SV Titania Kruge e.V.
Stolz & Treu



Der Spielbetrieb ruht derzeit deutschlandweit. Einmal mehr die Gelegenheit, um die Titanen zu Wort kommen zu lassen. Wir haben Mark Prüßing gebeten, die aktuelle Lage rund um das Thema Corona im Punkto Amateurfussball einzuschätzen. Außerdem verriet uns der Youngster der Männermannschaft im ausführlichen Interview wie er vom Bolzplatz direkt zu einem der renommiertesten Ausbildungsvereine der Region kam und welche Vor- und Nachteile es hat, der Sohn des Trainers zu sein.



Mark, der zweite Lockdown innerhalb eines Jahres bremst den Amateursport erneut ein. Wie vertreibst du dir aktuell die fussballfreie Zeit?


Sport war schon immer ein Teil meines Lebens. Von daher vertreibe ich mir auch jetzt noch meine Zeit mit sportlichen Aktivitäten. Nur halt nicht mehr gemeinsam auf dem Sportplatz, sondern alleine zu Hause.



Im Juni 2019 hast du dein Pflichtspieldebüt für Titania mit zwei Toren und zwei Assists überaus erfolgreich gefeiert. Die Corona Pandemie hat dir seit dem die Möglichkeit auf zahlreiche weitere Spiele genommen. Wie beurteilst du persönlich die Entscheidung, den Trainings- und Spielbetrieb vorerst wieder ruhen zu lassen?


Ich tue mich zwar schwer damit, dass der Amateurfussball lahmgelegt wurde und andere Aktivitäten weiterhin erlaubt sind, aber da meiner Meinung nach die Gesundheit an erster Stelle steht, kann ich diese Entscheidung durchaus auch nachvollziehen. Erst recht wenn man bedenkt, dass spätestens beim ersten Eckball ein Dutzend Spieler eng aneinander stehen und man aber gleichzeitig in jedem Geschäft eine Maske tragen bzw. 1,5 Meter Abstand halten muss.



Abschließende Frage zu dieser leidigen Thematik: Denkst du die aktuelle Saison wird vollständig absolviert?


Nein. Ich bin zwar kein Prophet, aber wenn sich das nur ansatzweise so verhält wie in diesem Jahr, haben wir spätestens im März den nächsten Lockdown und damit die gleiche Situation wie in der letzten Spielzeit. Dazu kommt, dass man nicht einmal geschafft hat, die Hinrunde komplett zu absolvieren. Ich hoffe natürlich, wie wahrscheinlich auch jeder andere Fussballfreund, dass es einen Weg gibt bzw. die Möglichkeit besteht, die Saison zu Ende zu spielen, aber wirklich glauben kann ich daran nicht. 



Kommen wir zum Sportlichen. In der Jugend hast du nicht nur für Titania, sondern auch für den FV Preußen Eberswalde, einem der renommiertesten Ausbildungsvereine der Region, gekickt. Wie kam der Kontakt dorthin zustande?


Zum damaligen Zeitpunkt hatte ich noch nie im Verein Fussball gespielt, sondern lediglich auf dem Bolzplatz in der Schule gekickt. Währenddessen haben alle meine Freunde bereits im Verein gespielt und so kam es dann dazu, dass mich ein Freund nach dem Kicken gefragt hat, ob ich nicht mit ihm im Verein spielen wolle. Daraufhin habe ich meinen Vater gefragt, welcher zugestimmt hat und so hatte ich schon am nächsten Tag ein Probetraining bei Preußen Eberswalde.



Welche Altersklassen hast du bei Preußen durchlaufen und wo lag damals der genaue Unterschied innerhalb der fussballerischen Ausbildung gegenüber anderen Vereinen?


Bei Preußen habe ich die E- und D-Jugend durchlaufen. Zuerst muss man natürlich sagen, dass man mehrmals die Woche Training hatte. So konnte man sich natürlich die Zeit nehmen, um bestimmte Themen wie zum Beispiel Ballsicherheit oder taktisches Verständnis zu verbessern. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass wir zu Beginn jeder Trainingseinheit eine Viertelstunde mit dem Ball in ein 5 x 5 Meter abgestecktes Feld mussten. Auch beim Torschusstraining wurde nicht nur "stumpf" auf das Tor geschossen, sondern vorher musste in Kombination stets eine fussballtechnische Aufgabe gelöst werden. Außerdem wurde vorausgesetzt, dass man an trainingsfreien Tagen die Dinge verbessert, welche im Training noch nicht funktioniert haben.



Nach einigen erfolgreichen Jahren hast du dich dann mit Titania deinem Heimatverein angeschlossen. Was war dafür ausschlaggebend?


Es war für mich nie die Frage ob, sondern wann ich für Titania auflaufe. Aber einer der ausschlaggebenden Punkte war mein Vater. Er hat schon immer für Titania gelebt und das bekommt man natürlich auch schon als kleines Kind mit, sodass ich schon in jungen Jahren ein positives Gefühl hatte, wenn es hieß: Heute fahren wir zum Sportplatz! Dazu kommt natürlich auch, dass ich trotz allem jederzeit bei den Titanen mittrainiert habe und somit auch schon immer ein gutes Verhältnis zur Mannschaft hatte.



Bei der Männermannschaft läufst du nun unter deinem Vater auf. Welche Vor- und auch Nachteile sind damit verbunden?


Ein ganz klarer Vorteil ist das persönliche Verhältnis zum Trainer. Ich musste mir nie Sorgen darüber machen, ob ich mit dem Trainer menschlich gut zurecht komme, da ich mit ihm schon mein ganzes Leben zurecht gekommen bin. Hinzu kommt, dass ich ganz anders auf, sowie neben dem Platz mit ihm kommunizieren kann. Die Art und Weise kennt man ja schon von zu Hause aus dem Wohnzimmer. Andersherum wird man nie obkjektiv betrachtet. Man ist und bleibt stets der Sohn des Trainers. Aber der größte Nachteil ist, dass man immer eine Stunde vor allen anderen Spielern auf dem Sportplatz ist (lacht).



