SV Titania Kruge e.V.
Stolz & Treu

 


Der Rückrundenauftakt naht. Pünktlich zum Beginn der Vorbereitung auf die anstehende Rückserie haben wir uns mit Thomas Groh unterhalten. Der Spielmacher gab uns einen Einblick in seine fussballerische Vergangenheit. Außerdem bezog der Mittelfeldakteur Stellung zu seinem besonderen Ruf auf dem Platz und seine neue Herausforderung als Co-Trainer der E-Junioren.



Thomas, die Winterpause zieht sich noch bis Anfang März. Zeit für die Hallensaison. Bist du persönlich Fan vom Hallenfussball?


Ja, ich mag den Hallenfussball sehr gern. Gerade unter dem Hallendach sind technische Fähigkeiten gefragt, was meiner Spielweise entgegenkommt. Hier kann man nicht dem Platz oder dem Untergrund die Schuld geben, wenn der Ball mal nicht da landet, wo er landen sollte. Außerdem bereitet mir insbesondere das temporeiche Spiel auf dem kleinen Feld viel Spaß.



Eine abwechslungsreiche Hinrunde liegt hinter euch. Wie beurteilst du persönlich die Hinserie eures Teams?


Wir sind wirklich stark gestartet. Einen besseren Saisonauftakt kann man sich kaum wünschen und wohl kein Titane hat vorher damit gerechnet. Wobei man sagen muss, dass wir zu dieser Zeit auch das Glück voll und ganz auf unserer Seite hatten. Dieses verließ uns in der Folge aber und plötzlich war die Leistung der Mannschaft in einigen Spielen auch einfach nicht gut genug, um etwas zählbares mitzunehmen. Im Großen und Ganzen haben wir in der Hinrunde wichtige Punkte geholt und stehen aktuell auf einem guten 8. Tabellenplatz. Nun heißt es in der Winterpause ordentlich zu trainieren, uns das abhanden gekommene Glück für die Rückserie zurück zu erarbeiten und mit geschlossenen Mannschaftsleistungen so viele Punkte wie möglich zu sammeln.



Du spielst bereits seit der C-Jugend für Titania. Wie bist du zum Volkssport Fussball gekommen?


Bereits im Kindergarten und in der Schule habe ich Fussball gespielt. In wirklich jeder Pause haben wir gezockt, wobei auch mal ein Schuh in der Scheibe eines Klassenzimmers gelandet ist. Kaum zu Hause angekommen, wurde die Schultasche in die Ecke gestellt und wir sind zum Bolzen rausgegangen. Bei schlechtem Wetter habe ich mit Freunden den legendären Fussball Manager oder FIFA am PC gespielt. Mein ganzes Leben dreht sich somit schon um die Leidenschaft Fussball.



In den vielen Jahren bei Titania hast du schon so einiges erlebt. Welche Momente zählen zu deinen ganz eigenen Highlights?


Während dieser langen Zeit gab es zahlreiche Höhepunkte. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir jedoch ein Spiel aus der Jugend beim FSV "Insel" Neuenhagen, damals noch auf dem Kleinfeld. Wir lagen zur Halbzeitpause mit 2:0 hinten. Zur zweiten Hälfte wurde ich eingewechselt und wir konnten das Spiel durch meine erzielten drei Tore noch drehen und schließlich mit 2:3 gewinnen. Auch der erste Sieg unserer Mannschaft beim international hoch geschätzten Höhenpokal und mein erster Titel als Torschützenkönig bei diesem Turnier erfüllten mich mit Stolz. Nicht zu vergessen natürlich die Meisterschaft und der damit verbundene Aufstieg in der Saison 2015/16. Dieser Titel war sicher für jeden Titanen das absolute Highlight in der jüngeren Vereinsgeschichte.



Auf dem Spielfeld giltst du für viele als bester Kicker bei den Titanen. Andere meinen, dass du dein Potential nicht ausschöpfst. Wie gehst du sowohl mit solchem Lob, als auch der Kritik um?


Ehrlich gesagt ist mir beides egal. Klar könnte man besser sein und mehr erreichen, wenn man in seiner Freizeit mehr investieren würde. Aber ich schaffe es auch nicht, nach der Arbeit den inneren Schweinehund zu überwinden und noch mehr zu tun. Der Spaß am Sport und das Miteinander in der Mannschaft bzw. im Verein stehen für mich im Vordergrund. Fussball ist und bleibt ein Hobby, um einfach von allem abschalten zu können.



