter in die Hand nahmen. Die Titanen taten sich in der Anfangsphase sichtlich schwer das körperbetonte Spiel des Gegners anzunehmen. Folgerichtig behielten die Ahrensfelder in den entscheidenden Zweikämpfen stets die Oberhand, wodurch man sich im weiteren Verlauf klare Feldvorteile erspielte. Sahen sich die Gäste zunächst noch mit Glücksgöttin Fortuna im Bunde und überstanden mehrere brenzlige Torraumszenen schadlos, sorgte in der 7. Spielminute ein abgefälschter Distanzschuss von Ston für den, in der Entstehungsweise glücklichen, Führungstreffer der Heimelf. In Folge des 1:0 Rückstandes zeigte sich die Prüßing-Elf fortan wesentlich engagierter. Speziell das Kruger Zweikampfverhalten wurde nun seinem Namen gerecht, sodass den Randberlinern endlich der notwendige Körpereinsatz entgegen gebracht wurde. Einzig und allein Schiedsrichter Sommer besaß in diesen Situationen zumeist eine völlig andere Sichtweise. Mit teilweise unverhältnismäßigen Entscheidungen unterbrach der Unparteiische vermehrt den Spielfluss, was den Unmut der Gäste zusätzlich wachsen ließ. Nichtsdestotrotz gelang es dem SVT, sich in den folgenden Spielminuten von der Ahrensfelder Umklammerung zu befreien und ebenfalls erste Torabschlüsse zu verzeichnen. Das erste Achtungszeichen sollte Stegemann in der 25. Spielminute setzen. Nach Zuspiel von D. Wieland enteilte der Routinier der gegnerischen Hintermannschaft und suchte den direkten Weg zum Gehäuse der Grün-Weißen. Sein finaler Torschuss fand jedoch nicht den erhofften Weg ins Tor, sondern klatschte lediglich an den linken Innenpfosten. Doch die Prüßing-Elf brach jetzt zu einer ersten Drangphase auf. Dabei rückten zwei Protagonisten vermehrt in den Blickpunkt des Geschehens. Ahrensfeldes Keeper Schultz und Kruges L. Wieland lieferten sich fortan ein Privatduell, aus dem der Schlussmann als klarer Sieger hervorging. Mit teilweise spektakulären Paraden verhinderte der Torhüter den nahenden Ausgleichstreffer und wehrte die Kopfball- und Schussversuche des Kruger Mittelfeldspielers immer wieder ab. Auf der Gegenseite schienen die Gastgeber ihr Angriffspulver zu diesem Zeitpunkt bereits verschossen zu haben, woran auch die Defensivakteure der Titanen erheblichen Anteil hatten. Die Abwehrreihe um Libero Derwanz und den Verteidigern Peschke und Petzold verrichtete einen guten Job und ließ in dieser Phase nur wenig zu. Nur bei einem Volleyschuss von Ahrensfeldes Stürmer Kindler blitzte das Können der Hausherren im ersten Spielabschnitt nochmals auf. Allerdings stellte auch SVT-Keeper Weinknecht seine Fähigkeiten unter Beweis und bewahrte sein Team per Fußabwehr vor einem weiteren Gegentreffer. Somit blieb es bis zur Halbzeitpause bei der knappen Führung der Randberliner.


Auch direkt nach Wiederanpfiff zeigten sich die Gäste offensiv zunächst gut aufgelegt. Dabei blieben vor allem die Kruger Standardsituationen, getreten von Prüßing, ein stetiger Unruheherd im gegnerischen Strafraum. Doch abermals war es L. Wieland, der die Gelegenheit zum Ausgleichstreffer aus Nahdistanz vergab und an Schlussmann Schultz scheiterte, der Wielands Kopfball in höchster Not zur Ecke klärte. In der 52. Spielminute vollzogen die Titanen schließlich ihre erste Auswechslung. Garreis wurde für die verbleibende Spielzeit durch Schwarz ersetzt. In der Folgezeit sollte es eine intensiv geführte Partie bleiben, die insbesondere von zahlreichen Zweikämpfen geprägt war, was auf dem kleinen Kunstrasenplatz unumgänglich schien. Allerdings setzte sich in den Angriffsaktionen fortan vermehrt die vorhandene individuelle Qualität der Gastgeber durch. Hierbei nutzten die Hausherren jetzt oftmals die Tempovorteile der Außenbahnspieler Gliese und Neumann, die immer wieder bis zur Grundlinie durchbrachen und ihre Mitspieler in Szene setzten. Vergaben sowohl Kindler, als auch Pradella zunächst in aussichtsreicher Position, war in der 71. Spielminute Ston zur Stelle und vollendete nach Sololauf unhaltbar zum 2:0. Dieses Ergebnis hatte allerdings nicht lange Bestand. Die Titanen antworteten prompt. Erneut war es Neumann, der für offensive Belebung sorgte und sich im gegnerischen Sechzehner durchtankte. Beim Versuch Neumanns Dribbling zu unterbinden, kam Ahrensfeldes Schmidt den entscheidenden Moment zu spät und brachte den Kruger Stürmer am rechten Strafraumeck regelwidrig zu Fall. Ohne zu zögern, entschied Schiedsrichter Sommer auf Strafstoß für die Gäste. Derwanz nutzte die Chance und markierte vom Punkt den Anschlusstreffer zum 2:1. Gleichzeitig sollte damit eine hektische und aufreibende Schlussphase eingeläutet werden, in der sich beide Mannschaften mit offenem Visier begegneten und im Angriff alles auf eine Karte setzten. Vor allem der SVT löste seine defensive Grundordnung jetzt mehr und mehr auf, um sich offensiver auszurichten und wohlmöglich doch noch einen Punktgewinn zu erzielen. Dies hatte jedoch zur Folge, dass sich der Heimelf vermehrt Räume für Kontersituationen boten. Beim Versuch diese erfolgreich auszuspielen, fand man allerdings stets seinen Meister in Torwart Weinknecht, der sein Team mit großartigen Abwehraktionen im Spiel hielt. Gegenüber musste nun die Brechstange herhalten. Mit letzter Verzweiflung kämpften die Kruger um den möglichen Ausgleichstreffer, wobei es ihnen jedoch an der nötigen Durchschlagskraft mangelte. Folgerichtig blieb es bis zum Schlusspfiff beim knappen Ahrensfelder Heimerfolg.




Aufstellung



Durchschnittsalter:  29,1 Jahre


Auswechslungen:  52. Spielminute Michael Garreis <-> Stephan Schwarz

im Kader:  Waldemar Wirt, Marco Gallert, Justin Franke




Tore

1:0 Patrick Derwanz (Eigentor, 7. Min.), 2:0 Thomas Ston (71. Min.), 2:1 Patrick Derwanz (Foulelfmeter, 73. Min.)




Schiedsrichter

Manuel Sommer



Zuschauer

13



Gelbe Karten

Titania:  Daniel Wieland (Unsportliches Verhalten), Thomas Groh (Foulspiel), Alexander Petzold (Foulspiel)

Ahrensfelde:  Robert Schmidt (Foulspiel)



Besondere Vorkommnisse

/






5. Spieltag: SV Titania Kruge - SV Blau-Weiß Ladeburg 3:2 (0:0)



Spielbericht


Last-Minute-Sieg lässt Kruge Kopf stehen


Am 5. Spieltag behielt die Kruger Männermannschaft gegen den SV Blau-Weiß Ladeburg mit 3:2 (0:0) die Oberhand. In einer denkwürdigen Partie sorgte Florian Neumann mit seinem Torerfolg in der Nachspielzeit für den späten Siegtreffer und zeitgleich für unaufhaltsame Jubelstürme.


Wer das jüngere Vereinsgeschehen rund um den SV Titania Kruge etwas intensiver verfolgt, dem ist bekannt, dass die Begegnungen zwischen den Titanen und dem SV Blau-Weiß Ladeburg eine besondere Brisanz birgen. Lag das früher noch darin begründet, dass man schlichtweg eine große Antipathie gegeneinander hegte, hat sich das Ganze inzwischen deutlich gewandelt. Mittlerweile basiert die aufgeheizte Stimmung vor den Duellen vor allem auf den bis dato absolvierten Partien, die stets hart umkämpft waren und einige Überraschungen bereit hielten. Nichtsdestotrotz zollen die Kruger den Blau-Weißen auch immer wieder ihren Respekt, da die Mannschaft um Spielführer Knoll fussballerisch unbestritten zu den besten der Liga zählt. Umso überraschender erschien der Ladeburger Saisonstart, der mit 4 Punkten aus vier Spielen sicher nicht die eigenen Hoffnungen erfüllte und das Team hinter den Erwartungen zurückbleiben ließ. Dennoch besaß man beim SVT keinerlei Ambitionen Aufbauhilfe für die angeschlagenen Gäste zu leisten. Im Gegenteil die Prüßing-Elf wollte auch dieses Aufeinandertreffen erfolgreich gestalten, um den Vorsprung auf die untere Tabellenregion weiter auszubauen.