Wechseln wir zum aktuellen Saisongeschehen. Hinter eurer Mannschaft liegt ein enorm schwerer Saisonstart mit lediglich 3 Punkten aus den ersten 5 Partien. Warum brauchte das Team in dieser Spielzeit so lange, um in Tritt zu kommen?


Ehrlich gesagt, kann ich es mir selber kaum erklären. Wir sind super mit einem 5:0 Heimerfolg gestartet. Dann kassiert man zwei Niederlagen gegen zwei Mannschaften aus den aktuellen Top 3. Diese beiden Rückschläge haben uns dann in einen Negativstrudel verfrachtet, aus dem wir uns auch anschließend zunächst nicht befreien konnten. Allerdings konnten wir uns dann auch wieder aufrappeln und eine Siegesserie hinlegen, was der Mannschaft, aber auch unserem Punktestand sehr gut getan hat.



Persönlich konntest du dich mit einem Tor und einem Assist bisher zweimal in die Scorerliste eintragen. Wurde dein Potential damit bereits ausgeschöpft oder siehst du Steigerungsmöglichkeiten?


Mehr geht natürlich immer. Ich bin schon immer sehr kritisch mit meinen eigenen Leistungen umgegangen, von daher wäre für mich persönlich mehr drin gewesen. Dabei darf man aber auch nicht vergessen, dass das Team an erster Stelle steht und ich meine persönlichen Statistiken stets hinten anstelle. Ich würde sagen: Potential angekratzt.



Der Klassenerhalt wurde vom Trainer als oberstes Saisonziel ausgegeben, dem sich alle unterzuordnen haben. Unabhängig vom weiteren Saisongeschehen, welches Ziel hältst du für realistisch?


Der Klassenerhalt sollte in jedem Fall an oberster Stelle stehen. Dennoch denke ich, dass wir durchaus gute Chancen auf einen Mittelfeldplatz haben. Vorausgesetzt wir spielen weiterhin so wie in den letzten Partien und konzentrieren uns auf unsere Stärken.



Zum Abschluss der Klassiker. Vervollständige den Satz "Titania bedeutet für mich …"


Titania bedeutet für mich Familie!



Mark, wir danken dir für deine Zeit und deine ausführlichen Antworten. Wir hoffen, dass wir dich und das gesamte Team bald auf dem Spielfeld wiedersehen!









Allmählich scheint wieder etwas Normalität in den Amateur-Fussballalltag einzukehren. Höchste Zeit, um mal wieder in das Team der Kruger Männermannschaft hinein zu hören. Dieses Mal stand uns mit Patrick Peschke ein waschechter Titane Rede und Antwort. Wie der Linksfuß die abgelaufene Spielzeit einordnet, warum er mittlerweile ein Titania-Urgestein ist und aus welchen Gründen er früher sogar für den Verein getrommelt hat, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Interview.



Patrick, die Corona Fussballpause scheint sich vorerst mehr und mehr dem Ende entgegen zu neigen. Was hast du in dieser Zeit, im Hinblick auf den Fussball, am meisten vermisst?


Um ehrlich zu sein, die ganzen anderen ''Jummihunde". Mit den Meisten bin ich auch privat gut befreundet. Durch die unterschiedlichen Arbeitsorte und -zeiten sieht man sich oft leider nur noch beim Fussball. Da fehlt einem schon allein das Zusammensitzen und dummes Zeug reden. Natürlich aber auch das Spielen an sich. Aufgrund der Corona Maßnahmen war das Privatleben ja fast bis auf Null beschränkt und man war nur noch arbeiten. Da freue ich mich jetzt umso mehr darauf, dass es endlich wieder losgeht und wir unserem geliebten Hobby nachgehen können.



Zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs und mit der abschließenden Wertung der Spielzeit stand die Mannschaft auf dem 7. Tabellenplatz. Wäre dieses Ergebnis deiner Meinung nach auch unter "regulären Bedingungen" zum Saisonende möglich gewesen oder trügt die Platzierung ein wenig?


Ich denke, dass dieser Platz auch unter regulären Bedingungen möglich gewesen wäre. Wir sind gut aus der Winterpause gekommen und hätten wir weiterhin an die Leistungen der Hinserie angeknüpft, wäre mit etwas Glück vielleicht sogar eine noch bessere Platzierung bei den engen Abständen drin gewesen. So haben wir unser Saisonziel erreicht, leider hängt darüber aber der Schatten des Saisonabbruchs und jeder kann denken, wir stünden zu Unrecht da.



Mittlerweile steht auch die neue Spielzeit wieder in den Startlöchern. Während eure Elf weitesgehend unverändert und im Kern erhalten bleibt, dreht sich bei anderen Vereinen fleißig das Wechselkarussell. Wie beurteilst du, als Ur-Titane, die heutige Moral vieler Spieler hinsichtlich dem Thema Vereinswechsel?


Es ist für mich völlig unverständlich und ich kann da nur den Kopf schütteln. Wir spielen in einer der untersten Ligen. Zu wechseln, nur weil man in einem anderen Team vielleicht etwas erfolgreicher am Ende der Saison dastehen kann, macht für mich keinen Sinn. Es ist ein Hobby und da sollte der Spaß im Vordergrund stehen. Viele mit denen ich zusammenspiele, kenne ich schon von klein auf, ob es aus der Schule bzw. sogar dem Kindergarten oder aus sämtlichen Jugendklassen ist. Diese Verbundenheit und mit meinen Freunden mein Hobby teilen zu können, ist für mich das Wichtigste daran. Aber genau das macht unseren Verein aus und auch so anders als andere. Darum fühle ich mich hier auch so wohl. Leider hat eine Sportschau Recherche erst kürzlich gezeigt, dass schon in den untersten Ligen Geld eine Rolle spielt. Das sollte nicht sein.