Zudem trägst du auf dem Platz den Ruf des Heißsporns und Kartenkönigs. Ein berechtigter Titel?


Ja, dem muss ich wohl zustimmen. Wer mich kennt weiß, dass ich vom Wesen her überhaupt nicht so bin. Sobald ich auf dem Platz stehe, gehen aber die Pferde mit mir durch. Das ist eine dumme und nicht vorbildliche Eigenschaft von mir, die ich selbst nicht an mir mag. Oft überkommt es mich, wenn ich merke, dass es besser für uns laufen könnte. Meistens bin ich aber mit meiner eigenen Leistung unzufrieden. Ich weiß ja selbst, dass ich der Mannschaft mit meinem Verhalten nicht helfe und versuche mich bereits zu bessern.



In Kürze wirst du 30 Jahre alt. Welche persönlichen fussballerischen Ziele hast du dir noch gesetzt?


Vielleicht erziele ich nochmal ein Kopfballtor (lacht). Ansonsten denke ich von Saison zu Saison. Vielleicht schaffen wir es in einigen Jahren nochmal im oberen Feld mitzuspielen. Das liegt aber in der Zukunft. Wichtig ist das hier und jetzt und da geht es darum, viele Punkte gegen den Abstieg zu sammeln.



Mittlerweile rückt bereits die nächste Generation in der Kruger Männermannschaft nach. Wie siehst du die Entwicklung in den letzten Jahren bei Titania?


Ich sehe die Entwicklung ganz positiv. Wir sind ein kleiner Dorfverein und haben es dennoch geschafft, junge Leute für uns zu gewinnen. Wenn man sich in den umliegenden Vereinen umsieht, fällt auf, dass diese deutlich größere Probleme haben. Zudem gibt es immer mehr Spielvereinigungen, in denen sich zwei oder sogar noch mehr Vereine zusammenschließen, um überhaupt noch am Spielbetrieb teilnehmen zu können. Ich hoffe, dass wir darauf nie angewiesen sein werden und wir immer selbst über unser Handeln entscheiden können.



Inzwischen unterstützt du Hans Mühlenhaupt bei der Arbeit mit den E-Junioren und agierst dort als Co-Trainer. Welchen Reiz hat diese Aufgabe für dich?


In erster Linie möchte ich Hans unterstützen, der seine Aufgaben als Nachwuchscoach hervorragend meistert. Zudem hoffe ich, dass die Kleinen dem Fussball noch lange verbunden bleiben und sie später vielleicht sogar für unsere Männermannschaft auflaufen. So wie es ein weiser Mann damals bei uns tat (Anm. d. Red. Dieter Süßbier), möchte ich jetzt meinen Teil dazu beitragen, dass es für den Verein weiter vorwärts geht.



Vervollständige den Satz "Titania bedeutet für mich …"


Titania bedeutet für mich leidenschaftliche Hingabe für Verein und Fussball.

Im Übrigen wünsche ich mir nun ein Interview mit der Titania Legende Waldi Wirt (lacht).



Thomas, vielen Dank für deine Zeit und deine ausführlichen Antworten. Wir wünschen dir und deinem Team für den verbleibenden Saisonverlauf maximale Erfolge!








Die Hinrunde der Saison 2019/20 ist für unsere Männermannschaft Geschichte. Unser Angreifer Oliver Rau hat uns erzählt, wie er die aktuelle Spielzeit bis dato bewertet. Außerdem spricht der Stürmer über den ersten Rückschlag seiner jungen Fussballkarriere und welche persönlichen Ziele der Torjäger noch vor Augen hat.



Oli, die Hinrunde der Saison 2019/20 ist passé. Wie fällt dein Zwischenfazit für die aktuelle Saison aus?


Ich bin durchaus zufrieden mit der abgelaufenen Hinrunde! Ich hätte mir zwar gewünscht, dass wir als Team das positive Torverhältnis mit in die Rückrunde nehmen können, aber dazu fehlte uns hinten raus auch das Quäntchen Glück, sodass wir oftmals unnötige Gegentore bekommen haben. Mit den 19 Punkten bin ich trotzdem sehr zufrieden und darauf lässt sich aufbauen. Den einstelligen Tabellenplatz haben wir zudem erreicht und diesen gilt es bis zum Saisonende nicht mehr abzugeben.