Wie viel Arbeit dafür von Nöten ist, wurde bereits in der Anfangsphase der Partie deutlich. Unmittelbar mit Anpfiff der Begegnung übernahmen die Ladeburger mit ihrem bekannten temporeichen Angriffsfussball die Spielkontrolle. Während die Gäste Ball und Gegner laufen ließen, versuchten die Hausherren verzweifelt eine Bindung zum Spiel zu gewinnen. Dabei tat sich die Mannschaft um Kapitän Petzold sichtlich schwer. In nahezu jedem Zweikampf hatten die Titanen das Nachsehen, wodurch man es nicht schaffte, in die entscheidenden Umschaltsituationen zu kommen, die das Team zumeist auszeichnen. Somit wanderten die Blicke der Zuschauer vermehrt in den Kruger Strafraum, wo die Blau-Weißen fast im Minutentakt zum Torabschluss kamen. Verfehlten diese zunächst noch deutlich ihr Ziel, konnten sich die Gastgeber im weiteren Verlauf gleich mehrfach bei ihrem Schlussmann Weinknecht bedanken, dass das torlose Unentschieden noch existent war. Erst wehrte der Keeper einen Torschuss von P. Noack im letzten Moment zur Ecke ab, um kurze Zeit später erneut zur Stelle zu sein. Beim Volleyschuss von Grams stellte Weinknecht abermals sein Können unter Beweis und parierte den Distanzschuss bravourös. Mit lautstarker Kommunikation war man auf Kruger Seite fortan um Kurskorrektur bemüht. Diese Versuche verhallten jedoch ungehört, sodass beim SVT vieles Stückwerk blieb. In der 25. Spielminute war es dann mal ein Schussversuch von Neumann, der für Gefahr vor dem Ladeburger Tor sorgte, wenngleich es der einzige nennenswerte Kruger Torabschluss im ersten Durchgang bleiben sollte. Nach dem die Hintermannschaft der Gäste einen Eckball von Rau nicht entscheidend klären konnte, landete das Spielgerät an der Strafraumgrenze bei Neumann, der den Angriff trocken per Pieke abschloss. Das auch Torhüter Tietz ein Meister seines Fachs ist, bewies der Schlussmann in dieser Szene deutlich. Mit einer starken Flugeinlage lenkte Tietz das Leder an die Oberkante des Querbalkens und verhinderte somit den Gegentreffer, welcher zu diesem Zeitpunkt auch keineswegs seine Berechtigung gefunden hätte. In der Folgezeit stellte sich ein unverändertes Bild dar. Ladeburg drückte der Partie weiterhin den eigenen Stempel auf und ließ die Heimelf zu keinem Zeitpunkt zur Entfaltung kommen. Jedoch fand man bei den Blau-Weißen auch in der Schlussphase der ersten Halbzeit kein geeignetes Mittel, um Torwart Weinknecht zu überwinden. Sowohl Knoll, als auch Dziemballa scheiterten entweder am Aluminium oder am gut aufgelegten Keeper, der sein Team auf diesem Weg vorerst im Spiel hielt.


Trainer Prüßing war in der Halbzeitpause zum Handeln gezwungen. Zu leblos wirkte der Auftritt seiner Elf im ersten Spielabschnitt. Mit der Einwechslung von Peschke für Schwarz und einigen Umstellungen versuchte man dem entgegenzuwirken. In der 49. Spielminute sollte schließlich ein individueller Fehler in Reihen der Ladeburger für den überraschenden Führungstreffer der Hausherren sorgen. Nach einem Ballgewinn durch Groh in Höhe der Mittellinie leitete dieser die Kugel auf D. Wieland weiter. Dieser schickte Neumann mit Gegenspieler S. Noack per Steilpass ins Laufduell. Noack war den entscheidenden Moment eher am Ball und legte das Spielgerät auf Torhüter Kirk, der zur zweiten Halbzeit für Tietz zwischen die Pfosten gerückt war, ab. Kirk tat sich sichtlich schwer darin, das halbhohe Zuspiel zu verarbeiten, sodass Neumann seine Chance witterte, ihm das Leder vom Fuß spitzelte und den Ball zur 1:0 Führung ins Netz schob. Damit war das bisherige Spielgeschehen auf den Kopf gestellt. Der Torerfolg gab den Gastgebern im weiteren Verlauf deutlich mehr Sicherheit. Insbesondere im Zentrum ging der SVT nun wesentlich aggressiver zu Werke, wodurch man dem Gegner endlich Paroli bieten konnte. Durch einen Sololauf von Rau nach Zuspiel von Peschke bot sich den Titanen in dieser Phase sogar die Gelegenheit die eigene Führung weiter auszubauen. Allerdings war Keeper Kirk in dieser Situation auf dem Posten und hielt den abschließenden Torschuss von Rau sicher fest. Doch genauso überraschend wie der Führungstreffer der Hausherren gefallen war, sollte den Gästen auch der Ausgleich gelingen. In der 60. Spielminute war es eine umstrittene Freistoßentscheidung des Unparteiischen Benkendorff an der Kruger Strafraumgrenze, die im Anschluss für reichlich Diskussionsstoff sorgte. Kapitän Knoll ließ das völlig unberührt. Der Stürmer nagelte den Ball in die lange Ecke und markierte somit zeitgleich das 1:1. Die Begegnung gestaltete sich nun wieder völlig offen. SVT-Coach Prüßing zog seine zweite Wechseloption. Stiffel wurde auf der Rechtsverteidigerposition durch Bobermin ersetzt. Leider konnte auch Bobermin den folgenden Gegentreffer zum 1:2 in der 71. Spielminute nicht verhindern. Dabei schöpften die Blau-Weißen einmal mehr ihr ganzes Potential aus und trugen einen mustergültigen Angriff vor, an dessen Ende wiederum Knoll zur Stelle war und die flache Hereingabe von S. Noack am kurzen Pfosten trocken vollendete. Schockstarre bei den Titanen, denen das Gegentor sichtlich zusetzte. In der Folge waren die Ladeburger drauf und dran für die endgültige Entscheidung zu sorgen. Einzig SVT-Keeper Weinknecht stellte sich den Angriffen des Gegners unermüdlich in den Weg und brachte die Stürmer der Gäste schier zum Verzweifeln. Mit teilweise spektakulären Paraden hielt Weinknecht nicht nur seine Elf weiter im Spiel, sondern auch die vorhandene Spannung der Partie aufrecht. Das Team um Spielführer Petzold wirkte in der mittlerweile angebrochenen Schlussviertelstunde ideenlos und schien dem laufintensiven Spiel allmählich Tribut zollen zu müssen, sodass die Kruger im Spielaufbau kaum mehr an Tempo zulegen konnten und das eigene Angriffsspiel weitesgehend harmlos wirkte. Zu allem Überfluss musste Toptorjäger Rau den Platz in der 81. Spielminute angeschlagen verlassen. Rau wurde für die verbleibende Spielzeit durch Gallert ersetzt. Nach dem die Blau-Weißen auf der Gegenseite zahlreiche Tormöglichkeiten ungenutzt ließen und somit die Vorentscheidung verpassten, erarbeiteten sich die Gastgeber in der Schlussphase nochmals einen Freistoß auf der linken Außenbahn. Der ruhende Ball wurde aus dem Halbfeld von Prüßing hoch in den gegnerischen Sechzehner getreten. Dort stieg der aufgerückte Libero Derwanz im Zentrum am höchsten und köpfte das Leder direkt unter die Latte zum 2:2 ins Tor. Ein Treffer, den zu diesem Zeitpunkt nur noch die Wenigsten für möglich hielten und der für große Freude auf Seiten der Heimelf sorgte. Doch damit sollte es sich noch nicht um den Schlusspunkt der Begegnung handeln. Es lief bereits die dreiminütige Nachspielzeit als Titanias Torwart Weinknecht einen Ladeburger Flankenball abfing und mit einem weiten Abschlag den direkten Gegenangriff einleitete. Ladeburgs Lutze, der in der Zwischenzeit nach hinten geeilt war, wollte den letzten Kruger Angriffsversuch mit einem Befreiungsschlag unterbinden. Dabei unterlief ihm jedoch ein Querschläger, der unmittelbar im Lauf von Neumann landete. Dieser zögerte nicht und suchte vom linken Strafraumeck den direkten Torabschluss. Per Außenrist überwand Neumann schließlich Torhüter Kirk, welcher sich vergeblich streckte und den Gegentreffer zum 3:2 nicht mehr verhindern konnte. Was im Nachgang auf und neben dem Spielfeld ablief, lässt sich kaum in Worten beschreiben. Jeder der es mit den Titanen hält, lag sich in den Armen und feierte wenig später einen denkwürdigen Heimsieg.