Mit Mark Prüßing, Oliver Rau, Alexander Petzold und anderen rückten in den vergangenen Jahren vermehrt Spieler aus der eigenen Jugend in die Männermannschaft nach. Auch du bist damals als 18-jähriger Jungspund in die Männermannschaft gekommen. Welche Unterschiede erkennst du zwischen der damaligen und der heutigen Generation?


Ich sehe da keine großen Unterschiede. Damals hatte ich persönlich den Vorteil, dass wir eine A-Junioren Mannschaft hatten und ich schon zeitgleich ein Jahr lang bei beiden Mannschaften spielen konnte. So hatte ich die Möglichkeit, mich schon an die Männerklasse zu gewöhnen. Die Jüngeren von heute haben diese Möglichkeit nicht und kamen aus einer Pause zu uns und so dauert die Eingewöhnung etwas länger, weil einen Unterschied zwischen Junioren und Männer gibt es auf alle Fälle. Aber alle haben sich inzwischen super integriert und eingelebt und bringen enorme Qualität mit. Ich finde es vor allem toll, dass sie wieder dort hingekommen sind, wo sie das Fussball spielen erlernt haben und damit auch die Zukunft unseres Vereins sichern.



In deinen Anfangsjahren hast du noch mit Fussballgrößen wie Benjamin Ratheike, Sven Schulz oder Kai Fieleke, um nur einige zu nennen, zusammen gekickt. Wie beurteilst du das damalige fussballerische Niveau im Vergleich zu heute?


Da sind gleich die richtigen Namen gefallen. Sven Schulz war für mich einer der besten Spieler den wir je hatten, wenn es um technische Qualität und Spielübersicht geht. Benjamin Ratheike könnte man, bis auf den Körperbau, heute mit Robert Lewandowski vergleichen. Er hat vorne jeden Ball festgemacht und den gewissen Torriecher hatte er auch. Was er bis heute auch nicht verlernt hat, das kann ich bestätigen. Kai Fieleke war ein sehr guter Verteidiger, der körperlich sehr robust verteidigt hat. Alles in allem habe ich von ihnen und auch den anderen Größen damals viel gelernt. Als Juniorenspieler haben wir uns immer die Männerspiele angeschaut und sie bewundert. Haben sie probiert zu motivieren und zu unterstützen, sogar mit einer Trommel. Für mich war es ein riesen Moment, als ich mit ihnen spielen durfte und eine große Ehre. Das fussballerische Niveau ist aber heute genauso gut wie damals. Daran haben vor allem auch die jungen Spieler großen Anteil. Zwischenzeitlich hatte ich ein wenig Angst, weil unsere Jugendmannschaft zu meiner Zeit nicht gerade den ansehnlichsten Fussball spielte, dass es bei den Männern dann auch so wird, was sich aber nicht bestätigt hat.



Trainer Harald Müller war es damals, der dir den Spitznamen "Lahm" in Anlehnung an den damaligen Fussballprofi verpasste und dich als Verteidiger aufstellte. Eine Rolle mit der du dich heute noch identifizierst?


Ja, ich fühle mich auch heute noch sehr wohl auf dieser Position. Muss aber auch gestehen, dass ich gerne etwas weiter vorne spiele. Ich möchte am Spielgeschehen und Spielaufbau aktiv beteiligt sein. Aufgrund unseres Systems und wir daraus folgend als Außenverteidiger Manndeckung spielen, ist die Beteiligung bei Ballbesitz eher gering. Deshalb spiele ich eigentlich noch lieber eine Reihe weiter vorn. Am Wichtigsten ist mir aber überhaupt zu spielen und der Mannschaft, egal auf welcher Position, zu helfen. Wenn ich mal nicht spiele, wurmt mich das. Diesen Ehrgeiz habe ich.



Wir wollen uns ganz speziell mit einem der jüngsten Vereinserfolge, dem Aufstieg im Jahr 2016, befassen. Was hat dir persönlich dieser Aufstieg bedeutet?


Der Aufstieg bedeutet mir persönlich sehr viel und vor allem Teil davon gewesen zu sein. Ich habe es immer als Traum und Ziel gehabt, einmal aufzusteigen und eine riesen Aufstiegsfeier zu machen. Dies hatte sich in diesem Jahr erfüllt und darauf bin ich mächtig stolz, dass wir dies geschafft haben.



Welche Erinnerungen hast du noch an den Saisonverlauf?


Am Anfang der Saison hat keiner von uns den Gedanken an einen Aufstieg verschwendet. Wir hatten schwierige Jahre hinter uns. Ob es Spielermangel war oder auch schlechte Leistungen und Ergebnisse. Es stand schon die Frage im Raum, ob wir die Mannschaft abmelden. Sogar eine Fusion mit Beiersdorf wurde angesprochen. Aus damaliger und aus heutiger Sicht ist es zum Glück dazu nicht gekommen. Wir sind gut in die Saison gestartet und mit zunehmender Zeit und positiven Ergebnissen stieg auch das Selbstvertrauen. Wir haben uns dann nach der Winterpause einen Vorsprung erarbeitet und diesen auch nicht mehr hergegeben. So konnten wir dann auch relativ früh den Aufstieg unter Dach und Fach bringen. Leider verblassen mit der Zeit die Erinnerungen an jedes einzelne Spiel von dieser Saison.



In den Jahren zuvor sah es alles andere als nach Aufstieg aus. Warum konnte die Mannschaft ausgerechnet in dieser Saison so durchstarten und am Ende den Aufstieg feiern?