Von den 19 erreichten Punkten wurden allerdings 13 in den ersten fünf Spielen eingefahren. Wie erklärst du dir den Leistungsabfall deiner Mannschaft zum Ende der Hinrunde?


Wir haben einen überraschend guten Saisonstart hingelegt und blieben in den ersten fünf Spielen ungeschlagen. Ich kann es mir nur so erklären, dass sich viele Akteure auf den bereits erreichten Erfolgen ausgeruht haben und anschließend die nötige Disziplin ablegten, die wir in den ersten Begegnungen an den Tag legten. Außerdem kommt noch dazu, dass wir in der Hinserie vom Verletzungspech verfolgt wurden, wodurch Trainer Prüßing oft rotieren musste. Ich persönlich habe mich verletzt und konnte dem Team in einer schweren Zeit nicht wirklich helfen. Wir konnten uns auch erst am letzten Spieltag wieder von dieser Phase befreien und haben so aufgespielt, wie wir es an den ersten fünf Spieltagen der Saison gemacht haben.



Du hast bereits den vor der Saison anvisierten einstelligen Tabellenplatz angesprochen. Wie lautet deiner Meinung nach die Zielstellung nach der absolvierten Hinrunde?


Wir sollten defintiv weiter nach vorn schauen und versuchen den 6. bis 7. Tabellenplatz in Angriff zu nehmen. Die Hinrunde hat uns auch gezeigt, dass in dieser Liga alles offen ist und bis auf die 2. Mannschaft aus Schönow gibt es auch keinen weiteren Überflieger. Es wird vermutlich die schwerste Saison für den SVT, da noch nicht genau feststeht wie viele Mannschaften am Ende der Saison absteigen. Deshalb sollten wir versuchen uns in der Rückrunde frühzeitig in der Mitte der Tabelle festzusetzen, um mit dem Abstiegskampf nichts mehr zu tun zu haben.



Für dich persönlich begann die Saison mit 7 Treffern in 5 Partien furios, bevor dich eine Verletzung zurückgeworfen hat. Wie bist du mit dieser ungewohnten Situation umgegangen?


Die Verletzung kam für mich in einem sehr unpassenden Moment. Ich war für mich persönlich sehr gut in die Saison gestartet und musste in der Begegnung gegen Ladeburg verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Es war eine sehr schwierige Situation für mich, da ich dem Team vorerst nicht weiterhelfen konnte und auch meine persönlichen Ziele dadurch auf der Strecke blieben. Für mich gilt es jetzt umso stärker in die Rückrunde zu starten und da anzuknüpfen, wo ich am 5. Spieltag aufgehört habe.



Seit deinem ersten Pflichtspiel für Titania Anfang 2017 hast du bereits über 40 Treffer markiert. Damit steigt natürlich auch die Erwartungshaltung an die eigene Person. Wie gehst du mit diesem Druck um?


Ich konnte dem Druck bis jetzt immer mit Toren und Torvorlagen entfliehen, da ich regelmäßig meine Torbeteiligungen liefere. Für mich persönlich gilt es in jeder Partie Tore zu machen und diese auch vorzubereiten, wenn das dann mal nicht klappt, muss ich damit leben. Sicher kommen dann auch die ein oder anderen Bemerkungen der etablierteren Spieler, mit denen ich dann natürlich klar kommen muss. So ist das im Fussball, es kann nicht jedes Spiel perfekt laufen.



Wie viele andere Titanen hast auch du die Kruger Jugendabteilung durchlaufen und bist weiterhin im Verein aktiv. Das trotz Anfragen anderer Vereine. Gab es jemals Wechselabsichten?


Nein, ich habe noch nie einen Gedanken daran verschwendet, den SVT zu verlassen. Für mich gibt es nur einen Verein, in dem ich Fussball spielen will und das ist und wird immer Titania Kruge bleiben. Die Atmosphäre und der Umgang miteinander sind besonders.



Welche Ziele hast du dir persönlich für deine fussballerische Zukunft gesteckt?