Aufstellung



Durchschnittsalter:  26,0 Jahre


Auswechslungen:  46. Spielminute Stephan Schwarz <-> Patrick Peschke, 70. Spielminute Michél Stiffel <-> Oliver Bobermin, 81. Spielminute Oliver Rau <-> Marco Gallert

im Kader:  Waldemar Wirt, Michael Garreis, Justin Franke




Tore

1:0 Florian Neumann (49. Min.), 1:1 Christopher Knoll (60. Min.), 1:2 Christopher Knoll (71. Min.), 2:2 Patrick Derwanz (88. Min.), 3:2 Florian Neumann (90. Min.)




Schiedsrichter

Dieter Benkendorff



Zuschauer

35



Gelbe Karten

Titania:  Daniel Wieland (Unsportliches Verhalten)

Ladeburg:  /



Besondere Vorkommnisse

/







4. Spieltag: SV Tornow - SV Titania Kruge 2:9 (2:3)



Spielbericht


Titanen bestehen Charaktertest


Am 4. Spieltag setzte sich die Kruger Männermannschaft deutlich mit 9:2 (3:2) beim SV Tornow durch. Mit diesem Erfolg bestand die Prüßing-Elf nicht nur den viel beschworenen Charaktertest, sondern verschaffte sich insbesondere ein großes Polster auf die unteren Tabellenplätze.


Das Lachen kehrte nach dem Ausscheiden aus dem Kreispokal und der ersten Pflichtspielniederlage nach vier ungeschlagenen Partien schnell wieder in die Kruger Gesichter zurück. Wenngleich die Prüßing-Elf dem Post SV Zehlendorf II mit 2:1 unterlag, zeigte die Mannschaft wiederum einen engagierten Auftritt. Lediglich im letzten Angriffsdrittel ließ man die nötige Zielstrebigkeit vermissen, sodass die Niederlage durchaus ihre Berechtigung fand. Somit galt die volle Aufmerksamkeit ab sofort wieder der Meisterschaft und die Gedanken wanderten beim SVT nach dem Pokalaus prompt wieder zum kommenden Gegner dem SV Tornow. Die Duelle mit den Tornowern birgen stets viel Brisanz, da man hier zumeist die Favoritenrolle einnimmt und unweigerlich unter Zugzwang steht. Eine Position mit der sich die Titanen prinzipiell schwer tun. Nichtsdestotrotz lautete die Zielstellung vor der Partie eindeutig drei Punkte. Mit diesem Erfolg könnte das Team weitere wichtige Zähler sammeln, die für das Erreichen des gesteckten Saisonziels zwingend nötig sind. 


Das die Gäste der vorherrschenden Favoritenrolle durchaus gerecht werden wollten, wurde direkt nach Anpfiff der Begegnung deutlich. Mit einem geordneten und kontrollierten Spielaufbau versuchten die Titanen dem Tornower Abwehrbollwerk frühzeitig zu Leibe zu rücken. Auf der Gegenseite begaben sich die Hausherren in Lauerstellung und warteten auf mögliche Kontersituationen nach Kruger Ballverlusten. Dieses Vorhaben war bereits in der 3. Spielminute erstmals von Erfolg gekrönt. Nach einer Unachtsamkeit im Spielaufbau von Titanias Libero Derwanz erkämpfte sich der agile J. Buse das Leder an der gegnerischen Strafraumgrenze und lief im Anschluss ungehindert auf das Kruger Gehäuse zu. Dort ließ Buse SVT-Schlussmann Weinknecht keine Abwehrchance und hämmerte die Kugel zum 1:0 ins Netz. Ein Treffer, der für kurze Schockstarre auf Seiten der Gäste sorgte. Dennoch blieb die Prüßing-Elf auch in der Folgezeit das dominantere Team. Unvermindert attackierte die Mannschaft um Spielführer Petzold das Tor der Gastgeber, sodass Tornow sichtlich Mühe hatte, die eigene Führung aufrecht zu erhalten. In der 10. Spielminute sorgte schließlich eine Standardsituation für den überfälligen Ausgleichstreffer. Nach einem Eckball von Rau konnte L. Wieland im gegnerischen Sechzehner lediglich per Foulspiel am Torabschluss gehindert werden. Folgerichtig entschied der Unparteiische Maschke-Veit auf Strafstoß für die Gäste. Diesen nutzte Verteidiger Derwanz, um seinen Fehler aus der Anfangsphase wieder wett zu machen. Mit einem platzierten Schuss ins rechte untere Toreck markierte der Libero das wichtige 1:1 und brachte seine Mannschaft damit endgültig zurück ins Spiel. Auch im weiteren Verlauf blieb es eine temporeiche Partie, wobei die jeweiligen Defensivreihen nur wenige Erholungsphasen geboten bekamen. Scheiterten die SVT-Angreifer zunächst noch mehrfach am aufmerksamen Tornower Keeper Stegemann, war es in der 26. Spielminute ausgerechnet ein Torwartfehler, der die Titanen in Front brachte. Nach einem Ballgewinn von Bobermin in Höhe der Mittellinie spielte der Mittelfeldakteur das Leder auf die rechte Außenbahn zu Neumann. Titanias Dribbelkünstler startete einmal mehr einen seiner bekannten Sololäufe und legte die Kugel an der gegnerischen Strafraumgrenze quer auf L. Wieland. Dieser fackelte nicht lange und suchte unmittelbar den Torabschluss. Wielands scheinbar harmloser Schussversuch setzte ungewollt kurz vor Torhüter Stegemann auf, wodurch der Schlussmann den Ball nicht entscheidend kontrollieren konnte und ins Leere griff. Die Gäste nahmen dieses Geschenk dankbar an und bejubelten den Führungstreffer zum 1:2. Mit diesem Torerfolg erlangte das Offensivspiel des SVT ganz klar noch mehr Sicherheit, was durch die folgenden zielstrebigen Angriffsaktionen deutlich wurde. Jedoch dauerte es bis zur 41. Spielminute bis die Prüßing-Elf diese Überlegenheit in einen weiteren Treffer ummünzen konnte. Dabei bewies D. Wieland nach Zuspiel von Groh viel Übersicht und steckte das Spielgerät auf Stürmer Rau durch. Dieser nutzte seine Torjägerqualitäten, traf aus Nahdistanz zum 1:3 und sorgte mit diesem Tor offensichtlich für eine komfortable Halbzeitführung. Doch dabei hatten die Kruger die Rechnung ohne die willensstarken Hausherren gemacht. Tornow ließ sich weiterhin nicht beirren, wobei die Gastgeber insbesondere vom Spielverständnis ihres Angreifers Thiemann zerrten. Dieser leitete in der 43. Spielminute mit einer kurzen Körpertäuschung eine weitere Offensivaktion ein und setzte seinen Mitspieler Röhl gekonnt in Szene. Röhl suchte den Doppelpass mit Linksaußen Stolle und spitzelte das Leder schließlich am kurzen Pfosten zum 2:3 über die Torlinie. Mit diesem Anschlusstreffer und einer schweren Denkaufgabe schickte die Heimelf die Titanen nun in die Halbzeitpause.