Die jungen Spieler Florian Neumann und Alexander Petzold hatten sich an den Männerbereich gewöhnt und konnten voll durchstarten. Waldi hat uns mit seiner Erfahrung und robusten Spielweise enorm weitergeholfen. Einfach alle haben in diesem Jahr überragende Leistungen erbracht. So hatten wir auch mal das Glück des Tüchtigen und haben auch knappe Spiele für uns entschieden. Vor allem haben wir in diesem Jahr unsere Auswärtsschwäche abgelegt und konnten auch auf fremden Platz viele Punkte mitnehmen. Es war für uns einfach eine super Saison, die wir am Ende mit dem Aufstieg gekrönt haben.



Nach dem Aufstieg hast du dir eine ca. 1 1/2 jährige Pause vom Fussball genommen. Was waren die Gründe?


In der ersten Halbserie nach dem Aufstieg habe ich gemerkt, dass irgendwie die Luft raus ist. Zu diesem Zeitpunkt musste ich noch am Wochenende arbeiten. Dadurch war keine Zeit für meine anderen Hobbies. Es war so ein Gefühl "du musst jetzt zum Fussball". Die Freude daran war nicht mehr da. Ich weiß nicht, ob es am Aufstieg lag und das sich damit mein Traum erfüllt hatte. In der Winterpause habe ich dann für mich die Entscheidung getroffen, mit dem Fussball aufzuhören und mir auch damit mehr freie Zeit zu verschaffen. Irgendwann fing es dann wieder an in den Beinen zu jucken. Erik Papenfuß hat mich dann im Sommer 2018 überredet einfach mal zum Vorbereitungsspiel mitzukommen und mal wieder zu gucken wie es ist. Nach diesem Spiel wollte ich dann unbedingt wieder spielen. Ab diesem Moment bis heute ist die Vorfreude auf Training und auf's Spiel wieder genauso groß, wie als kleiner Junge in der Jugend. Ich bin sehr dankbar, dass ich nach meiner Pause wieder so herzlich im Verein aufgenommen wurde. Ein besonderer Dank gilt aber Erik: "Danke Lothar".



Neben Patrick Derwanz und Marcel Stegemann zählst du mit Anfang 30 zu den dienstältesten Titanen. Setzt du dir noch Ziele und wenn ja, welche?


Ich bin immer noch ehrgeizig und setze mir Ziele. Als erstes möchte ich, so lange wie möglich, verletzungsfrei spielen können und vielleicht Waldi seinen Altersrekord brechen. Mit ein bisschen Glück steigen wir vielleicht auch noch einmal auf und können die unvergessene Feier wiederholen. Träumen ist ja erlaubt.



Vervollständige den Satz "Titania bedeutet für mich …"


Titania bedeutet für mich anders zu sein als andere.



Patrick, herzlichen Dank für das sehr informative Gespräch. Wir wünschen dir und deiner Elf einen erfolgreichen Start in die neue Spielzeit.


Zum Ende möchte ich mich noch bei den Familien, Frauen und Freundinnen dafür bedanken, dass sie uns allen so viel Verständnis entgegen bringen. Nur dadurch können wir unser geliebtes Hobby, was auch enorm viel Zeit in Anspruch nimmt, so ausüben, wie wir es machen. Vielen Dank!









Der Rückrundenauftakt naht. Pünktlich zum Beginn der Vorbereitung auf die anstehende Rückserie haben wir uns mit Thomas Groh unterhalten. Der Spielmacher gab uns einen Einblick in seine fussballerische Vergangenheit. Außerdem bezog der Mittelfeldakteur Stellung zu seinem besonderen Ruf auf dem Platz und seine neue Herausforderung als Co-Trainer der E-Junioren.



Thomas, die Winterpause zieht sich noch bis Anfang März. Zeit für die Hallensaison. Bist du persönlich Fan vom Hallenfussball?


Ja, ich mag den Hallenfussball sehr gern. Gerade unter dem Hallendach sind technische Fähigkeiten gefragt, was meiner Spielweise entgegenkommt. Hier kann man nicht dem Platz oder dem Untergrund die Schuld geben, wenn der Ball mal nicht da landet, wo er landen sollte. Außerdem bereitet mir insbesondere das temporeiche Spiel auf dem kleinen Feld viel Spaß.



Eine abwechslungsreiche Hinrunde liegt hinter euch. Wie beurteilst du persönlich die Hinserie eures Teams?


Wir sind wirklich stark gestartet. Einen besseren Saisonauftakt kann man sich kaum wünschen und wohl kein Titane hat vorher damit gerechnet. Wobei man sagen muss, dass wir zu dieser Zeit auch das Glück voll und ganz auf unserer Seite hatten. Dieses verließ uns in der Folge aber und plötzlich war die Leistung der Mannschaft in einigen Spielen auch einfach nicht gut genug, um etwas zählbares mitzunehmen. Im Großen und Ganzen haben wir in der Hinrunde wichtige Punkte geholt und stehen aktuell auf einem guten 8. Tabellenplatz. Nun heißt es in der Winterpause ordentlich zu trainieren, uns das abhanden gekommene Glück für die Rückserie zurück zu erarbeiten und mit geschlossenen Mannschaftsleistungen so viele Punkte wie möglich zu sammeln.



Du spielst bereits seit der C-Jugend für Titania. Wie bist du zum Volkssport Fussball gekommen?


Bereits im Kindergarten und in der Schule habe ich Fussball gespielt. In wirklich jeder Pause haben wir gezockt, wobei auch mal ein Schuh in der Scheibe eines Klassenzimmers gelandet ist. Kaum zu Hause angekommen, wurde die Schultasche in die Ecke gestellt und wir sind zum Bolzen rausgegangen. Bei schlechtem Wetter habe ich mit Freunden den legendären Fussball Manager oder FIFA am PC gespielt. Mein ganzes Leben dreht sich somit schon um die Leidenschaft Fussball.