Ich persönlich möchte irgendwann mal Torschützenkönig in der Liga werden, um da hin zu kommen liegt jedoch noch ein weiter Weg vor mir! Ansonsten wäre es sehr schön nochmal mit dem SVT aufzusteigen (lacht), da ich den letzten Aufstieg nur als stilles Mitglied gefeiert habe und nicht als aktiver Spieler (Anm. d. Red.: Oliver Rau hat den damaligen Aufstieg sehr ausgiebig gefeiert). Es ist bestimmt nochmal ein geileres Gefühl, den Aufstieg zu feiern, wenn man auch auf dem Platz etwas dazu beigetragen hat.



Vervollständige den Satz "Titania bedeutet für mich ..."


Titania bedeutet für mich Familie!



Oli, wir danken dir für deine ehrlichen und ausführlichen Antworten und wünschen dir und dem Team eine erfolgreiche und vor allem verletzungsfreie Rückrunde!








Die ersten sieben Saisonspiele unserer Männermannschaft sind absolviert. Wir haben unseren Mittelfeldakteur Lukas Wieland um ein kurzes Zwischenfazit gebeten. Außerdem hat uns der Flügelspieler erklärt, welche Vorteile ihm der jahrelange Volleyballsport bringt und warum sein Bruder einen entscheidenden Anteil daran hat, dass er heute überhaupt für Titania kickt.



Lukas, du bist mittlerweile bereits das dritte Jahr bei Titania, hast mit dem Falkenberger SV und der SG Liepe allerdings die Jugendmannschaften anderer Vereine durchlaufen. Wie kam dein Wechsel nach Kruge zustande?


Mein Wechsel nach Kruge wurde beim Höhenpokal in der Saison 2016/17 entschieden und unter Dach und Fach gebracht. Nach dem wir für das alljährlich stattfindende Hallenturnier eine Falkenberger Mannschaft stellten und uns gut verkauften, war für mich klar, nach längerer Pause wieder mit dem Fussball anzufangen. Viele Alternativen kamen im Hinblick auf den Verein für mich nicht in Frage und da ich mit vielen Spielern aus der Mannschaft befreundet bin, fiel mir die Entscheidung für Kruge leicht.



Auch dein Bruder kickt für Titania. Welche Rolle spielt der Fussball in eurer Familie?


Meine Familie ist generell sehr sportinteressiert und verfolgt viele Sportarten. Der Fussball spielt aber für meinen Bruder und mich eine besondere Rolle. Ich denke nicht, dass ich als junger Bursche mit dem Fussball angefangen hätte, wenn ich nicht gesehen hätte, wie mein Bruder Woche für Woche auf dem Fussballplatz kickt.



Innerhalb der Mannschaft bist du vor allem für deinen Einsatz und deine Willensstärke bekannt. Was zeichnet dich deiner Meinung nach als Fussballer aus?


Ich versuche jede Woche auf's neue 100 % zu geben und der Mannschaft zu helfen. Ich denke es zählt zu meinen Stärken, dass ich zu keinem Zeitpunkt aufgebe und in jeder Situation die cleverste Entscheidung treffen will. Sicherlich gelingt mir das nicht immer, aber ich glaube durch meinen Einsatz und meine Willensstärke gelingt es mir häufiger, als jemandem der schon vorher abschaltet und den Ball oder das Spiel verloren gibt. Meine Vergangenheit als Volleyballer verschafft mir zudem einen Vorteil beim Kopfballspiel, da ich ein gutes Timing bei Standardsituationen besitze und gelegentlich auch den ein oder anderen Ball verwerte.



Wo siehst du noch persönliches Steigerungspotential?


Ich muss definitiv an den vorhandenen Aufgaben weiter wachsen und noch mehr Verantwortung übernehmen. Zu häufig hardere ich noch mit eigenen Fehlern und Fehlentscheidungen. Dadurch verschlechtert sich mein Spiel und es wirkt sich negativ auf die Mannschaft aus.



Du betonst stets, dass du dich als Rechtsfuß besonders auf der linken Außenbahn gut aufgehoben fühlst. Warum gibt diese untypische Position so viel für dich her?