Titanias Trainer Prüßing ließ sein Team zum zweiten Durchgang zunächst personell unverändert auf das Spielfeld zurückkehren. Doch der SVT hatte nun scheinbar verstanden, dass sich dieser Sieg noch lange nicht in trockenen Tüchern befand und für diesen Erfolg weitere Arbeit von Nöten ist. Dementsprechend traten die Titanen unmittelbar nach Wiederanpfiff auf. Die Mannschaft um Kapitän Petzold warf nun alles in die Waagschale. Mit ballsicheren Kombinationen riss man jetzt vermehrt Lücken in die gegnerische Abwehrreihe und kam folgerichtig immer wieder zum Torabschluss. Ein Doppelschlag von Rau und D. Wieland kurz nach dem Seitenwechsel sorgte endgültig für klare Verhältnis und brachte die Gäste auf die Siegerstraße. Coach Prüßing vollzog nun die ersten Wechsel, wobei die vorbelasteten Spieler Derwanz und Groh durch J. Papenfuß und Schwarz ersetzt wurden. Im Spiel der Gastgeber fand nun ein sichtbarer Bruch statt. Die Laufbereitschaft der Heimelf ließ im weiteren Verlauf merklich nach, wodurch sich für den SVT weitere Räume ergaben, die man durchaus zu nutzen wusste. Spannung sollte in dieser Partie keineswegs mehr aufkommen. In der Folgezeit entwickelte sich die Begegnung mehr und mehr in eine Richtung, was sich auch in den weiteren Torerfolgen wiederspiegelte. Die Treffer von Rau, L. Wieland und Neumann stellten letztendlich den deutlichen 9:2 Endstand her.




Aufstellung



Durchschnittsalter:  27,8 Jahre


Auswechslungen:  54. Spielminute Patrick Derwanz <-> Jonas Papenfuß, 58. Spielminute Thomas Groh <-> Stephan Schwarz, 84. Spielminute Daniel Wieland <-> Justin Franke

im Kader:  Waldemar Wirt, Michael Garreis, Mark Prüßing




Tore

1:0 Johannes Buse (3. Min.), 1:1 Patrick Derwanz (Foulelfmeter, 10. Min.), 1:2 Lukas Wieland (26. Min.), 1:3 Oliver Rau (41. Min.), 2:3 Florian Röhl (43. Min.), 2:4 Oliver Rau (48. Min.), 2:5 Daniel Wieland (52. Min.), 2:6 Oliver Rau (69. Min.), 2:7 Florian Neumann (75. Min.), 2:8 Lukas Wieland (79. Min.), 2:9 Florian Neumann (83. Min.)




Schiedsrichter

Sebastian Maschke-Veit



Zuschauer

29



Gelbe Karten

Titania:  Patrick Derwanz (Foulspiel), Lukas Wieland (Unsportliches Verhalten)

Tornow:  Robert Fenk (Foulspiel), Johannes Buse (Foulspiel)



Besondere Vorkommnisse

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Videos der Partie


Torerfolg zum 5:2 durch Daniel Wieland


Ansprache Kapitän Alexander Petzold nach dem Spiel







2. Runde Kreispokal: Post SV Zehlendorf II - SV Titania Kruge 2:1 (1:0)



Spielbericht


Spielbericht entfällt !




Aufstellung



Durchschnittsalter:  27,5 Jahre


Auswechslungen:  46. Spielminute Justin Franke <-> Marcel Stegemann, 64. Spielminute Michael Garreis <-> Michél Stiffel

im Kader:  Waldemar Wirt




Tore

1:0 Maik Bahro (16. Min.), 1:1 Daniel Wieland (52. Min.), 2:1 Florian Heyne (63. Min.)




Schiedsrichter

Dieter Benkendorff



Zuschauer

20



Gelbe Karten

Titania:  /

Post:  Florian Heyne (Unsportliches Verhalten)



Besondere Vorkommnisse

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3. Spieltag: SV Titania Kruge - SpG Groß Schönebeck/Zerpenschleuse 3:1 (2:1)



Spielbericht


Titanen beweisen den längeren Atem


Am 3. Spieltag bezwang die Kruger Männermannschaft die neu gegründete Spielgemeinschaft Groß Schönebeck/Zerpenschleuse mit 3:1 (2:1). In einer tropischen Hitzeschlacht erwies sich die Prüßing-Elf als das Team mit dem längeren Atem.


Mit der Spielgemeinschaft Groß Schönebeck/Zerpenschleuse empfingen die Titanen am 3. Spieltag eine völlig neu formierte Mannschaft. Der FSV Schorfheide Groß Schönebeck, der bis dato in der 2. Kreisklasse auf Torejagd ging, fusionierte vor dieser Spielzeit im Männerbereich mit der SG Minerva Zerpenschleuse, welche aufgrund ihres Abstieges aus der Kreisliga für die Spielberechtigung in der 1. Kreisklasse sorgte. Konstanter Spielermangel innerhalb beider Vereine sind die Ursache für die Gründung dieser zeitlich nicht begrenzten "Zweckgemeinschaft".

Auf Kruger Seite saß der Schock nach der Schulterverletzung von Spielführer Petzold in der Partie gegen den SV Waldhof Spechthausen tief. Mit seinem Ausfall erhielt das Lazarett des SVT weiteren unfreiwilligen Zuwachs. Neben dem Kapitän fehlen mit Prüßing (Muskelfaserriss) und E. Papenfuß (Schienbein- und Sprunggelenksbruch) weiterhin langfristig zwei Leistungsträger, sodass man im Kreise der Mannschaft gezwungen ist, noch enger zusammenzurücken. Dennoch wusste das Team von Trainer Prüßing auch vor dieser Begegnung um seine Möglichkeiten und gab sich dementsprechend kämpferisch.


Ein Kruger Akteur sollte bereits in den Anfangsminuten, dem Spiel seinen Stempel aufdrücken. Angreifer Neumann stellte frühzeitig unter Beweis, dass er im Duell der beiden Mannschaften den entscheidenden Unterschied ausmachen kann. Dabei sorgte der agile Flügelstürmer mit seinem Sololauf in der 4. Spielminute für das erste Achtungszeichen der Partie. Nach einem Zuspiel von D. Wieland in Höhe der Mittellinie zog Neumann unmittelbar die volle Aufmerksamkeit auf sich. Bei seinem folgenden Dribbling ließ er gleich fünf Gegenspieler stehen und ging den weiten Weg bis in den gegnerischen Strafraum, wo Neumann letztendlich nur per Foulspiel vom Ball zu trennen war. Die folgende Strafstoßentscheidung vom Unparteiischen Riedel zog dementsprechend auch nur wenige Proteste nach sich. Nach dem L. Wieland in der Vorwoche einen Elfmeter vergeben hatte, trat dieses Mal Libero Derwanz an den Punkt und legte sich die Kugel zurecht. Sein Schuss schlug unhaltbar zum 1:0 im rechten oberen Torwinkel ein und ließ Keeper Pelzer keine Abwehrchance. Auch im Nachgang waren es die Gastgeber, die sich spielbestimmend zeigten und deutlich mehr Spielanteile besaßen. Die Spielgemeinschaft tat sich insbesondere im Spielaufbau schwer. Dabei agierte die Mannschaft um Spielführer Buchholz zumeist fahrig. Die leichten Ballverluste in der Vorwärtsbewegung luden den SVT gegenüber förmlich zum Kontern ein. Folgerichtig boten sich den Hausherren im weiteren Verlauf zahlreiche Gelegenheiten, um die eigene Führung komfortabler zu gestalten. Die beste Chance vergab L. Wieland in der 20. Spielminute. Nach einem Steilpass von Groh, der die Titania Elf heute als Kapitän auf den Platz führte, zum startenden Rau, blieb der Kruger Stürmer zunächst an seinem Gegenspieler Severin hängen. Dennoch behauptete Rau das Leder im Zweikampf und bediente im Nachgang den besser postierten L. Wieland, dessen Schussversuch aus Nahdistanz jedoch über den Querbalken strich. Auf Seiten der Gäste blieb weiterhin vieles Stückwerk, sodass Belack und Peschke, die Verteidiger der Gastgeber, bis dato nur wenig Mühe hatten, das gegnerische Angriffsspiel im Keim zu ersticken. Einzig und allein ein Kopfball von Busse nach einer guten halben Stunde sorgte für kurze Aufregung im Kruger Abwehrverbund. Doch seinem Torabschluss mangelte es letztendlich an Präzision, wodurch Schlussmann Weinknecht den hohen Ball problemlos entschärfen konnte. In der 33. Spielminute markierte die Prüßing-Elf schließlich das überfällige 2:0. Hierbei nutzten die Titanen ein weiteres Mal eine Umschaltsituation. Ein schnell ausgeführter Einwurf von D. Wieland auf Groh ließ die Heimmannschaft ins eigene Angriffsspiel umschalten. Im Anschluss bewies Groh einmal mehr seine Spielmacherqualitäten. Mit einem punktgenauen Pass setzte der zentrale Mittelfeldspieler wiederum Neumann in Szene, der sich auf der rechten Außenbahn allein auf weiter Flur befand und seinen Gegenspielern enteilte. Erneut drang Neumann in den gegnerischen Sechzehner ein, wo sich der Stürmer eiskalt zeigte und die gelungene Kombination mit einem platzierten Schuss ins linke untere Toreck abschloss. Mit diesem Torerfolg schienen die Hausherren endgültig alles im Griff zu haben. Das dieser Umstand für Genugtuung sorgen kann und somit Gefahren birgt, wurde spätestens in der 42. Spielminute deutlich. Eine scheinbar ungefährliche Situation in Höhe der eigenen Eckfahne brachte den SVT urplötzlich in Bedrängnis und bescherte den Gästen prompt den Anschlusstreffer zum 2:1. Aufgrund mangelnder Kommunikation schenkten die Titanen das Spielgerät in dieser Situation leichtfertig her. Diesen Moment nutzte die Spielgemeinschaft geschickt. Während die Gastgeber noch über den Abstimmungsfehler debattierten, führte Angreifer Busse den Einwurf blitzschnell auf seinen Sturmpartner Haberlandt aus. Dieser ließ sich nicht lange bitten und traf per Außenrist ins kurze Eck. Damit hatten die Gäste den Spielverlauf auf den Kopf gestellt. Unmittelbar vor der Halbzeitpause schien die Begegnung vollständig zu kippen, denn wieder war es Haberlandt, der ohne Vorankündigung im Kruger Strafraum auftauchte und den direkten Torabschluss suchte. Doch Torhüter Weinknecht war auf dem Posten, kratzte die Kugel im letzten Moment aus dem Eck und hielt somit die 2:1 Halbzeitführung für seine Elf aufrecht.