In den vielen Jahren bei Titania hast du schon so einiges erlebt. Welche Momente zählen zu deinen ganz eigenen Highlights?


Während dieser langen Zeit gab es zahlreiche Höhepunkte. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir jedoch ein Spiel aus der Jugend beim FSV "Insel" Neuenhagen, damals noch auf dem Kleinfeld. Wir lagen zur Halbzeitpause mit 2:0 hinten. Zur zweiten Hälfte wurde ich eingewechselt und wir konnten das Spiel durch meine erzielten drei Tore noch drehen und schließlich mit 2:3 gewinnen. Auch der erste Sieg unserer Mannschaft beim international hoch geschätzten Höhenpokal und mein erster Titel als Torschützenkönig bei diesem Turnier erfüllten mich mit Stolz. Nicht zu vergessen natürlich die Meisterschaft und der damit verbundene Aufstieg in der Saison 2015/16. Dieser Titel war sicher für jeden Titanen das absolute Highlight in der jüngeren Vereinsgeschichte.



Auf dem Spielfeld giltst du für viele als bester Kicker bei den Titanen. Andere meinen, dass du dein Potential nicht ausschöpfst. Wie gehst du sowohl mit solchem Lob, als auch der Kritik um?


Ehrlich gesagt ist mir beides egal. Klar könnte man besser sein und mehr erreichen, wenn man in seiner Freizeit mehr investieren würde. Aber ich schaffe es auch nicht, nach der Arbeit den inneren Schweinehund zu überwinden und noch mehr zu tun. Der Spaß am Sport und das Miteinander in der Mannschaft bzw. im Verein stehen für mich im Vordergrund. Fussball ist und bleibt ein Hobby, um einfach von allem abschalten zu können.



Zudem trägst du auf dem Platz den Ruf des Heißsporns und Kartenkönigs. Ein berechtigter Titel?


Ja, dem muss ich wohl zustimmen. Wer mich kennt weiß, dass ich vom Wesen her überhaupt nicht so bin. Sobald ich auf dem Platz stehe, gehen aber die Pferde mit mir durch. Das ist eine dumme und nicht vorbildliche Eigenschaft von mir, die ich selbst nicht an mir mag. Oft überkommt es mich, wenn ich merke, dass es besser für uns laufen könnte. Meistens bin ich aber mit meiner eigenen Leistung unzufrieden. Ich weiß ja selbst, dass ich der Mannschaft mit meinem Verhalten nicht helfe und versuche mich bereits zu bessern.



In Kürze wirst du 30 Jahre alt. Welche persönlichen fussballerischen Ziele hast du dir noch gesetzt?


Vielleicht erziele ich nochmal ein Kopfballtor (lacht). Ansonsten denke ich von Saison zu Saison. Vielleicht schaffen wir es in einigen Jahren nochmal im oberen Feld mitzuspielen. Das liegt aber in der Zukunft. Wichtig ist das hier und jetzt und da geht es darum, viele Punkte gegen den Abstieg zu sammeln.



Mittlerweile rückt bereits die nächste Generation in der Kruger Männermannschaft nach. Wie siehst du die Entwicklung in den letzten Jahren bei Titania?


Ich sehe die Entwicklung ganz positiv. Wir sind ein kleiner Dorfverein und haben es dennoch geschafft, junge Leute für uns zu gewinnen. Wenn man sich in den umliegenden Vereinen umsieht, fällt auf, dass diese deutlich größere Probleme haben. Zudem gibt es immer mehr Spielvereinigungen, in denen sich zwei oder sogar noch mehr Vereine zusammenschließen, um überhaupt noch am Spielbetrieb teilnehmen zu können. Ich hoffe, dass wir darauf nie angewiesen sein werden und wir immer selbst über unser Handeln entscheiden können.



Inzwischen unterstützt du Hans Mühlenhaupt bei der Arbeit mit den E-Junioren und agierst dort als Co-Trainer. Welchen Reiz hat diese Aufgabe für dich?


In erster Linie möchte ich Hans unterstützen, der seine Aufgaben als Nachwuchscoach hervorragend meistert. Zudem hoffe ich, dass die Kleinen dem Fussball noch lange verbunden bleiben und sie später vielleicht sogar für unsere Männermannschaft auflaufen. So wie es ein weiser Mann damals bei uns tat (Anm. d. Red. Dieter Süßbier), möchte ich jetzt meinen Teil dazu beitragen, dass es für den Verein weiter vorwärts geht.



Vervollständige den Satz "Titania bedeutet für mich …"


Titania bedeutet für mich leidenschaftliche Hingabe für Verein und Fussball.

Im Übrigen wünsche ich mir nun ein Interview mit der Titania Legende Waldi Wirt (lacht).



Thomas, vielen Dank für deine Zeit und deine ausführlichen Antworten. Wir wünschen dir und deinem Team für den verbleibenden Saisonverlauf maximale Erfolge!








Die Hinrunde der Saison 2019/20 ist für unsere Männermannschaft Geschichte. Unser Angreifer Oliver Rau hat uns erzählt, wie er die aktuelle Spielzeit bis dato bewertet. Außerdem spricht der Stürmer über den ersten Rückschlag seiner jungen Fussballkarriere und welche persönlichen Ziele der Torjäger noch vor Augen hat.



Oli, die Hinrunde der Saison 2019/20 ist passé. Wie fällt dein Zwischenfazit für die aktuelle Saison aus?