Über die vergangenen Spielzeiten gesehen habe ich tatsächlich zumeist auf der linken Außenbahn gespielt, jedoch auch hin und wieder auf dem rechten Flügel. Die linke Seite bietet mir speziell als Rechtsfuß die Möglichkeit auch mal nach innen zu ziehen und den Torabschluss zu suchen. Das interessante an der Außenbahn ist allerdings die Vielseitigkeit. Man ist sowohl defensiv, als auch offensiv gefordert und darf keine der beiden Aufgaben vernachlässigen.



Nach einem guten Saisonstart musstet ihr zuletzt zwei Niederlagen hinnehmen. Welche der beiden Phasen spiegelt denn euer wahres Gesicht wieder und wie erklärst du dir den Ergebniswandel?


Durch den guten Saisonstart war die Stimmung bei Betreuer und Mannschaft auf einem sehr guten Level. Wir hatten speziell in diesen Spielen einen enormen Zusammenhalt im Team und auch das nötige Glück auf dem Platz. Viele Begegnungen haben wir erst in letzter Minute gewonnen oder entschieden. Darauf sollten wir aufbauen. Nach zuletzt zwei Niederlagen sollten wir jetzt auch nicht den Kopf in den Sand stecken und uns folgerichtig wieder schlichtweg auf unser Spiel konzentrieren. In meinen Augen waren es eher Kleinigkeiten wie Diskussionen mit dem Schiedsrichter oder Abstimmungsfehler auf dem Platz, die für die Punktverluste sorgten. Das gilt es abzustellen und dann kehrt auch unser wahres Gesicht aus den ersten fünf Spielen wieder zurück.



Prinzipiell scheint die Liga hart umkämpft zu sein. Welche Zielstellung hältst du für die Mannschaft als realistisch?


Das stimmt! Das ist dieses Jahr das schöne und auch das spannende. Gegen viele Mannschaften spiele ich dieses Jahr zum ersten Mal und kann mir daher noch kein Urteil über die "Neuen" erlauben. Aber auch bekannte Mannschaften haben sich verändert und teilweise personell umgestellt. Letzte Saison lautete die finale Zielstellung einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen, was uns auch gelungen ist. Wenn ich die Entwicklung und auch die gezeigten Leistungen des Teams sehe, halte ich ein Ergebnis zwischen Platz 4 und Platz 7 als realistisch. Auf jeden Fall einen besseren Tabellenplatz als letztes Jahr und träumen darf man ja schließlich auch (grinst).



Wie bereits erwähnt, kickst du bereits drei Jahre für Titania. Ein Bündnis mit Zukunft oder wie sehen deine fussballerischen Pläne aus?


Solange ich meinen Beruf in der Nähe, also im Raum Brandenburg, ausüben kann, werde ich auch für Titania Fussball spielen. Ob es durchgehend oder mit Unterbrechungen sein wird, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. Wenn ich jedoch keinen Spaß mehr am Fussballspielen verspüre, höre ich definitiv auf. Da muss allerdings schon einiges passieren ...



Vervollständige den Satz "Titania bedeutet für mich ..."


Titania bedeutet für mich Leidenschaft!



Lukas, danke für deine Zeit und die sehr interessanten Antworten. Wir wünschen dir und dem Team für die verbleibende Hinrunde weiterhin viel Erfolg und eine starke Punkteausbeute.







Bevor unsere Männermannschaft in Kürze in die Vorbereitung auf die neue Spielzeit startet, haben wir uns noch mit Kapitän Alexander Petzold unterhalten. Dabei ging es unter anderem um die neu gesteckten Ziele der Titanen, seine ungewöhnliche Torquote als Rechtsverteidiger und seine Verbundenheit zum SVT.



Alex, die Sommerpause neigt sich allmählich dem Ende entgegen. Wie schätzt du die abgelaufene Saison rückblickend ein?


Meiner Meinung nach haben wir in der letzten Spielzeit einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht und das nicht nur fussballerisch. Wir konnten uns im Vergleich zur Vorsaison im Tabellenplatz, im Torverhältnis und auch in der Punkteausbeute steigern. Jetzt heißt es aber auch dran bleiben!



Wo siehst du aktuell noch die größte Baustelle in eurem Spiel?


Das ist eine schwierige Frage. Ich denke wir sind vielleicht in manchen Situationen nicht clever und kühl genug im Kopf, wodurch wir uns im Umkehrschluss teilweise selbst unnötig in Bedrängnis bringen. Aber das gilt nicht nur für einzelne Spieler, daran müssen wir alle zusammen arbeiten und ich bin mir absolut sicher, dass wir das auch zukünftig besser in den Griff bekommen!