Auch direkt nach Wiederanpfiff schien zunächst die Spielgemeinschaft das willensstärkere Team zu sein. Folgerichtig drückte die neu formierte Elf auf den nahenden Ausgleichstreffer. Zu diesem Zeitpunkt erwies sich insbesondere Angreifer Busse als unberechenbarer Faktor. Mit seiner Erfahrung spielte sich der Routinier gleich mehrfach in den Blickpunkt des Geschehens und stellte dabei vor allem seine Kopfballstärke unter Beweis. Allerdings schien der SVT an diesem Tag mit Glücksgöttin Fortuna im Bunde zu stehen, sodass man von einem weiteren Gegentreffer vorerst verschont blieb. Im weiteren Verlauf ging die Partie, die mit Temperaturen über 30 Grad eine tropische Hitze hervorrief, bei allen Beteiligten allmählich an die Substanz. Während die Gäste keine Wechselspieler aufbieten konnten, was bei diesem Klima einen klaren Nachteil darstellte, war die Kruger Ersatzbank erneut in Vielzahl besetzt. In der 62. Spielminute machte Trainer Prüßing von dieser Option das erste Mal Gebrauch. Schwarz wurde für die verbleibende Spielzeit durch Bobermin ersetzt. Dieser fügte sich nicht nur nahtlos ins Spielgeschehen ein, sondern belebte das Mittelfeld der Hausherren nochmals. Unmittelbar nach seiner Einwechslung setzte Bobermin seinen Mitspieler Stegemann mit einem präzisen Pass in Szene. Stegemann lief im Anschluss ungehindert auf das Gehäuse der Gäste zu. Doch bevor der Stürmer den Angriff abschließen konnte, pfiff Schiedsrichter Riedel die Situation aufgrund einer vermeintlichen Abseitsstellung zurück. Trotz des verpassten dritten Treffers gewannen die Titanen fortan wieder die Ballhoheit zurück, wodurch man das Mittelfeld nun wieder wie gewünscht kontrollierte. Dafür sorgte auch die folgende Einwechslung von J. Papenfuß für Belack. Mittlerweile war die Schlussviertelstunde angebrochen und beide Mannschaften kämpften sichtlich mit den eigenen Kräften. Ein weiterer Kruger Torerfolg hätte somit für eine vorzeitige Entscheidung in diesem Spiel sorgen können. Gegen einen weit aufgerückten Gegner, der in der verbleibenden Spielzeit unvermeidlich alles in die Waagschale werfen musste, ergaben sich fortan zahlreiche Kontersituationen. Diese wusste die Sturmreihe um Stegemann, Neumann und Rau jedoch nicht konsequent zu nutzen, wodurch die Begegnung auch in den Schlussminuten von ihrer Spannung lebte. Da die Spielgemeinschaft jetzt vorwiegend mit der Brechstange agierte, wollte man das eigene Mittelfeld auf Kruger Seite weiter stabilisieren. In der 86. Spielminute verließ Stegemann unter großem Applaus das Spielfeld. Garreis kam für ihn in die Partie und sollte dafür Sorge tragen, dass die drei Punkte endgültig unter Dach und Fach gebracht werden. Kurz nach der Einwechslung von Garreis war es dann Rau, der dem Nervenkitzel ein Ende bereitete und das entscheidende 3:1 erzielte. Nach einem Eckball der Gäste war es wiederum ein Tempogegenstoß, der den SVT vor das gegnerische Tor trieb. Nach einem weiten Diagonalball von Neumann, der somit an allen drei Kruger Toren beteiligt war, verschätzte sich Heinz. Dieser fungierte in dieser Situation als letzter Mann und setzte durch sein fehlerhaftes Stellungsspiel seinen Gegenspieler Rau ungewollt in Szene. Der Titania Stürmer umkurvte im Anschluss Torwart Pelzer und schob das Leder letztendlich zum viel umjubelten Sieg ins Tor. Der Kruger Heimerfolg wurde wenig später durch den Schlusspfiff des Unparteiischen Riedel besiegelt und sorgte für große Erleichterung bei den Hausherren, die damit nach drei Spieltagen ganze 7 Punkte auf der Habenseite verbuchen können.




Aufstellung



Durchschnittsalter:  28,7 Jahre


Auswechslungen:  62. Spielminute Stephan Schwarz <-> Oliver Bobermin, 70. Spielminute Andy Belack <-> Jonas Papenfuß, 86. Spielminute Marcel Stegemann <-> Michael Garreis

im Kader:  Waldemar Wirt, Justin Franke




Tore

1:0 Patrick Derwanz (Foulelfmeter, 4. Min.), 2:0 Florian Neumann (33. Min.), 2:1 Philipp Haberlandt (42. Min.), 3:1 Oliver Rau (89. Min.)




Schiedsrichter

Bernd Riedel



Zuschauer

35



Gelbe Karten

Titania:  Andy Belack (Foulspiel), Patrick Derwanz (Unsportliches Verhalten), Marcel Stegemann (Foulspiel), Oliver Rau (Unsportliches Verhalten)

Spielgemeinschaft:  Norman Heinz (Foulspiel), Martin Severin (Foulspiel)



Besondere Vorkommnisse

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2. Spieltag: SV Titania Kruge - SV Waldhof Spechthausen 3:3 (1:1)



Spielbericht


Turbulente Punkteteilung gegen Waldhof


Am 2. Spieltag trennten sich die Kruger Männermannschaft und der SV Waldhof Spechthausen in einer turbulenten Partie mit einem torreichen 3:3 (1:1) Unentschieden. Doch die Begegnung hatte mehr als nur zahlreiche Treffer zu bieten und hielt den ein oder anderen Aufreger parat.


Hinter den Gästen des SV Waldhof Spechthausen liegt eine lange Reise, wobei es nicht um das anstehende Auswärtsspiel bei der Titania Elf geht. Vielmehr handelt sich hierbei um eine regelrechte Achterbahnfahrt durch den Fussballkreis. Unmittelbar nach dem Kruger Aufstieg qualifizierten sich die Barnimer in der Saison 2016/17 für die Kreisliga und traten den Gang in eine höhere Spielklasse an. Dort durchlebte der SVW eine schwere und punktearme Saison, die nicht nur den freiwilligen Rückzug in die 2. Kreisklasse und somit unterste Liga des Kreises zur Folge hatte, sondern auch eine Umstrukturierung der eigenen Mannschaft nach sich zog. Das diese Spielklasse nicht dem Spechthausener Anspruch entspricht wurde wiederum in der vergangenen Spielzeit deutlich. Das Team vom Trainerduo Klatt/Löffler pflügte förmlich durch die Staffel, sodass am Ende ein nie gefährdeter Meistertitel und der folgende Aufstieg zu Buche stand. Nun scheint Waldhof mit der 1. Kreisklasse wieder in der gewünschten Heimat angekommen zu sein. Dennoch wird die Mannschaft um Kapitän Jäpel nicht als klassischer Aufsteiger gehandelt, der um den Klassenerhalt kämpft, sondern hegt sicher die ein oder andere Ambition auf die vorderen Tabellenplätze.