Ich bin durchaus zufrieden mit der abgelaufenen Hinrunde! Ich hätte mir zwar gewünscht, dass wir als Team das positive Torverhältnis mit in die Rückrunde nehmen können, aber dazu fehlte uns hinten raus auch das Quäntchen Glück, sodass wir oftmals unnötige Gegentore bekommen haben. Mit den 19 Punkten bin ich trotzdem sehr zufrieden und darauf lässt sich aufbauen. Den einstelligen Tabellenplatz haben wir zudem erreicht und diesen gilt es bis zum Saisonende nicht mehr abzugeben.



Von den 19 erreichten Punkten wurden allerdings 13 in den ersten fünf Spielen eingefahren. Wie erklärst du dir den Leistungsabfall deiner Mannschaft zum Ende der Hinrunde?


Wir haben einen überraschend guten Saisonstart hingelegt und blieben in den ersten fünf Spielen ungeschlagen. Ich kann es mir nur so erklären, dass sich viele Akteure auf den bereits erreichten Erfolgen ausgeruht haben und anschließend die nötige Disziplin ablegten, die wir in den ersten Begegnungen an den Tag legten. Außerdem kommt noch dazu, dass wir in der Hinserie vom Verletzungspech verfolgt wurden, wodurch Trainer Prüßing oft rotieren musste. Ich persönlich habe mich verletzt und konnte dem Team in einer schweren Zeit nicht wirklich helfen. Wir konnten uns auch erst am letzten Spieltag wieder von dieser Phase befreien und haben so aufgespielt, wie wir es an den ersten fünf Spieltagen der Saison gemacht haben.



Du hast bereits den vor der Saison anvisierten einstelligen Tabellenplatz angesprochen. Wie lautet deiner Meinung nach die Zielstellung nach der absolvierten Hinrunde?


Wir sollten defintiv weiter nach vorn schauen und versuchen den 6. bis 7. Tabellenplatz in Angriff zu nehmen. Die Hinrunde hat uns auch gezeigt, dass in dieser Liga alles offen ist und bis auf die 2. Mannschaft aus Schönow gibt es auch keinen weiteren Überflieger. Es wird vermutlich die schwerste Saison für den SVT, da noch nicht genau feststeht wie viele Mannschaften am Ende der Saison absteigen. Deshalb sollten wir versuchen uns in der Rückrunde frühzeitig in der Mitte der Tabelle festzusetzen, um mit dem Abstiegskampf nichts mehr zu tun zu haben.



Für dich persönlich begann die Saison mit 7 Treffern in 5 Partien furios, bevor dich eine Verletzung zurückgeworfen hat. Wie bist du mit dieser ungewohnten Situation umgegangen?


Die Verletzung kam für mich in einem sehr unpassenden Moment. Ich war für mich persönlich sehr gut in die Saison gestartet und musste in der Begegnung gegen Ladeburg verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Es war eine sehr schwierige Situation für mich, da ich dem Team vorerst nicht weiterhelfen konnte und auch meine persönlichen Ziele dadurch auf der Strecke blieben. Für mich gilt es jetzt umso stärker in die Rückrunde zu starten und da anzuknüpfen, wo ich am 5. Spieltag aufgehört habe.



Seit deinem ersten Pflichtspiel für Titania Anfang 2017 hast du bereits über 40 Treffer markiert. Damit steigt natürlich auch die Erwartungshaltung an die eigene Person. Wie gehst du mit diesem Druck um?


Ich konnte dem Druck bis jetzt immer mit Toren und Torvorlagen entfliehen, da ich regelmäßig meine Torbeteiligungen liefere. Für mich persönlich gilt es in jeder Partie Tore zu machen und diese auch vorzubereiten, wenn das dann mal nicht klappt, muss ich damit leben. Sicher kommen dann auch die ein oder anderen Bemerkungen der etablierteren Spieler, mit denen ich dann natürlich klar kommen muss. So ist das im Fussball, es kann nicht jedes Spiel perfekt laufen.



Wie viele andere Titanen hast auch du die Kruger Jugendabteilung durchlaufen und bist weiterhin im Verein aktiv. Das trotz Anfragen anderer Vereine. Gab es jemals Wechselabsichten?


Nein, ich habe noch nie einen Gedanken daran verschwendet, den SVT zu verlassen. Für mich gibt es nur einen Verein, in dem ich Fussball spielen will und das ist und wird immer Titania Kruge bleiben. Die Atmosphäre und der Umgang miteinander sind besonders.



Welche Ziele hast du dir persönlich für deine fussballerische Zukunft gesteckt?


Ich persönlich möchte irgendwann mal Torschützenkönig in der Liga werden, um da hin zu kommen liegt jedoch noch ein weiter Weg vor mir! Ansonsten wäre es sehr schön nochmal mit dem SVT aufzusteigen (lacht), da ich den letzten Aufstieg nur als stilles Mitglied gefeiert habe und nicht als aktiver Spieler (Anm. d. Red.: Oliver Rau hat den damaligen Aufstieg sehr ausgiebig gefeiert). Es ist bestimmt nochmal ein geileres Gefühl, den Aufstieg zu feiern, wenn man auch auf dem Platz etwas dazu beigetragen hat.



Vervollständige den Satz "Titania bedeutet für mich ..."


Titania bedeutet für mich Familie!



Oli, wir danken dir für deine ehrlichen und ausführlichen Antworten und wünschen dir und dem Team eine erfolgreiche und vor allem verletzungsfreie Rückrunde!








Die ersten sieben Saisonspiele unserer Männermannschaft sind absolviert. Wir haben unseren Mittelfeldakteur Lukas Wieland um ein kurzes Zwischenfazit gebeten. Außerdem hat uns der Flügelspieler erklärt, welche Vorteile ihm der jahrelange Volleyballsport bringt und warum sein Bruder einen entscheidenden Anteil daran hat, dass er heute überhaupt für Titania kickt.