Die vergangene Spielzeit war für dich persönlich in vielerlei Hinsicht eine besondere. Unter anderem war es deine erste Saison als Kapitän der Männermannschaft. Wie erging es dir mit der neuen Rolle und was hast du dir diesbezüglich für das nächste Jahr vorgenommen?


Ich muss zugeben, vor dem ersten Spiel war es natürlich ziemlich ungewohnt. Allerdings habe ich auch schnell gemerkt, dass ich mich sehr auf die neue Rolle freue. Ich hatte bereits seit längerer Zeit das Ziel, auf und neben dem Platz mehr Verantwortung zu übernehmen und so wird es auch künftig sein, denn ich habe nach meiner ersten Saison als Kapitän eindeutig gemerkt, dass ich in der Rolle noch einiges zu lernen habe.



Auch in Punkto Torausbeute hast du auf dich aufmerksam gemacht. Wie erklärst du dir deine Torgefährlichkeit als Verteidiger?


Sehr gute Frage, wenn ich darauf nur eine Antwort wüsste. Im Training treffe ich meist nicht mal das berühmte Scheunentor.



10 Tore als Verteidiger sind dennoch ungewöhnlich. Würdest du dich in der Offensive eventuell sogar besser aufgehoben sehen?


In der letzten Saison lief es für mich wirklich sehr gut vor dem gegnerischen Tor. Ich habe dabei immer auch als Verteidiger einen ziemlichen Vorwärtsdrang und klar wie die meisten Spieler, würde auch ich mich nicht beklagen, wenn ich weiter vorne spielen dürfte. Bei diesem Thema liegt das letzte Wort aber auch bei uns immer noch beim Trainer und er entscheidet letztendlich, wo er welchen Spieler am stärksten sieht.



Werfen wir einen Blick auf die kommende Saison. Eure Staffel ist mit den Auf- und Absteigern erneut stark besetzt. Welches realistische Saisonziel sollte sich die Mannschaft stecken?


Ich denke für uns als Mannschaft und den Verein muss es das Ziel sein, so schnell wie möglich einen Vorsprung auf die unteren Tabellenplätze aufzubauen, um zunächst einmal den Klassenerhalt zu sichern. Sollte das gelingen, bin ich der Meinung, dass ein einstelliger Tabellenplatz und eine Steigerung unserer Punkteausbeute ein realistisches und akzeptables Saisonziel für uns sind.



Welchen Beitrag willst du persönlich leisten?


Für mich geht es nicht nur darum, die Rolle des Kapitäns auszufüllen. Ich will vor allem meine Leistungen der letzten Saison nochmals bestätigen und den Jungs jederzeit helfen, unser gemeinsames Ziel zu erreichen.



Viele Spieler eurer Mannschaft sind bereits seit etlichen Jahren im Verein verwurzelt. Auch du hast bereits den Jugendbereich bei Titania durchlaufen und bist mittlerweile sogar schon 5 Jahre in der Männermannschaft aktiv. Warum kam bisher kein anderer Verein für dich in Frage und was macht Titania für dich aus?


Sicher spielt es eine entscheidende Rolle, dass ich in Kruge aufgewachsen bin. Dennoch waren andere Vereine für mich nie ein Thema, denn bei Titania passt für mich alles zusammen. Im Verein selbst herrscht eine absolut familiäre Atmosphäre und das ist nicht einfach nur so dahin gesagt. Jeder hilft dem anderen wo er kann. Wenn man so mitbekommt, was teilweise in anderen Vereinen um uns herum passiert, wird klar, dass das mittlerweile eine echte Besonderheit ist und man sowas nicht mehr oft vorfindet. Der SV Titania Kruge wird für mich immer besonders bleiben.



Alex, vielen dank für deine Antworten. Wir wünschen dir und euch als Team für die kommende Saison alles Gute und maximale sportliche Erfolge!




Mehr Interviews?

Auch in der neuen Saison wollen wir unsere Homepage möglichst interessant gestalten. Dafür wollen wir künftig auch immer wieder solche Interviews führen. Was haltet ihr von diesen Interviews?

  Klasse Idee, bitte mehr davon   Weg damit, die braucht kein Mensch