Auf Kruger Seite konnte man den späten Auswärtssieg beim SV Melchow/Grüntal zum Saisonauftakt glücklicherweise richtig einordnen. Trotz des Erfolges behielt die Prüßing-Elf Bodenhaftung und brach nicht zu Höhenflügen auf. Dennoch wusste das Team die hart erarbeiteten und gesicherten drei Punkte zu schätzen, sodass zumindest das Selbstvertrauen nicht darunter leiden sollte.


Dementsprechend motiviert trat die Heimelf in der Anfangsphase der Partie auf. Von Beginn an bot man den zweikampfstarken Spechthausenern Paroli und setzte insbesondere im Mittelfeld immer wieder Reizpunkte. Folgerichtig verzeichneten die Hausherren in der 5. Spielminute die erste Torgelegenheit des Spiels. Nach einem Eckball von Rau bewies Spielführer Petzold einmal mehr sein gutes Timing beim Kopfball, wobei er sich gegen seinen Gegenspieler Hochreuther durchsetzte und das Leder über Keeper Freund hinweg auf das gegnerische Tor köpfte. Als die Titanen und ihre Anhänger den Torschrei bereits auf den Lippen hatten, schritt SVW-Kapitän Jäpel zur Stelle und klärte Petzolds Kopfball im letzten Moment auf der Torlinie. Das jedoch speziell mit dem Angriffsduo Kreuzer und Beimler der Gäste jederzeit zu rechnen ist, offenbarte sich erstmals in der 8. Spielminute. Beide Offensivkräfte besitzen ihre Stärke insbesondere im Eins-gegen-Eins und stellten das bereits früh unter Beweis. In dieser Szene war es Kreuzer, der einen Diagonalball von Müller an der gegnerischen Strafraumgrenze geschickt abschirmte und anschließend umgehend den Torabschluss suchte. Der finale Schussversuch verfehlte sein Ziel allerdings denkbar knapp und strich haarscharf über den Querbalken. Auch im Nachgang blieb es eine offensiv geprägte Begegnung, welche in der 10. Spielminute den ersten Treffer vorzuweisen hatte. Dabei profitierten die Gastgeber zunächst abermals von einem Sololauf vom pfeilschnellen Neumann. Dieser behielt auf der rechten Außenbahn im Duell mit Boness die Oberhand und legte das Spielgerät im Anschluss quer ins Zentrum zu Stegemann. Der Routinier, der in dieser Saison erstmals in der Startelf agierte, leitete die Kugel per Direktpass in die Spitze auf Rau weiter. Auch Rau setzte sich im direkten Zweikampf mit seinem Gegenspieler Jäpel durch und spitzelte den Ball letztendlich zum 1:0 ins Tor. Damit hatten die Hausherren das erste Achtungszeichen an diesem Tag gesetzt. Jedoch zeigte sich im weiteren Verlauf, dass die Titanen weite Wege gehen mussten, um diese Partie erfolgreich zu gestalten, denn vor allem Spechthausens Mittelfeldmotor Hochreuther riss in der Zentrale durch seine Laufwege stets Lücken, die durch die Kruger Hintermannschaft nur schwer zu füllen waren. Diese entstandenen Lücken gaben den eigenen Stürmern vermehrt Freiräume. Doch die Titania Verteidiger Petzold und Peschke verrichteten in dieser Phase der Partie einen guten Job, wodurch die Gäste nur vereinzelt zu Torabschlüssen kamen, welche allerdings kaum Gefahr ausstrahlten. Wenngleich sich der SVT defensiv gut eingestellt zeigte, verbuchte die Prüßing-Elf gegenüber im Angriff nur wenige gelungene Aktionen. Umso überraschender bot sich den Gastgebern in der 33. Spielminute plötzlich die Chance, die eigene Führung weiter auszubauen. Dabei behauptete Neumann das Leder zunächst auf dem rechten Flügel und versuchte anschließend seinen Sturmpartner Stegemann per Flankenball in Szene zu setzen. Doch bevor Stegemann an den Ball gelangen konnte, blockte ein Gästespieler die Kugel im eigenen Strafraum mit der Hand ab. Der Unparteiische Plein hatte die Situation genau im Blick und entschied prompt auf Strafstoß. Dieses Mal war es L. Wieland, der sich den Ball zurecht legte und zum Elfmeter antrat. Sein unplatzierter Schussversuch war jedoch leichte Beute für Schlussmann Freund, der per Fußabwehr zur Stelle war und somit einen höheren Rückstand für sein Team verhinderte. Doch für den SVT sollte es in der 35. Spielminute noch weitaus schlimmer kommen. Im direkten Gegenzug erarbeiteten sich die Spechthausener einen weiteren ihrer zahlreichen Freistöße. Auch dieser ruhende Ball wurde von Libero Jäpel hoch in den gegnerischen Sechzehner getreten, wo sich der aufgerückte Miserius gegen die Kruger Verteidigung durchsetzte und den Ball zum 1:1 ins kurze Eck köpfte. Kurz vor der Halbzeitpause war nun wiederum eine Reaktion der Heimelf gefragt und diese zeigte, dass auch nach dem Ausgleichstreffer mit ihnen zu rechnen ist. Nach einem Ballgewinn durch Groh und einer anschließenden Kontersituation war es letztendlich Schwarz, der das Spielfeld durch einen Diagonalball auf Stegemann in die Breite zog. Stegemann bewies in dieser Szene viel Übersicht und legte das Leder direkt auf den mitgelaufenen Rau ab, der ebenfalls nicht lange zögerte und sofort den Torabschluss suchte. SVW-Spieler Müller legte allerdings im letzten Moment per Grätsche sein Veto ein, sodass der Schussversuch von Rau abgefälscht wurde und lediglich an den Außenpfosten klatschte. Mittlerweile lief bereits die Schlussminute einer ereignisreichen ersten Halbzeit. Doch bevor beide Mannschaften den Gang in Kabine antreten konnten, hatte die Begegnung noch einen weiteren Aufreger zu bieten. Wieder war es ein Freistoß der Gäste, der für Aufsehen sorgte. In diesem Fall jedoch im negativen Sinne. Kurz vor der Ausführung gaben sich Kruges Kapitän Petzold und sein Gegenspieler Kreuzer dem üblichen Gerangel vor einer solchen Standardsituation hin. Dabei konnte Kreuzer seine Nerven jedoch nicht im Zaum halten. Per Ellenbogenschlag streckte er den Rechtsverteidiger des SVT nieder. Folgerichtig verwies der aufmerksame Schiedsrichter Plein den Übeltäter umgehend des Feldes, sodass Waldhof die verbleibende Spielzeit in Unterzahl bestreiten musste. Viel schlimmer wog allerdings die Verletzung von Spielführer Petzold. Dieser wurde in der anschließenden Halbzeitpause vorsorglich ausgewechselt und suchte nach der Begegnung noch die Rettungsstelle auf, wo ihm der Schulterknochen eingerenkt wurde. Sein Ausfall in den kommenden Wochen fällt nach der Verletzung von Youngster Prüßing selbstverständlich besonders schwer ins Gewicht. Wir werden die Aktion von Kreuzer an dieser Stelle bewusst unkommentiert lassen.