Lukas, du bist mittlerweile bereits das dritte Jahr bei Titania, hast mit dem Falkenberger SV und der SG Liepe allerdings die Jugendmannschaften anderer Vereine durchlaufen. Wie kam dein Wechsel nach Kruge zustande?


Mein Wechsel nach Kruge wurde beim Höhenpokal in der Saison 2016/17 entschieden und unter Dach und Fach gebracht. Nach dem wir für das alljährlich stattfindende Hallenturnier eine Falkenberger Mannschaft stellten und uns gut verkauften, war für mich klar, nach längerer Pause wieder mit dem Fussball anzufangen. Viele Alternativen kamen im Hinblick auf den Verein für mich nicht in Frage und da ich mit vielen Spielern aus der Mannschaft befreundet bin, fiel mir die Entscheidung für Kruge leicht.



Auch dein Bruder kickt für Titania. Welche Rolle spielt der Fussball in eurer Familie?


Meine Familie ist generell sehr sportinteressiert und verfolgt viele Sportarten. Der Fussball spielt aber für meinen Bruder und mich eine besondere Rolle. Ich denke nicht, dass ich als junger Bursche mit dem Fussball angefangen hätte, wenn ich nicht gesehen hätte, wie mein Bruder Woche für Woche auf dem Fussballplatz kickt.



Innerhalb der Mannschaft bist du vor allem für deinen Einsatz und deine Willensstärke bekannt. Was zeichnet dich deiner Meinung nach als Fussballer aus?


Ich versuche jede Woche auf's neue 100 % zu geben und der Mannschaft zu helfen. Ich denke es zählt zu meinen Stärken, dass ich zu keinem Zeitpunkt aufgebe und in jeder Situation die cleverste Entscheidung treffen will. Sicherlich gelingt mir das nicht immer, aber ich glaube durch meinen Einsatz und meine Willensstärke gelingt es mir häufiger, als jemandem der schon vorher abschaltet und den Ball oder das Spiel verloren gibt. Meine Vergangenheit als Volleyballer verschafft mir zudem einen Vorteil beim Kopfballspiel, da ich ein gutes Timing bei Standardsituationen besitze und gelegentlich auch den ein oder anderen Ball verwerte.



Wo siehst du noch persönliches Steigerungspotential?


Ich muss definitiv an den vorhandenen Aufgaben weiter wachsen und noch mehr Verantwortung übernehmen. Zu häufig hardere ich noch mit eigenen Fehlern und Fehlentscheidungen. Dadurch verschlechtert sich mein Spiel und es wirkt sich negativ auf die Mannschaft aus.



Du betonst stets, dass du dich als Rechtsfuß besonders auf der linken Außenbahn gut aufgehoben fühlst. Warum gibt diese untypische Position so viel für dich her?


Über die vergangenen Spielzeiten gesehen habe ich tatsächlich zumeist auf der linken Außenbahn gespielt, jedoch auch hin und wieder auf dem rechten Flügel. Die linke Seite bietet mir speziell als Rechtsfuß die Möglichkeit auch mal nach innen zu ziehen und den Torabschluss zu suchen. Das interessante an der Außenbahn ist allerdings die Vielseitigkeit. Man ist sowohl defensiv, als auch offensiv gefordert und darf keine der beiden Aufgaben vernachlässigen.



Nach einem guten Saisonstart musstet ihr zuletzt zwei Niederlagen hinnehmen. Welche der beiden Phasen spiegelt denn euer wahres Gesicht wieder und wie erklärst du dir den Ergebniswandel?


Durch den guten Saisonstart war die Stimmung bei Betreuer und Mannschaft auf einem sehr guten Level. Wir hatten speziell in diesen Spielen einen enormen Zusammenhalt im Team und auch das nötige Glück auf dem Platz. Viele Begegnungen haben wir erst in letzter Minute gewonnen oder entschieden. Darauf sollten wir aufbauen. Nach zuletzt zwei Niederlagen sollten wir jetzt auch nicht den Kopf in den Sand stecken und uns folgerichtig wieder schlichtweg auf unser Spiel konzentrieren. In meinen Augen waren es eher Kleinigkeiten wie Diskussionen mit dem Schiedsrichter oder Abstimmungsfehler auf dem Platz, die für die Punktverluste sorgten. Das gilt es abzustellen und dann kehrt auch unser wahres Gesicht aus den ersten fünf Spielen wieder zurück.



Prinzipiell scheint die Liga hart umkämpft zu sein. Welche Zielstellung hältst du für die Mannschaft als realistisch?


Das stimmt! Das ist dieses Jahr das schöne und auch das spannende. Gegen viele Mannschaften spiele ich dieses Jahr zum ersten Mal und kann mir daher noch kein Urteil über die "Neuen" erlauben. Aber auch bekannte Mannschaften haben sich verändert und teilweise personell umgestellt. Letzte Saison lautete die finale Zielstellung einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen, was uns auch gelungen ist. Wenn ich die Entwicklung und auch die gezeigten Leistungen des Teams sehe, halte ich ein Ergebnis zwischen Platz 4 und Platz 7 als realistisch. Auf jeden Fall einen besseren Tabellenplatz als letztes Jahr und träumen darf man ja schließlich auch (grinst).



Wie bereits erwähnt, kickst du bereits drei Jahre für Titania. Ein Bündnis mit Zukunft oder wie sehen deine fussballerischen Pläne aus?


Solange ich meinen Beruf in der Nähe, also im Raum Brandenburg, ausüben kann, werde ich auch für Titania Fussball spielen. Ob es durchgehend oder mit Unterbrechungen sein wird, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. Wenn ich jedoch keinen Spaß mehr am Fussballspielen verspüre, höre ich definitiv auf. Da muss allerdings schon einiges passieren ...