Nach dem Seitenwechsel sollte Bobermin die Rechtsverteidigerposition des scheidenden Petzold bekleiden. In der folgenden Überzahl trafen die Hausherren taktisch allerdings nur noch selten die richtigen Entscheidungen. Stand man im ersten Durchgang im Defensivverbund stets dicht gestaffelt, womit man die Räume insbesondere für die gegnerischen Angreifer stets eng machte, versuchte man Spechthausen nun frühzeitig im Spielaufbau zu stören. Dabei ließen die Titanen jedoch die Geschlossenheit vermissen, sodass die Abstände zwischen Angriff und Verteidigung fortan deutlich zu groß gerieten. Das hatte wiederum zur Folge, dass die Gäste das Mittelfeld problemlos mit weiten Bällen überbrücken konnten. In der Abwehr befand sich die Hintermannschaft um Libero Derwanz jetzt zumeist allein auf weiter Flur. Diesen Umstand nutzte der abgebrühte und erfahrene Beimler in der 52. Spielminute schließlich zum 1:2. In gewohnter Manier tankte sich der Stoßstürmer im gegnerischen Strafraum durch und vollendete gekonnt aus Nahdistanz. SVT-Trainer Prüßing setzte im Nachgang mit der Einwechslung von D. Wieland für L. Wieland nochmals ein offensives Zeichen. D. Wieland fand auch prompt eine Bindung zum Spiel. Folgerichtig liefen viele Offensivaktionen fortan über die linke Außenbahn. Doch dem Kruger Angriffsspiel mangelte es weiterhin an Durchschlagskraft. Zwar zog man den Spielaufbau wieder vermehrt in die Breite, doch die nötige Laufbereitschaft ging den Hausherren oftmals ab. In der 68. Spielminute sorgte dann eine Abwehraktion von Peschke für das vermeintlich vorentscheidende 1:3. Einen Flankenball von Spechthausens Müller versuchte der Linksverteidiger per Kopfball aus der Gefahrenzone zu befördern. Dabei rutschte ihm das Spielgerät aber unglücklicherweise über den Scheitel und segelte letztendlich unhaltbar in den linken oberen Torwinkel. Damit schienen Sieger und Verlierer in dieser Partie bereits ermittelt zu sein. Wenngleich der Kruger Fussball an diesem Tag nur wenig positive Erwähnung fand, muss man zumindest die Einstellung  des Teams hervorheben. Trotz Zwei-Tore-Rückstand glaubte die Mannschaft offenbar weiter an sich und brachte das in der Schlussviertelstunde auch auf den Platz. Lohn dafür war der Anschlusstreffer zum 2:3 in der 75. Spielminute. Entgegen den eigenen mannschaftlichen Vorgaben spielte Schwarz den Ball in dieser Situation per Steilpass in die Tiefe und fand seinen Mitspieler Stegemann. Während Waldhof Keeper Freund kurz zögerte, lief Stegemann zielgerichtet auf das gegnerische Gehäuse zu und traf abschließend aus spitzem Winkel ins lange Eck. Mit diesem Treffer war die Kruger Motivation endgültig geweckt. Zudem schien den, in Unterzahl agierenden, Gästen allmählich die notwendige zweite Luft auszugehen. SVT-Trainer Prüßing nutzte nun seine letzte Wechseloption und brachte mit Stiffel für Schwarz weitere frische Kräfte in die Begegnung. Die Heimelf verlagerte in den Schlussminuten alles in die Offensive und wollte somit den Ausgleich erzwingen. Das sollte durch eine gelungene Kombination in 89. Spielminute auch geschehen. Nach einer temporeichen Spieleröffnung durch Groh und Neumann war es auf der rechten Außenbahn Bobermin, der die Kugel nochmals hoch in den Strafraum der Spechthausener brachte. Die Hereingabe fand Stegemann, der den Ball per Kopf an Innenpfosten setzte, von wo das Leder letztendlich ins Tor sprang und für großen Jubel auf Seiten der Gastgeber sorgte. Mit diesem Torerfolg stellte Stegemann zeitgleich den 3:3 Endstand her und bescherte seinem Team einen wichtigen Punkt in einer tempogeladenen Partie.




Aufstellung



Durchschnittsalter:  27,6 Jahre


Auswechslungen:  46. Spielminute Alexander Petzold <-> Oliver Bobermin, 56. Spielminute Lukas Wieland <-> Daniel Wieland, 81. Spielminute Stephan Schwarz <-> Michél Stiffel

im Kader:  Waldemar Wirt, Michael Garreis, Justin Franke




Tore

1:0 Oliver Rau (10. Min.), 1:1 Marcel Miserius (35. Min.), 1:2 Vitali Beimler (52. Min.), 1:3 Patrick Peschke (Eigentor, 68. Min.), 2:3 Marcel Stegemann (75. Min.), 3:3 Marcel Stegemann (89. Min.)



Schiedsrichter

Mario Plein



Zuschauer

40



Gelbe Karten

Titania:  Lukas Wieland (Foulspiel)

Waldhof:  Amir Tunje (Unsportliches Verhalten), Dominik Hochreuther (Unsportliches Verhalten)



Besondere Vorkommnisse

33. Spielminute Tom Freund (SV Waldhof Spechthausen) hält Handelfmeter von Lukas Wieland (SV Titania Kruge)

45. Spielminute Rote Karte für Robert Kreuzer (SV Waldhof Spechthausen) nach Tätlichkeit an Alexander Petzold (SV Titania Kruge)






1. Spieltag: SV Melchow/Grüntal - SV Titania Kruge 2:3 (1:2)

 

 

Spielbericht

 

Petzold sorgt für Kruger Jubelsturm

 

Zum Saisonauftakt der 1. Kreisklasse Ost gewann die Kruger Männermannschaft ihr Auswärtsspiel beim SV Melchow/Grüntal mit 3:2 (2:1). Dabei mussten die Titanen und ihre mitgereisten Anhänger bis zur Schlussminute zittern, ehe Kapitän Petzold seine Elf mit einem wuchtigen Kopfball erlöste und den viel umjubelten Siegtreffer erzielte.

 

Will man den letzten Sieg einer Kruger Männermannschaft am 1. Spieltag ausfindig machen, muss man bis ins Jahr 2015 zurückblicken. In der damaligen Aufstiegssaison bezwang die Prüßing-Elf den SV Grün-Weiß Niederfinow mit 3:1 und erwischte somit letztmals einen Start nach Maß. Seitdem sieht die Bilanz der Titanen ziemlich dürftig aus. Neben zwei Niederlagen, darunter eine derbe 1:9 Klatsche gegen den Eberswalder SC, konnte man am Saisonbeginn lediglich ein Unentschieden erringen und blieb seit jeher ohne Auftaktsieg. Diese Serie sollte nun endlich ein Ende finden und die Vorzeichen dafür standen durchaus gut. Mit einem 18-Mann starken Kader traten die Kruger die Auswärtsreise zum SV Melchow/Grüntal an, sodass Trainer Prüßing personell nahezu aus dem Vollen schöpfen konnte.

 

Die Titanen, die sich erneut offensiv in einem 3-4-3 ausrichteten, taten sich in der Anfangsphase sichtlich schwer darin, ins Spiel zu finden. Speziell auf den Außenbahnpositionen hatte man bei den weiten Diagonalbällen der gegnerischen Hintermannschaft immer wieder das Nachsehen und fand kaum in die Zweikämpfe, sodass die Melchower Flügelspieler Puls und Scholz vermehrt bis zur Grundlinie durchbrechen konnten und den SVT-Strafraum mit ihren Hereingaben stets lichterloh brennen ließen. Gestalteten die Gastgeber ihre Angriffsversuche in der gegnerischen Spielhälfte zunächst noch deutlich zu unpräzise, waren ihre Bemühungen in der 9. Spielminute schließlich von Erfolg gekrönt. Ein Flankenball von Bartoszynski, der im Halbfeld völlige Narrenfreiheit besaß, fand Mitspieler Scholz am langen Pfosten. Dieser legte das Leder geschickt per Direktpass auf den aufgerückten Schulz ab. Der Routinier ließ sich im Anschluss nicht lange bitten und hämmerte das Spielgerät mit einem satten Schuss zum 1:0 ins Kruger Gehäuse. Nach diesem frühen Rückstand war zwingend eine Reaktion seitens der Gäste gefordert. Diese schienen sich in der Folgezeit mehr und mehr aufzubäumen, wobei sich die Mannschaft um Spielführer Petzold regelrecht ins Spiel kämpfte. Zahlreiche gewonnene Zweikampfduelle sorgten dafür, dass der Kruger Wille endlich geweckt wurde und man nun auch die Defensive der Hausherren vermehrt unter Druck setzte. Dabei machte insbesondere das Angriffstrio um Papenfuß, Neumann und Rau auf sich aufmerksam. Mit geschickten Kombinationen fanden die Stürmer gleich mehrfach den Weg in den gegnerischen Strafraum und strahlten dabei nun die erhoffte Torgefahr aus. Diese konnten die Titanen in der 19. Spielminute erstmals ummünzen. Nach einem starken Dribbling von Neumann war es Rau, der das Leder im Zentrum behauptete und gleich zwei Gegenspieler abschüttelte. Diese schienen die Situation im letzten Moment doch noch bereinigen zu können, allerdings war Rau wiederum zur Stelle und blockte den Klärungsversuch des Verteidigers per Fußabwehr. Dadurch bekam die Kugel einen unwahrscheinlichen Drall, sodass Torhüter Römmert keine Möglichkeit mehr besaß an den Ball zu gelangen und dieser unhaltbar zum 1:1 im unteren rechten Toreck einschlug. Damit hatte der SVT eine Antwort zum richtigen Zeitpunkt parat. Im weiteren Verlauf entwickelte sich eine temporeiche Partie, in der sich die Melchower und die Kruger fortan mit offenem Visier begegneten. Dabei suchten beide Mannschaften stets den direkten Pass in die Spitze, wodurch sich auf beiden Seiten immer wieder Torraumszenen ergaben. Während L. Wieland in der 30. Spielminute für die Titanen in aussichtsreicher Position verzog, war es im direkten Gegenzug Melchows Edel, der per Flachschuss lediglich den linken Außenpfosten traf und somit die erneute Führung für sein Team verpasste. Die Begegnung wog jetzt unvermindert zwischen den jeweiligen Strafräumen hin und her. Nach 43 Spielminuten war es dann abermals Rau, der eine Kruger Offensivaktion vollendete und zum 1:2 traf. In dieser Szene führte L. Wieland einen Einwurf in Höhe der Mittellinie schnell auf J. Papenfuß aus. Den anschließenden Querpass verarbeitete Neumann geschickt. Der, auch an diesem Tag, laufstärkste Titane leitete die Kugel per Volleyschuss auf Rau weiter. Dieser befand sich auf der linken Außenbahn allein auf weiter Flur und ging mit hohem Tempo in den gegnerischen Sechzehner, wo er sich eiskalt zeigte und den Ball an Keeper Römmert vorbei ins Tor schob. Zeitgleich bescherte Rau seinem Team damit die wichtige 1:2 Halbzeitführung.

 

Trainer Prüßing wollte die Weichen im zweiten Spielabschnitt endgültig auf Sieg stellen. Dafür brachte der Coach mit Stegemann, anstelle von D. Wieland, einen weiteren klassischen Stürmer in die Partie. Doch auch nach dem Seitenwechsel erwischte der SVT keinen guten Start. Die Mannschaft um Kapitän Petzold präsentierte sich im Spielaufbau oftmals zu übereifrig und verlor dadurch zu einfach die Ballkontrolle. Auf der Gegenseite machten sich die Gastgeber die leichtfertigen Kruger Ballverluste zu Nutze, wobei die Hausherren fortan vermehrt den Torabschluss suchten. Beispielhaft dafür steht der Melchower Torerfolg zum 2:2 in der 51. Spielminute. Ein ungenaues Abspiel von J. Papenfuß in Höhe des eigenen Strafraums brachte erneut die gegnerische Angriffsreihe ins Spiel. Youngster Scholz, der während der kompletten Spieldauer sehr auffällig agierte, fackelte nach dem Ballgewinn wiederum nicht lange und schloss die Aktion nach einer kurzen Körpertäuschung per Distanzschuss ab. Sein Schussversuch setzte tückisch vor Titanias Schlussmann Weinknecht auf, sodass dieser die Hand nicht mehr entscheidend hinter den Ball bekam und den zweiten Gegentreffer des Tages hinnehmen musste. Das Momentum lag jetzt eindeutig auf der Seite der Heimelf. Melchow trat im weiteren Verlauf wieder deutlich aggressiver auf und war sichtlich um Spielkontrolle bemüht. Dabei besaßen die Gastgeber durchaus Gelegenheiten, um die erneute Führung zu markieren. Doch sowohl ein Kopfball von Zuz, als auch ein Volleyschuss von Stieglitz strichen denkbar knapp am Kruger Gehäuse vorbei, sodass die Gäste gleich zweimal von Glücksgöttin Fortuna profitierten. In der 65. Spielminute zog SVT-Trainer Prüßing schließlich seine nächste Wechseloption. Mittelfeldakteur Bobermin wurde für die verbleibende Spielzeit durch Schwarz ersetzt. Beiden Teams war mittlerweile anzumerken, dass man das Ergebnis keineswegs nur verwalten wollte, sondern weiterhin an einen möglichen eigenen Siegtreffer glaubte. Auf Kruger Seite rückte der eingewechselte Stegemann jetzt mehr und mehr in den Blickpunkt des Geschehens. Der Angreifer zeigte sich in der Nähe der gegnerischen Abwehrreihe als stetiger Unruheherd und war jederzeit anspielbar. Daran schien sich die gesamte Titania Mannschaft nochmals hochzuziehen. Folgerichtig schienen die Gäste dem vermeintlich entscheidenden Tor zu diesem Zeitpunkt etwas näher zu sein. Der SVT setzte seine Offensivakteure in der Schlussphase fortan immer wieder gefährlich in Szene. Jedoch mangelte es der Kruger Sturmreihe beim Torabschluss häufig an der nötigen Präzision. Zunächst war es Rau, der nach einem mustergültigen Pass von Peschke den Ball knapp über den Querbalken jagte und somit seinen dritten Treffer an diesem Tag verpasste. Wenig später war dann der agile Stegemann zur Stelle. Der Routinier fing einen Abschlag von Torhüter Römmert im artistischen Stil ab und lief anschließend ungehindert auf das Tor der Hausherren zu. Doch auch Stegemanns finaler Schussversuch verfehlte den Melchower Kasten und somit das anvisierte Ziel, wodurch das Unentschieden vorerst weiterhin Bestand hatte. In der 85. Spielminute nutzten die Gäste schließlich ihre letzte Wechselmöglichkeit. Dabei betrat Gallert das Spielfeld für J. Papenfuß und die Schützlinge von Trainer Prüßing setzten in den Schlussminuten offensiv sichtlich alles auf eine Karte, wobei man das Spielgerät weiterhin zielstrebig nach vorne trieb. Es lief bereits die Schlussminute, als Rau in Höhe der gegnerischen Eckfahne nochmals einen Freistoß für seine Elf erkämpfte. Diesen brachte der Gefoulte selbst hoch in den gegnerischen Strafraum, wo Petzold in gewohnter Manier die Lufthoheit besaß, sich gegen seinen Gegenspieler durchsetzte und die Kugel wuchtig zum 2:3 in die Maschen köpfte. Im Anschluss stand der Melchower Sportplatz Kopf und scheinbar jeder, der es mit den Titanen hielt, lag sich freudestrahlend in den Armen. In der folgenden Nachspielzeit warfen sich die Gäste ein letztes Mal geschlossen in die Zweikämpfe und brachten den ersten Saisonsieg, der mit dem Schlusspfiff vom unauffällig agierenden Unparteiischen Giese besiegelt wurde, über die Zeit. 

 

 

 

Aufstellung

 

 

Durchschnittsalter:  27,0 Jahre

 

Auswechslungen:  46. Spielminute Daniel Wieland <-> Marcel Stegemann, 65. Spielminute Oliver Bobermin <-> Stephan Schwarz, 85. Spielminute Jonas Papenfuß <-> Marco Gallert

im Kader: Waldemar Wirt, Michael Garreis, Michél Stiffel, Justin Franke

 

 

 

Tore

1:0 Martin Schulz (9. Min.), 1:1 Oliver Rau (19. Min.), 1:2 Oliver Rau (43. Min.), 2:2 Chris Scholz (51. Min.), 2:3 Alexander Petzold (90. Min.)

 

 

 

Schiedsrichter

Berthold Giese

 

 

Zuschauer

50

 

 

Gelbe Karten

Titania:  Lukas Wieland (Foulspiel), Thomas Groh (Unsportliches Verhalten), Patrick Derwanz (Unsportliches Verhalten)

Melchow/Grüntal:  Tom Puls (Foulspiel), Chris Scholz (Foulspiel)

 

 

Besondere Vorkommnisse

/

 

 

 

 

 

1. Runde Kreispokal: FV Liebenwalde II - SV Titania Kruge 0:5 (0:3)



Spielbericht


Spielbericht entfällt !




Aufstellung



Durchschnittsalter:  26,1 Jahre


Auswechslungen:  46. Spielminute Michél Stiffel <-> Justin Franke, 60. Spielminute Mark Prüßing <-> Stephan Schwarz, 75. Spielminute Thomas Groh <-> Michael Garreis

im Kader:  Waldemar Wirt, Mark Kindermann




Tore

0:1 Alexander Petzold (37. Min.), 0:2 Florian Neumann (43. Min.), 0:3 Florian Neumann (45. Min.), 0:4 Oliver Rau (62. Min.), 0:5 Justin Franke (75. Min.)




Schiedsrichter

Dieter Müller



Zuschauer

20



Gelbe Karten

/



Besondere Vorkommnisse

/



Bilder der Partie