Vervollständige den Satz "Titania bedeutet für mich ..."


Titania bedeutet für mich Leidenschaft!



Lukas, danke für deine Zeit und die sehr interessanten Antworten. Wir wünschen dir und dem Team für die verbleibende Hinrunde weiterhin viel Erfolg und eine starke Punkteausbeute.







Bevor unsere Männermannschaft in Kürze in die Vorbereitung auf die neue Spielzeit startet, haben wir uns noch mit Kapitän Alexander Petzold unterhalten. Dabei ging es unter anderem um die neu gesteckten Ziele der Titanen, seine ungewöhnliche Torquote als Rechtsverteidiger und seine Verbundenheit zum SVT.



Alex, die Sommerpause neigt sich allmählich dem Ende entgegen. Wie schätzt du die abgelaufene Saison rückblickend ein?


Meiner Meinung nach haben wir in der letzten Spielzeit einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht und das nicht nur fussballerisch. Wir konnten uns im Vergleich zur Vorsaison im Tabellenplatz, im Torverhältnis und auch in der Punkteausbeute steigern. Jetzt heißt es aber auch dran bleiben!



Wo siehst du aktuell noch die größte Baustelle in eurem Spiel?


Das ist eine schwierige Frage. Ich denke wir sind vielleicht in manchen Situationen nicht clever und kühl genug im Kopf, wodurch wir uns im Umkehrschluss teilweise selbst unnötig in Bedrängnis bringen. Aber das gilt nicht nur für einzelne Spieler, daran müssen wir alle zusammen arbeiten und ich bin mir absolut sicher, dass wir das auch zukünftig besser in den Griff bekommen!



Die vergangene Spielzeit war für dich persönlich in vielerlei Hinsicht eine besondere. Unter anderem war es deine erste Saison als Kapitän der Männermannschaft. Wie erging es dir mit der neuen Rolle und was hast du dir diesbezüglich für das nächste Jahr vorgenommen?


Ich muss zugeben, vor dem ersten Spiel war es natürlich ziemlich ungewohnt. Allerdings habe ich auch schnell gemerkt, dass ich mich sehr auf die neue Rolle freue. Ich hatte bereits seit längerer Zeit das Ziel, auf und neben dem Platz mehr Verantwortung zu übernehmen und so wird es auch künftig sein, denn ich habe nach meiner ersten Saison als Kapitän eindeutig gemerkt, dass ich in der Rolle noch einiges zu lernen habe.



Auch in Punkto Torausbeute hast du auf dich aufmerksam gemacht. Wie erklärst du dir deine Torgefährlichkeit als Verteidiger?


Sehr gute Frage, wenn ich darauf nur eine Antwort wüsste. Im Training treffe ich meist nicht mal das berühmte Scheunentor.



10 Tore als Verteidiger sind dennoch ungewöhnlich. Würdest du dich in der Offensive eventuell sogar besser aufgehoben sehen?


In der letzten Saison lief es für mich wirklich sehr gut vor dem gegnerischen Tor. Ich habe dabei immer auch als Verteidiger einen ziemlichen Vorwärtsdrang und klar wie die meisten Spieler, würde auch ich mich nicht beklagen, wenn ich weiter vorne spielen dürfte. Bei diesem Thema liegt das letzte Wort aber auch bei uns immer noch beim Trainer und er entscheidet letztendlich, wo er welchen Spieler am stärksten sieht.



Werfen wir einen Blick auf die kommende Saison. Eure Staffel ist mit den Auf- und Absteigern erneut stark besetzt. Welches realistische Saisonziel sollte sich die Mannschaft stecken?


Ich denke für uns als Mannschaft und den Verein muss es das Ziel sein, so schnell wie möglich einen Vorsprung auf die unteren Tabellenplätze aufzubauen, um zunächst einmal den Klassenerhalt zu sichern. Sollte das gelingen, bin ich der Meinung, dass ein einstelliger Tabellenplatz und eine Steigerung unserer Punkteausbeute ein realistisches und akzeptables Saisonziel für uns sind.



Welchen Beitrag willst du persönlich leisten?


Für mich geht es nicht nur darum, die Rolle des Kapitäns auszufüllen. Ich will vor allem meine Leistungen der letzten Saison nochmals bestätigen und den Jungs jederzeit helfen, unser gemeinsames Ziel zu erreichen.



Viele Spieler eurer Mannschaft sind bereits seit etlichen Jahren im Verein verwurzelt. Auch du hast bereits den Jugendbereich bei Titania durchlaufen und bist mittlerweile sogar schon 5 Jahre in der Männermannschaft aktiv. Warum kam bisher kein anderer Verein für dich in Frage und was macht Titania für dich aus?


Sicher spielt es eine entscheidende Rolle, dass ich in Kruge aufgewachsen bin. Dennoch waren andere Vereine für mich nie ein Thema, denn bei Titania passt für mich alles zusammen. Im Verein selbst herrscht eine absolut familiäre Atmosphäre und das ist nicht einfach nur so dahin gesagt. Jeder hilft dem anderen wo er kann. Wenn man so mitbekommt, was teilweise in anderen Vereinen um uns herum passiert, wird klar, dass das mittlerweile eine echte Besonderheit ist und man sowas nicht mehr oft vorfindet. Der SV Titania Kruge wird für mich immer besonders bleiben.



Alex, vielen dank für deine Antworten. Wir wünschen dir und euch als Team für die kommende Saison alles Gute und maximale sportliche Erfolge!




Mehr Interviews?

Auch in der neuen Saison wollen wir unsere Homepage möglichst interessant gestalten. Dafür wollen wir künftig auch immer wieder solche Interviews führen. Was haltet ihr von diesen Interviews?

  Klasse Idee, bitte mehr davon   Weg damit, die braucht kein Mensch